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Ortenaukreis - Lahr

21. Oct 2021 - 17:09 Uhr

Zum 70. Geburtstag: Ehrenbürger und Oberbürgermeister a.D. Wolfgang G. Müller im Parktheater Lahr empfangen - Begrüßungsrede von Oberbürgermeister Markus Ibert

Zum 70. Geburtstag: Ehrenbürger und Oberbürgermeister a.D. Wolfgang G. Müller (Bild)  im Parktheater Lahr empfangen.

Foto: Stadt Lahr
Zum 70. Geburtstag: Ehrenbürger und Oberbürgermeister a.D. Wolfgang G. Müller (Bild) im Parktheater Lahr empfangen.

Foto: Stadt Lahr
Donnerstag: Städtischer Empfang zum 70. Geburtstag von Ehrenbürger Oberbürgermeister a.D. Dr. Wolfgang G. Müller im Parktheater Lahr.

Begrüßung von Oberbürgermeister Markus Ibert:

"Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich darf Sie alle sehr herzlich begrüßen in unserem Parktheater zu einem ganz besonderen Anlass:

Dem 70. Geburtstag von Dr. Wolfgang G. Müller,

Ehrenbürger der Stadt Lahr und Oberbürgermeister außer Diensten – aber ganz bestimmt nicht aus der Erinnerung, und nach wie vor umtriebig zum Wohle unserer Stadt.

Wir sind heute zusammengekommen, um gemeinsam zu feiern und den Jubilar und seine Verdienste um unsere Stadt zu würdigen.

Ich freue mich, dass wir unter uns begrüßen dürfen:
- Herrn Honorarkonsul Juan-José Llombart Gavalda
- die Bundestagsabgeordneten Herrn Peter Weiß, Herrn Johannes Fechner, Herrn Thomas Seitz
- den Bundestagsabgeordneten a. D. Herrn Peter Dreßen
- den Landtagsabgeordneten a. D. Herrn Dr. Walter Caroli
- Herrn Dr. Roland Mack als Laudator
- Herrn Bürgermeister a. D. Joachim Heil
- die Bürgermeister der Umlandgemeinden, Herrn Dr. Kai-Achim Klare, Rust, Herrn Thomas Schäfer, Seelbach, Herrn Pascal Weber, Ringsheim, Herrn Erik Weide, Friesenheim
- aus der Verwaltung, Herrn Erster Bürgermeister Guido Schöneboom, Herrn Bürgermeister Tilman Petters
- aus den Ortsteilen, Herrn Ortsvorsteher und Stadtrat Norbert Bühler, Kuhbach, Frau Ortsvorsteherin und Stadträtin Annerose Deusch, Langenwinkel, Frau Ortsvorsteherin und Stadträtin Diana Frei, Mietersheim, Herrn Ortsvorsteher und Stadtrat Klaus Girstl, Reichenbach, Herrn Ortsvorsteher und Stadtrat Rolf Mauch, Sulz
- aus dem Gemeinderat die anwesenden Fraktionsvorsitzenden, Stadträtinnen und Stadträte sowie Altstadträtinnen und Altstadträte
- alle weiteren Gäste, die Sie heute Abend hier sind
- die Vertreterinnen und Vertreter der Medien
- und die Musikschule, stellvertretend Herrn Schulleiter Tobias Meinen, verbunden mit einem herzlichen Dank für die musikalische Umrahmung.

Ganz besonders aber freue ich mich, dass unser Geburtstagskind selbst anwesend ist. Ihnen, lieber Herr Dr. Müller, und auch Ihrer lieben Ehefrau Elke Oberg sowie Ihrer Tochter Leandra ein ganz besonderes Willkommen.

Meine Damen und Herren, lieber Herr Dr. Müller,

es ist schon etwas Besonderes, als Nachfolger über seinen Amtsvorgänger zu sprechen. Wenn man zu sehr lobt, dann kann es passieren, dass die Latte schließlich zu hoch hängt. So hoch nämlich, dass man nicht einmal mehr die Möglichkeit hat, sie zu reißen, weil man gar nicht so hoch springen kann. Ist man zu knauserig mit der verdienten Anerkennung, gilt man zu Recht schnell als missgünstig und kleingeistig. Es gibt natürlich eine klassische Lösung für dieses Dilemma: Man lässt einfach jemand anderen eine Laudatio sprechen. In diesem Fall dürfen wir uns alle darüber freuen, dass Herr Dr. Roland Mack diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen wird.

Aber natürlich will ich mich nicht davor drücken, auch selbst als erster Vertreter der Bürgerschaft einige Worte an Sie, lieber Herr Dr. Müller, an unseren Ehrenbürger und meinen Amtsvorgänger zu richten. Ich möchte mich dabei auf Ihren vornehmsten Titel konzentrieren, den des Ehrenbürgers.

Ehrenbürger zu sein ist eine Würdigung, die nur sehr wenigen Menschen in ihrem Leben widerfährt. Sie ist so selten, dass sich vermutlich die Wenigsten Gedanken darüber machen, was es eigentlich bedeuten kann, Ehrenbürger zu sein. Dabei ist der zweite Wortbestandteil noch recht eindeutig. Bürger – oder Bürgerin – sind wir alle. Das macht uns normalerweise keine Probleme, aber wie verhält es sich mit der Ehre?

Im Unterschied zur Würde oder auch zum Ruhm bezeichnet Ehre ein doppeltes Verhältnis: Ehre wird einem sowohl zugesprochen und zugleich besitzt man sie. Ehre kann sehr angenehm sein, man wird dann zum Beispiel geehrt oder besonders ehrenvoll behandelt. Ehre kann man aber auch verlieren und das weist auf ein Problem hin. Im Krämeramtshaus der Stadt Münster – also der alten Versammlungsstätte der Kaufmannsgilde – befindet sich unter dem Stadtwappen ein niederdeutscher Spruch, der ins Hochdeutsche übersetzt lautet:

Die Ehre ist Zwang genug.

Den ehrwürdigen Kaufleuten dieser alten Hansestadt war sehr bewusst: Die Ehre war vor allem eine bürgerliche Verpflichtung. Es bedurfte gar keines weiteren Zwangs, um die Ratsherren und Bürgermeister der Stadt an ihre Pflichten zu erinnern. Die Ehre alleine reichte, um sicherzustellen, dass niemand aus seinem Ansehen persönliche Vorteile zog und dabei seinen Anteil am Gemeinwohl vergaß.

Nun mag uns das heute wie ein ferner Nachhall aus einer längst vergangenen Zeit städtebürgerlichen Stolzes erscheinen. Aber ganz so ist es nicht. Auch wir sehen in einem Ehrenbürger sowohl Spiegel wie auch Maßstab. Wen und was wir als „Ehrenbürger“ auszeichnen, ist uns der Maßstab für vorbildliches bürgerliches Verhalten. So wie er sollten wir alle sein, dann kann städtebürgerliche Gemeinschaft funktionieren. Wir sollten es aber nicht sein, weil es eine Ehre ist – die Ehrung erfolgt ja in der Regel erst hinterher –, sondern weil es uns wichtig ist.

Dr. Wolfgang G. Müller war diese Stadt immer wichtig. Von dem Moment an, in dem er beschloss, ihr als Oberbürgermeister zu dienen, sah er sich im Großen wie im Kleinen in der Pflicht, der Stadt Bestes zu suchen, wie es der Prophet Jeremia beschrieben hat. Das Große denken und auch umsetzen zu können machte ihn als Oberbürgermeister aus. Natürlich denken wir hier an die Landesgartenschau – und an die zielsichere Positionierung Lahrs als Wirtschaftsstandort mit Flughafenareal. Aber auch im Kleinen, sich ganz persönlich auf dem Rathausplatz in eine wütende Menge zu stellen und diese in Widerrede von Angesicht zu Angesicht auf ihre Bürgerpflichten hinzuweisen – auch das macht einen Oberbürgermeister groß. Zu Recht wurde er unter anderem hierfür mit dem Titel eines Vize-Weltbürgermeisters geehrt.

Uns soll das als Vorbild gereichen. Dr. Wolfgang G. Müller hat in seinen Neujahrsreden so manches Mal auf die „Mühen der Ebene“ verwiesen, die es manchmal schwer macht, etwas Großes zu verwirklichen. Die Pflicht kann in der Geduld, im Durchhalten liegen. Bis der Augenblick kommt, Großes zu verwirklichen oder im Kleinen zu bestehen.

Das, was uns also Vorbild sein sollte, ist dem Jubilar noch heute Pflicht, vielleicht auch Zwang. Dass er sich an die Spitze der Bürgerstiftung gestellt hat, um von dort aus für die Bürgergesellschaft zu arbeiten, ehrt ihn ein weiteres Mal. Es liegt ihm nicht, sich auf Lorbeeren auszuruhen. Darüber dürfen wir alle froh sein.

Lieber Herr Dr. Müller,

Sie haben einen Gutteil Ihrer Lebenszeit der Stadt Lahr gewidmet. Sie haben ihr gedient und ihr genutzt. Die Stadt Lahr dankt Ihnen dafür von Herzen, ich danke Ihnen von Herzen und gratuliere sehr herzlich zu Ihrem Geburtstag. Mögen diesem Tag noch viele weitere folgen und möge Ihnen die Ehre, ein ganz besonderer Bürger Lahrs zu sein, niemals als Last, sondern immer auch als Ansporn dienen. Wir jedenfalls, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lahr, schauen sowohl mit Dank zurück als auch mit Freude nach vorn und wünschen Ihnen zu Ihrem Geburtstag nur das Beste.

Zum Abschluss darf ich Ihnen, lieber Herr Dr. Müller, noch ein kleines Geschenk überreichen. Wir alle wissen, wie sehr Sie sich für das kulturelle Leben in Lahr interessieren und begeistern. Daher schenken wir Ihnen für das Kulturprogramm der Stadt einen Zehn-Jahres-Gutschein – also bis zu Ihrem nächsten runden Geburtstag, dann bekommen Sie wieder ein neues Geschenk – und dazu noch einige Leckereien von Schäfer's Eck. Viel Freude und alles Gute!"


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