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RegioTrends

Ortenaukreis - Offenburg

11. Sep 2025 - 21:05 Uhr

Mehr Grün und mehr Schatten in Offenburg - Mit 31 Maßnahmen aus dem integrierten Klimaanpassungskonzept besser leben in der Stadt

Mehr Grün und mehr Schatten in Offenburg.
Alexandra Dreyer (links) freut sich, dass die sechs Trinkstelen gut angenommen werden.
Drei Ahorn und zwei Zierapfel wurden im Frühjahr 2024 in der Ritterstraße gepflanzt, freut sich Vera Dreher (rechts).

Foto: Stadt Offenburg - Sester/Walz
Mehr Grün und mehr Schatten in Offenburg.
Alexandra Dreyer (links) freut sich, dass die sechs Trinkstelen gut angenommen werden.
Drei Ahorn und zwei Zierapfel wurden im Frühjahr 2024 in der Ritterstraße gepflanzt, freut sich Vera Dreher (rechts).

Foto: Stadt Offenburg - Sester/Walz

Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Extremwetterphänomene wie Trockenheit, Hitze oder Starkregen nehmen zu – auch in Offenburg. Um erfolgreich gegen die Klimakrise vorzugehen, braucht es neben Maßnahmen für den Klimaschutz auch solche für die Klimaanpassung. Für die Koordination der Maßnahmen aus dem integrierten Klimaanpassungskonzept ist seit März dieses Jahres Klimaanpassungsmanagerin Alexandra Dreyer zuständig.

„Das integrierte Klimaanpassungskonzept beinhaltet unter anderem die Analyse der Auswirkungen vor allem von Hitze- und Starkregenereignissen im Stadtgebiet sowie einen Katalog mit 31 priorisierten Maßnahmen“, informiert Klimaanpassungsmanagerin Alexandra Dreyer von der Abteilung Stadtentwicklung. Zu den 2024 vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen zählen unter anderem die Erarbeitung eines Notfallplans Hitze, ein Coole-Orte-Konzept oder eine Beratungs- und Imagekampagne für lokale Unternehmen mit Gewerbeflächenentsiegelung und -begrünung. Der große Teil der konkreten Planung und Umsetzung von Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen erfolgt über die Stadt- und Freiraumplanung sowie im Hoch- und Tiefbau. Entsprechend besteht die Hauptaufgabe der 30-jährigen Klimaexpertin in der Koordination der Maßnahmenumsetzung sowie der Initiierung von Maßnahmen vor allem mit externen Partnern. Verantwortlich ist sie auch für die Information und Sensibilisierung der Bürger*innen und ist damit erste Ansprechpartnerin rund um das Thema „Klimaanpassung“ in der Stadtverwaltung. „Einmal im Jahr präsentieren wir den städtischen Gremien den aktuellen Stand unserer Arbeit“, so Dreyer.

Was ist der Unterschied zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung und warum bedarf es Maßnahmen aus beiden Bereichen, um dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen, wird die Fachfrau immer wieder gefragt. Ihre Antwort: „Mit Maßnahmen des Klimaschutzes werden die Ursachen des Klimawandels über die Reduzierung der Treibhausgase bekämpft, während Klimaanpassung den Umgang mit den bereits unvermeidlichen Folgen des Klimawandels zur Schadensbegrenzung zum Ziel hat; wir also für Ereignisse, wie Hitzewellen und Starkregen besser gerüstet sind.“

Dem integrierten Klimaanpassungskonzept vorangegangen war eine Stadtklimaanalyse mit dem Ergebnis, dass vor allem die Kernstadt, die großen Gewerbegebiete, aber auch viele Ortsteile von sommerlicher Überhitzung, sogenannten Hitze-Hotspots, betroffen sind. Die östlichen Stadt- und Ortsteile hingegen sind gut von der Kaltluft versorgt, die nachts aus dem Schwarzwald und von den offenen Landschaftsräumen der Umgebung in die Siedlungsbereiche strömt, wie im bereits 2023 veröffentlichten Rahmenplan Stadtklimawandel mit dem Schwerpunkt Hitze nachzulesen ist. Dieser bildet mit den Konzeptplänen für die Bereiche der Stadtplanung, des Hochbaus, der Planung von Grün- und Freiflächen sowie für den Straßen- und Tiefbau einen zentralen Baustein für die weiteren Umsetzungsprojekte. Mit dem integrierten Klimaanpassungskonzept wurde erstmals auch das Thema Starkregen betrachtet. Da auch diese Ereignisse zunehmen, baut die Stadt nun gemeinsam mit externen Partnern ein Starkregenrisikomanagement auf.

„Bei allen Maßnahmen gibt es in der Umsetzung vielfältige Nutzungsinteressen mit widerstreitenden Zielkonflikten, die es gemeinsam aufzulösen gilt. Darunter fällt bei Baumpflanzungen beispielsweise die Nutzungskonkurrenz im Straßenbereich, wo unter anderem verlaufende Leitungen und Verkehrssicherheit insbesondere für Fuß- und Radverkehr zu berücksichtigen sind“, erklärt Stadtplanerin Vera Dreher.

„Während benachbarte Städte gerade ihre Klimaanpassungsstrategien verabschiedet haben, sind wir bereits einen Schritt weiter in der Umsetzung“, verweist Daniel Ebneth, Fachbereichsleiter für Stadtplanung und Baurecht, auf die Baumpflanzungen in der Ritterstraße im Frühjahr 2024 sowie die anstehenden Baumpflanzungen am Stadtbuckel, auf dem Marktplatz und in der Werderstraße.

www.offenburg-klimaschutz.de/klimawandel

(Presseinfo: Stadt Offenburg, 11.09.2025)

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