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RegioTrends

Stadtkreis Freiburg - Freiburg

15. Jan 2026 - 16:47 Uhr

Rettungszentrum an der Eschholzstraße in Freiburg: Richtfest für Gebäudeteil H gefeiert - 400 Ehrenamtlichen aus Stadt und Regio werden künftig optimale Bedingungen geboten - Letzter Teil des 35-Millionen-Projektes geht auf Zielgerade


Drei Prozent Zuschuss vom Land - Fertigstellung im zweiten Quartal 2027


Seit Frühjahr 2023 baut die Stadt Freiburg das neue Rettungszentrum neben der Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße in zwei Bauabschnitten. Am heutigen Donnerstag nun wurde das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt, Gebäude H gefeiert – es ist der letzte Meilenstein vor der Fertigstellung im zweiten Quartal 2027.

Zu diesem Anlass fanden sich neben Oberbürgermeister Martin Horn, Baubürgermeister Martin Haag und dem Feuerwehrdezernent Stefan Breiter viele Gäste ein, darunter Regierungspräsident Carsten Gabbert, MdL Daniela Evers, rund ein Dutzend Gemeinderätinnen und -räte, DRK-Vorstand Jochen Hilpert, die Bergwacht-Vorsitzende Therese Oettl, der DLRG-Vorsitzende Thomas Hotz, Vertreter des Architekturbüros Planungxgruppe Stuttgart und weiterer Planungsbüros, der beteiligten Baufirmen und vieler städtischer Ämter und Dienststellen. Die Mannschaften der beteiligten Hilfsorganisationen (DRK, Malteser, Bergwacht, DLRG, Tauchergruppe Pinguine) und der Freiwilligen Feuerwehr waren ebenfalls zahlreich vor Ort.

Veranstaltet wurde der Termin vom Immobilienmanagement (IMF, Leiter Ulrich Becht, Projektleiter Thomas Müller, Johannes Kopf und Erik Kessler), dessen Team zusammen mit dem ABK (Projektverantwortlicher: Carl-Friedrich Koch) auch die Verantwortung für das gesamte Bauprojekt trägt.

In seiner Begrüßung betonte OB Martin Horn die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes und die sicherheitsrelevante Bedeutung des Rettungszentrums für Freiburg und die gesamte Region. Im dreigeschossigen Riegel hinter der Hauptfeuerwache werden künftig 400 Ehrenamtliche optimale Bedingungen vorfinden. Dazu Horn: „Ob beim Großbrand in Hochdorf oder der Evakuierung des St. Josefskrankenhauses nach einem Bombenfund oder bei den vielen anderen Einsätzen – immer wieder zeigen die ehrenamtlichen Retter, wie wichtig ihr Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Freiburg ist. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient Dank, Respekt und Anerkennung. Aber es braucht dafür auch eine professionelle, zeitgemäße Infrastruktur. Das neue Rettungszentrum wird das gemeinsame Zuhause für hunderte Ehrenamtliche. Ich bin deshalb froh, dass wir jetzt das Richtfest für dieses Leuchtturmprojekt feiern und auf die Zielgerade einbiegen.“

Baubürgermeister Martin Haag hob die baulichen, technischen und funktionalen Aspekte von Bauteil H (Multifunktionsgebäude) hervor. Zuvor bekannte er aber: „Besonders stolz sind wir natürlich darauf, dass wir mal wieder bei einem Großprojekt, das uns jahrelang beschäftigt hat und so viele Unwägbarkeiten birgt, gut im Kostenplan liegen. Das ist gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht selbstverständlich. Dafür gebührt allen Beteiligten, von den Architekten und Planern über die Bauunternehmen und Handwerker bis zum federführenden IMF, ein Extra-Lob.“

Haag erinnerte daran, dass die Rohbauarbeiten für Abschnitt H vor weniger als einem Jahr, im Frühjahr 2025, begonnen hatten. Die Fertigstellung ist nunmehr für Anfang 2027, die Inbetriebnahme für das zweiten Quartal 2027 geplant. Gegenüber der ersten Planung ist das eine leichte Verschiebung um ca. acht Wochen.

Auch bei diesem Dreigeschosser mit Zwischengeschoss und Technikzentrale auf dem Dach setzt das IMF die städtischen Energiestandards um. Erreicht wird das unter anderem durch den Einsatz von Passivhaus-Komponenten, Gründächern und Photovoltaik. „Wie bei den anderen Großprojekten, die wir in jüngster Zeit gestemmt haben, vom Staudinger bis zur Anne-Frank-Schule, gelten wieder unsere bewährten Ziele: Das Gebäude soll energie-effizient, nachhaltig und zukunftsfähig sein“, so Haag.

Erreicht werden diese Ziele durch ein ausgeklügeltes Raumprogramm. Im Erdgeschoss von Bauteil H sind die Fahrzeughalle, eine Übungshalle und die Umkleideräume. Darüber befinden sich Ausbildungs-, Büro-, Besprechungs-, Sozial- und Lagerräume, außerdem Lehrsäle und ein Speisesaal mit Küche. Ebenfalls gesorgt ist für einen großen Ausgleichs- und Bewegungsraum mit Fitnessbereich – sowie für Umkleiden und Sanitärbereiche, die die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen und der Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr nutzen werden. Die Schulungs- und Sporträume werden tagsüber von der Berufsfeuerwehr und dem städtischen Haupt- und Personalamt genutzt; abends „gehören“ sie den Hilfsorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehr. Damit besitzt das nun entstehende Multifunktionsgebäude gleich einen dreifachen Mehrwert: Es dient der Fortbildung vieler Ehrenamtlicher, der Qualifizierung vieler Fachkräfte und der Gesundheitsförderung für Mitarbeitende der Stadt.

Bürgermeister Stefan Breiter, der neben der Feuerwehr unter anderem auch für die städtischen Finanzen zuständig ist, sagte: „Im Dezember 2021 hat der Gemeinderat den Bau und dafür einen Kostenrahmen von 35 Millionen Euro beschlossen (Drucksache G-21/104). Dass wir jetzt, über vier Jahre später, diesen Rahmen halten können, finde ich aller Ehren wert. Etwas enttäuscht bin ich vom Land Baden-Württemberg, das dieses für Stadt und Region so wichtige Projekt nur mit 963.500 Euro zu fördern bereit ist (655.000 Euro für Bauteil E und voraussichtlich 308.500 Euro für Halle H). Das sind knapp drei Prozent der Gesamtkosten. Immerhin – wir als Stadt legen hier ein klares Bekenntnis zur Investition in Sicherheit und Daseinsvorsorge ab.“

Breiter erinnerte daran, wie etwa am 9. April 2025, nach dem Bombenfund in der Albertstraße, zahlreiche Einheiten von Hilfsorganisationen aus ganz Südbaden, bei der Evakuierung des St.-Josefskrankenhauses im Einsatz waren: „Das hat uns wieder verdeutlicht, wie wichtig eine zentrale Infrastruktur, eine zentrale Koordination, Versorgung und Ausbildung sind.“ Auch Breiter würdigte die enge Zusammenarbeit von Stadt, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Verwaltung, die nun an der Eschholzstraße erneut in Stein gegossen werde.

(Presseinfo: Stadt Freiburg, 15.01.2026)

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