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Ortenaukreis - Offenburg

1. Dec 2025 - 18:43 Uhr

Bis 11. Januar 2026: Zauberhafte Krippen in Offenburg - Studioausstellung zum Abschluss des Jubiläumsjahres im Museum im Ritterhaus

Bis 11. Januar 2026: Zauberhafte Krippen in Offenburg.
Die Herbergssuche mit neapolitanischen Figuren aus dem Besitz des ehemaligen Sonnenwirts Karl Otto Schimpf.

Foto: Stadt Offenburg - Valerie Schoenenberg
Bis 11. Januar 2026: Zauberhafte Krippen in Offenburg.
Die Herbergssuche mit neapolitanischen Figuren aus dem Besitz des ehemaligen Sonnenwirts Karl Otto Schimpf.

Foto: Stadt Offenburg - Valerie Schoenenberg

Die Studioausstellung im Museum im Ritterhaus ist vom ersten Advent an bis zum 11.01.2026 freitags von 13- 17 Uhr sowie an den Sams- und Sonntagen von 10 bis 17 Uhr oder auf Anfrage geöffnet.

Im Juni dieses Jahres feierte das Museum im Ritterhaus ein kleines Jubiläum: vor 125 Jahren wurde das städtische „Museum für Natur- und Völkerkunde“ eröffnet. Im Advent beleuchten zwei barocke Krippen die Geschichte der städtischen Museumssammlung.

Im laufenden Museumsjahr begleiteten bereits mehrere Führungen zur Sammlungsgeschichte das Programm. Zum Abschluss hat das Museumsteam nun ein besonderes Schmankerl inszeniert: die Gegenüberstellung zweier Krippen, die auf ganz besondere Weise mit Offenburg und der städtischen Sammlung verbunden sind. Es handelt sich um die sogenannte Museumskrippe und um eine neapolitanische Krippe aus dem Besitz des ehemaligen Sonnenwirts Karl Otto Schimpf (1891-1974). Letztere konnte vor wenigen Jahren in die städtische Sammlung übernommen werden.

Die sogenannte Museumskrippe, auch „Henco‘sche Krippe“ genannt, war 1906 von dem Kaufmann Jacob Schley dem noch jungen Museum geschenkt worden. Später wurde sie mit der Krippe von Anna Weißbrodt vereint und beinhaltete nun über 180 Krippenfiguren aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Der Museumsgründer Carl Frowin Mayer (1827-1919) beauftragte 1911 den in München studierenden Karl Otto Schimpf damit, eine Expertise zu den barocken Figuren bei dem Krippenexperten Max Schmederer einzuholen. Tief beeindruckt von seinen Krippen und jenen der Bayrischen Staatssammlung wandelte sich Schimpf zum Krippenenthusiasten, der mit seiner Akribie und Inszenierungsfreude Vorbild für Generationen von Krippenbauern wurde. Auch Schimpf erwarb barocke, neapolitanische Krippenfiguren.

Die Studio-Ausstellung im Museum im Ritterhaus zeigt als bisher nie präsentierte Gegenüberstellung die sogenannte Herbergskrippe von Karl Otto Schimpf sowie mittels einiger Figuren aus der sogenannten Museumskrippe die Geburtsszene. Den Rahmen dafür bietet Schneekrippe von Karl Otto Schimpf. Die Figuren beider Krippen, sind zwar technisch gesehen in ähnlicher Weise gefertigt, aber von unterschiedlicher Qualität. Sie treten so in einen spannenden Dialog miteinander.

In separaten Vitrinen werden der Aufbau der neapolitanischen Krippenfiguren sowie ihre kostbaren Kleider und Ausschmückungen erkennbar. Die Figuren haben Köpfe und Gliedmaßen aus festen Materialien wie Ton oder Holz. Dank der weichen Körper aus Stroh erlangen sie allerdings eine gewisse Biegsamkeit, was eine sehr lebendige Inszenierung ermöglicht. Nicht zuletzt sehen die Besucher*innen wie der Zahn der Zeit an den Figuren nagt und welche Notwendigkeit deshalb Restaurierungsmaßnahmen haben.

Die Studioausstellung im Museum im Ritterhaus ist vom ersten Advent an bis zum 11.01.2026 freitags von 13- 17 Uhr sowie an den Sams- und Sonntagen von 10 bis 17 Uhr oder auf Anfrage geöffnet.

(Presseinfo: Stadt Offenburg, 01.12.2025)

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