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RegioTrends

Ortenaukreis - Ettenheim

16. Feb 2024 - 15:25 Uhr

Erfolgreiches Lesepaten-Projekt in Ettenheim - Kinder entdeckten die Welt der Bücher

Erfolgreiches Lesepaten-Projekt in Ettenheim.
Lesepatin Ursula Challier beim Vorlesen im Kindergarten Fürstenfeld.

Foto: Stadt Ettenheim
Erfolgreiches Lesepaten-Projekt in Ettenheim.
Lesepatin Ursula Challier beim Vorlesen im Kindergarten Fürstenfeld.

Foto: Stadt Ettenheim

In Deutschland hat etwa ein Viertel aller Viertklässlerinnen und Viertklässler Schwierigkeiten beim Lesen. 25 Prozent der Kinder in dieser Altersstufe erreichen nicht das Mindestniveau beim Textverständnis, das für die Anforderungen im weiteren Verlauf der Schulzeit nötig wäre, so die aktuelle internationale Grundschul-Lese-Untersuchung.

Um bei Kindern das Interesse an Büchern schon früh zu wecken und das Textverständnis sowie die Lesekompetenz zu fördern, hat die Stadt Ettenheim vor den Sommerferien Lesepat*innen für die Kindergärten und Schulen gesucht. Mit Erfolg: Aktuell engagieren sich 16 Lesepatinnen in 6 Kindergärten, den 3 Grundschulen und im August-Ruf-Bildungszentrum sowie in der Stadtbücherei. Für die Schulen sind die Paten eine wichtige Unterstützung. Sie nehmen jeweils ein Kind oder mehrere Kinder aus dem Unterricht und üben mit ihnen in einem separaten Raum intensiv und individuell. Auch in den Kindergärten bereichern die Lesepaten den Kita-Alltag und sind eine willkommene Abwechslung. Jede der Lesepatinnen bringt unterschiedliche Stärken, Ideen und Lebenserfahrung mit, die das Projekt bereichern. Unabhängig vom Lesepatenprojekt findet in der Stadtbücherei seit vielen Jahren das Vorleseangebot „Auf dem fliegenden Teppich“ statt. Bereits 2014 wurde erstmals ein Lesepatenprojekt von der Stadt in Kooperation mit den Kitas und Schulen initiiert.

Um ein Kennenlernen und den Austausch der Engagierten zu ermöglichen, waren alle Lesepatinnen vergangene Woche zu einem Treffen im Café Löwenz in Ettenheimweiler eingeladen. Zahlreiche Lesepatinnen nutzen die Gelegenheit und trafen sich bei Kaffee und Kuchen in dem von Schülern der Natur- und Montessorischule organisierten Café. Heike Schillinger, die das Lesepatenprojekt bei der Stadt koordiniert, bat die anwesenden Paten über ihre Erfahrungen zu berichten. Viele von ihnen sind Seniorinnen, aber auch eine junge Studentin der Erziehungswissenschaften engagiert sich in ihrer Freizeit als Lesepaten. Männer sind bisher im Vorleseteam noch nicht vertreten, sind aber herzlich willkommen.

Wie beim Erfahrungsaustausch deutlich wurde, wird die Lesemotivation ganz individuell und unterschiedlich bei den Kindern geweckt – je nach Bedarf und Einrichtung. Ursula Challier, selbst Oma von 9 Enkelkinder engagiert sich im städtischen Kindergarten Fürstenfeld und in einer zweiten Klasse der Altdorfer Grundschule. Während sie sich in der Grundschule von den Schüler*innen vorlesen lässt und so die Lesekompetenz fördert, liest sie im Kindergarten den Kleinen vor. „Es macht mir unheimlich viel Spaß und ich freue mich jedes Mal auf die Termine“, so die Lesepatin. Mit festen Ritualen und einem Kamishibai vermittelt Ursula Challier den Spaß am Lesen. Ein Kamishibai besteht aus einem transportablen Holzrahmen mit Klapptüren, in den Bildtafeln eingeschoben werden. Auch Edeltraud Breig, Ruth Hermanns-Segmüller und Andrea Frey-Melder setzen beim regelmäßigen Vorlesen „auf dem fliegenden Teppich“ in der Stadtbücherei das Kamishibai ein. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie hochkonzentriert und aufmerksam die Kinder sind – es macht einfach sehr viel Spaß“, berichtet Edeltraud Breig, früher selbst Erzieherin und Kita-Leiterin.

Sabine Wagner und Mechthild Buchmann unterstützen ebenfalls Grundschulkinder und lassen sich in der Ettenheimer Grundschule regelmäßig vorlesen. „Das klappt ganz gut und macht sehr viel Spaß“. Beide berichten übereinstimmend, dass sie bei den Schüler*innen gern gesehene Gäste seien. Sie müssten nicht streng sein wie die Lehrer*innen und bei ihnen gebe es keinen Leistungsdruck. Einzige Voraussetzung für das Ehrenamt sei, dass man Kinder möge und gerne lese.

Wer Lust bekommen hat, sich in einer Kita oder Schule zu engagieren, kann sich bei der Stadtverwaltung melden und wird dann an die Einrichtungen vermittelt (Tel. 07822 432 102, heike.schillinger@ettenheim.de). Diese besprechen dann die Details mit den Ehrenamtlichen. Gesucht werden auch Ehrenamtliche die gezielt einzelne Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen. Die Stadt fördert das Projekt mit kostenlosen Schulungen bei der Lesewelt Ortenau e.V. und Jahresleseausweisen für die Stadtbücherei.


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