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Kreis Emmendingen - Waldkirch

7. Dec 2017 - 15:02 Uhr

Sick Stiftungs GmbH hat behutsame Pläne für das Schloss Buchholz - Neubau einer Sick-Akademie und Erhalt der historischen Gebäude - Enge Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz

Sick Stiftungs GmbH hat behutsame Pläne für das Schloss Buchholz - Von links: Gisela Sick, Geschäftsführer Franz Bausch (Sick Stiftungs GmbH), Oberbürgermeister Roman Götzmann, Geschäftsführerin Renate Sick-Glaser (Sick Stiftungs GmbH), Dr. Martin Krämer, Vorstand der SICK AG.
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(Sick/RT) Die Sick Stiftungs GmbH hat heute im Rahmen einer Presseinformation die Entwurfsplanung für den Neubau der SICK-Akademie im Park von Schloss Buchholz vorgestellt. Vorausgegangen war eine Bürgerinformation für die Anwohner des Waldkircher Ortsteils Buchholz, die insgesamt positiv verlief. Geplant ist der Neubau eines mehrgeschossigen Gebäudes, welches sich durch seine schlanke Architektur harmonisch in das historische Anwesen einfügt. Planungen für das Herrenhaus, das Gartenhaus und die Parkanlage laufen ebenfalls.

Im Jahr 2016 hatte die Sick Stiftungs GmbH das Buchholzer Schloss erworben und in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde und der Baubehörde der Stadt Waldkirch ein Nutzungskonzept für das historische Areal erstellt. Dieses sieht neben der Renovierung und Sanierung der historischen Schlossanlage auch den Neubau eines Akademiegebäudes vor.
„Wir haben alle notwendigen Gutachten in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Stadt Waldkirch durchführen lassen und können jetzt die notwendigen, weiteren Schritte anstoßen“, erklärt der Geschäftsführer der Sick Stiftungs GmbH, Franz Bausch zu Beginn der Präsentation.

Zur Realisierung des Neubaus des Akademiegebäudes hatte die Sick Stiftungs GmbH in 2016 eine Mehrfachbeauftragung mit sechs bekannten Architekturbüros durchgeführt. Den Zuschlag erhielt die KTP Generalplaner GmbH (Architekturbüro Kauffmann Theilig & Partner) aus Ostfildern/Stuttgart. Das Büro hatte bereits für die Stadt Waldkirch das neue Schwimmbad in Kollnau entworfen.

Die Sick Stiftungs GmbH ist Bauherr und Eigentümer des Areals und des Neubaus und wird den Neubau der Sick AG vermieten.
Für die SICK AG wird der Akademieneubau die dringend benötigten Raumkapazitäten im Bereich der Weiterbildung schaffen. „Trotz der vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Weiterbildung führen wir jährlich viele Präsenztrainings durch, die Mehrzahl davon vor Ort in Waldkirch. Diesen Fortbildungsbedarf können wir schon heute nicht mehr in unseren eigenen Räumen abdecken“, erklärte Dr. Martin Krämer, Vorstand der SICK AG, bei der Vorstellung der Entwurfspläne. „Wir müssen derzeit über 40 Prozent unserer Trainings- und Schulungsveranstaltungen extern durchführen, außerdem sind unsere Schulungsräume im Unternehmen technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand“, ergänzt Dr. Krämer. „Die neue SICK-Akademie bietet uns jedoch nicht nur eine moderne funktionale Infrastruktur für unsere Weiterbildung, sondern sie wird auch zu einem repräsentativen Aushängeschild im In- und Ausland für die SICK AG werden“, bekräftigt Dr. Martin Krämer.
Bisher schult und trainiert die Sick AG jährlich rund 20.000 Kunden und Mitarbeiter und in der jetzigen Planung der neuen Sick-Akademie ist ein gewisses Wachstum der notwendigen Kapazitäten berücksichtigt.

Die Entwurfsplanung steht bereits und wurde den Anwohnern vorgestellt. Sie wurde auf Grundlage der Forderungen aus dem Bebauungsplanentwurf der Stadt Waldkirch und der Denkmalbehörde erstellt. Vorgaben der Denkmalbehörde waren, dass das Akademiegebäude an der westlichen Grundstücksgrenze errichtet wird und nur einen Teil der Parkfläche einnehmen darf. Dabei soll der Baumbestand weitgehend erhalten bleiben.

Berthold Buck, Leiter Facility Management der SICK AG, erläuterte einige Details des geplanten Gebäudes. So wird unter dem Neubau eine Tiefgarage mit 64 Plätzen und ein Sanitätsbereich für Radfahrer entstehen. Im Erdgeschoss ist ein zentraler Veranstaltungsraum für Präsentationsshows geplant. In den beiden Obergeschossen entstehen Seminarräume, die von ihrer Größe her flexibel sind.

Bei der Energieversorgung des Gebäudes wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. So erhalten die Gebäude eine Photovoltaikanlage, ein Blockheizkraftwerk sowie Lüftungen mit Wärmerückgewinnung. Sofern technisch möglich, wird auch eine Grundwassernutzung zum Kühlen und Heizen vorgesehen. In der Remise sind zudem Kalträume als Nebenflächen eingeplant.

Der Zugang für Besucher und die Anlieferung des neuen Akademiegebäudes erfolgen über den bestehenden Haupteingang des Schlosses an der Schwarzwaldstraße. Von dort aus wird auch die Tiefgarage durch die Remise angefahren. Eine Feuerwehrzufahrt wird an der Alten Dorfstraße geschaffen, wo die bestehende Umfassungsmauer punktuell geöffnet und mit einem Tor versehen wird.

Das Gartenhaus auf dem Parkgelände ist als Wohnraum für einen Hausmeister geplant. Wie das Herrenhaus, wird der Umbau hier in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz geplant.

Der Baumbestand des Parks beläuft sich derzeit auf 72 Bäume, die einzeln von Fachleuten begutachtet wurden. Dabei ergab sich, dass rund die Hälfte der Bäume nicht mehr standsicher sind und deshalb aus Sicherheitsgründen entfernt werden müssen. Sie werden durch Neubepflanzungen ersetzt. Dabei wird darauf geachtet werden, dass die neuen Bäume zum Standort passen. Die gefällten Bäume bleiben teilweise als Totholz im Park und sollen als Nistplätze für Kleintiere, Vögel und Insekten dienen.
„Wir wollen den ursprünglichen Charakter des historischen Schlossparks bewahren“, versicherte Renate Sick-Glaser, Geschäftsführerin der Sick Stiftungs GmbH. Deshalb habe die Sick Stiftungs GmbH auch veranlasst, dass die 125 Jahre alte Linde am Schlosspark durch eine Spezialfirma um rund 15 Meter verschoben wird. Geplant sei auch eine bunte Blumenwiese, um die Artenvielfalt zu unterstützen und die Anlage so natürlich wie möglich zu gestalten.

„Wir sind zufrieden, dass die Sick Stiftungs GmbH das Areal gekauft hat“, bekräftigt Oberbürgermeister Roman Götzmann. „Wir hatten zwar weitere Interessenten, die jedoch zum größten Teil nur am Parkgelände als Baufläche, nicht aber am Erhalt der historischen Gebäude interessiert waren“, so Götzmann weiter.

„In einer ersten Offenlegung konnten wir schon die aufgetretenen Einwände feststellen und lösen, eine zweite Offenlegung beginnt am 18. Dezember und wird bis zum 26. Januar dauern. Unterlagen sind auf dem Rathaus oder online auf der Homepage der Stadt einzusehen“, erklärt Detlev Kulse, Leiter des Baudezernats der Stadt Waldkirch.
„Wir rechnen nicht mit gravierenden Einwänden“, ergänzt der Baudezernatsleiter.

„Sobald die Offenlegung beendet und eventuelle Einwände abgearbeitet sind, werden wir den Bauantrag einreichen“, verkündet Stiftungs-Geschäftsführer Franz Bausch. Wenn alles planmäßig läuft, wird die neue Sick-Akademie zum Ende 2019 bezugsfertig sein.

Allein für die Erstellung des Neubaus veranschlagt die Sick Stiftungs AG ein Volumen von rund 19 Millionen Euro. Die neue Sick-Akademie wird nicht nur ein moderner Ort für die Weiterbildung von Mitarbeitern und Kunden sein, sondern auch die Gastronomie des Umlands fördern. Da in dem Gebäude keine Küche geplant ist, wird die Verpflegung extern organisiert. Auch Übernachtungsmöglichkeiten sind in der Akademie nicht vorgesehen. Hier wird man auch zukünftig auf lokale und regionale Unterbringungsmöglichkeiten zurückgreifen.

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