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Kreis Lörrach - Rheinfelden

27. Oct 2023 - 17:35 Uhr

Vorzeitige Schließung des Kreiskrankenhauses Rheinfelden befürchtet - Interessengemeinschaft und Stadt wenden sich in offenem Brief an Mitglieder des Kreisrats und des Aufsichtsrats der Kliniken im Landkreis Lörrach

Rathaus Rheinfelden.
Rathaus Rheinfelden.

"Sehr geehrte Damen und Herren Aufsichtsrät:innen und Kreisrät:innen,

die Diskussion um die Kreiskliniken im Landkreis Lörrach beschäftigt die Menschen – insbesondere im Gebiet des Hochrheins bezüglich der Ungewissheit der zukünftigen Notfallversorgung. Mit Sorge sehen wir - infolge der extrem schwierigen wirtschaftlichen Lage der Kliniken des Landkreises Lörrach - die vorzeitige Schließung zur Jahreswende 2023/2024. Wir erwarten von den Entscheidungsträgern eine vor Ort zu etablierende Notfallversorgung für die ca. 55.000 Einwohner:innen am Hochrhein.

Wir verkennen nicht die wirtschaftliche Notlage des Klinikbetriebes. Im Vordergrund steht auch nicht die Aufarbeitung zurückliegender Versäumnisse in Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Wir stellen auch die notwendige Frage zum Reporting und Controlling in der Gesellschaft nicht in den Vordergrund und kommentieren an dieser Stelle auch nicht den immensen Zuwachs von Leasingpersonal und die Kündigungswelle von fünf Geschäftsführern und zwei ärztlichen Direktoren innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten.

Wir stehen grundsätzlich zu der Entscheidung „Zentralklinikum“ und erkennen den bisher verfolgten konsequenten Prozess auf diesem Weg in der Zusammenführung von vier Kreiskrankenhausstandorten in der Stadt Lörrach an. Stadt und Interessengemeinschaft unterstützen ausdrücklich geeignete Schritte zur Wiederherstellung des Images und der Reputation unseres Krankenhausbetriebes mit einem schlüssigen Medizinkonzept und überzeugenden Kampagnen für das Zentralklinikum - mit Wirkung auf Beschäftigte und Patienten. Wir befürworten auch ein Umzugsmanagement für den Einzug in das Zentralklinikum, das die Beschäftigten mitnimmt und dem Trend der Abwanderung von weiterem medizinischen Personal entgegenwirkt.

Der Stadt Rheinfelden (Baden) und der Interessensgemeinschaft geht es ganz alleine um die notwendige Notfallversorgung unserer Einwohnerschaft am Hochrhein. Durch die aktuelle Schließung der allgemeinen Notfallpraxisstandorte in Schopfheim und Bad Säckingen, aufgrund des Urteils des Bundessozialgerichtes, hat sich die Situation der Notfallversorgung noch einmal verschärft. Die Unterschriftensammlung von über 10.500 Unterschriften im Hochrheingebiet belegt eindrücklich die Angst der Menschen vor einem überhasteten und vorzeitigen Umzug von Rheinfelden nach Lörrach ohne organisatorisches, zeitliches und finanzielles Konzept. In der bisherigen Art der Kommunikation in diesem Prozess und zu dieser Maßnahme sehen wir einen wesentlichen Treiber weiterer Verunsicherung in der Bevölkerung sowie bei den Beschäftigten. Die Menschen in unserer Stadt und in der Raumschaft sehen ihre persönliche medizinische Versorgungslage als dringlichste Aufgabe an und erwarten konkrete, nachvollziehbare Lösungen.

Stadt und Interessensgemeinschaft erwarten eine eindeutige Darlegung nachvollziehbarer Notfallversorgungsstrukturen an den peripheren Standorten Rheinfelden (Baden) und Schopfheim bis zur Eröffnung des Zentralklinikums.

Wir wünschen, dass in beiden Krankenhäusern eine Adresse geschaffen wird, die in der Übergangszeit die Notfallversorgung gewährleistet und damit die Gesundheitsversorgung der Menschen garantiert. Nach unserer Auffassung lässt sich nur in dieser Form das Vertrauen der Bürgerschaft zurückgewinnen. Einen Hinweis auf das Projekt „Primäre Versorgungsstrukturen im Landkreis Lörrach“, welches ambitioniert begonnen hat, aber noch keine konkreten Maßnahmen beinhaltet, reicht bei weitem nicht aus.

Ohne Klärung einer Notfallversorgung vor Ort bezweifeln wir eine geeignete Voraussetzung für die Entscheidung zur Schließung des Krankenhauses Rheinfelden. Wir befürchten stattdessen, dass durch einen überhasteten Umzug der bisherige vorbildliche Lörracher Weg zur Inbetriebnahme des Zentralklinikums leidet, sich sowohl Patienten als auch Mitarbeiter nachhaltig „umorientieren“. Ein solches „Experiment“ ist nicht geeignet, die Verunsicherung und Resignation in unserer Bevölkerung zu stoppen."

Klaus Eberhardt (Oberbürgermeister) und Dr. Udo Schwehr (Sprecher der IG Krankenhaus).


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