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Kreis Lörrach - Lörrach

13. Mai 2026 - 14:25 Uhr

Stadt Lörrach: Tigermückensaison beginnt - Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

Stadt Lörrach: Tigermückensaison beginnt.

Foto: Stadt Lörrach - Icybac
Stadt Lörrach: Tigermückensaison beginnt.

Foto: Stadt Lörrach - Icybac

Bedingt durch den Klimawandel hat sich die Asiatische Tigermücke im Lörracher Stadtgebiet angesiedelt. Da die Mücke potenziell Viren übertragen kann, die Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunya-Fieber auslösen können, gehört die Eindämmung der Ausbreitung der Art zum Bevölkerungsschutz. Die Stadt Lörrach bittet zum Start in die warme Jahreszeit die Bevölkerung um Mithilfe: Sie rät zu einfachen Maßnahmen und stellt Hilfsmittel zur Verfügung.

Mit den klimatischen Bedingungen in Südbaden hat sich seit 2017 die ursprünglich tropische Asiatische Tigermücke in Lörrach angesiedelt. Zwar ist eine Verbreitung von Krankheiten durch die Asiatische Tigermücke unwahrscheinlich, weil sie dazu zuerst eine infizierte Person stechen und so den Erreger aufnehmen müsste. Aber um das Gefahrenpotenzial zu minimieren, möchte die Stadt Lörrach gemeinsam mit der Bürgerschaft den Bestand so gering wie möglich halten. Das gelingt am besten schon bevor die Mückenlarven zwischen Mai und September flügge werden und sich wiederum exponentiell vermehren können. Die Bevölkerung ist deshalb zur Umsetzung einiger einfacher Maßnahmen aufgerufen.

Als Brutstätte nutzt die Tigermücke kleinste Wasseransammlungen in natürlichen und künstlichen Behältern. Diese reichen von Regentonnen, Blumenvasen und Blumentopfuntersetzer über Vogeltränken und verstopfte Dachrinnen. Diese gilt es trocken zu halten.

Jeder Blumentopf hilft: Bevölkerung um Mithilfe gebeten
Als am effektivsten hat sich die gezielte Bekämpfung vor Ort erwiesen. Bürgerinnen und Bürger können mithelfen, die aggressiven Stechmücken in Schach zu halten: Um mögliche Brutstätten zu vermeiden, sollten unnötige Wasserbehältnisse entfernt, Regentonnen entweder dicht abgedeckt oder einmal pro Woche restlos geleert werden. Ungenutzte Behälter wie zum Beispiel Gießkannen sollten auf dem Kopf gestellt werden, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann. Alternativ können Brutgewässer wöchentlich mit speziellen Tabletten behandelt werden, die gezielt Stechmückenlarven abtöten. Diese Tabletten sind weder für Menschen noch Pflanzen oder andere Tierarten schädlich. Die Bti-Tabletten sind in Baumärkten sowie – solange der Vorrat reicht – an der Infothek im Rathaus erhältlich.

Für Rat und Hilfe zum Thema Tigermücke steht die Stadt Lörrach, zur Verfügung. Unter der E-Mailadresse ordnung@loerrach.de können Fotos von Exemplaren zur Bestimmung eingereicht werden, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine Asiatische Tigermücke handelt. Zudem können Tipps zur Prävention im eigenen Garten oder Balkon angefragt sowie Hinweise auf unbemerkte längerfristige Wasseransammlungen auf dem Stadtgebiet gemeldet werden. Zusätzlich gibt die Webseite der Stadt Lörrach unter www.loerrach.de/tigermuecke Auskunft.

Wie erkennt man die Tigermücke?:
Die Tigermücke hat eine auffällige schwarz-silberweiße Färbung. Sie ist 0,5 bis 1 Zentimeter groß, also kleiner als ein Centstück. Anhand ihrer sehr kleinen Größe und ihrer kontrastreichen Zeichnung lässt sie sich gut von der einheimischen Ringelschnake unterscheiden – diese ist braun gestreift. Während übrige Mücken vor allem in der Dämmerung oder nachts stechen, ist die Tigermücke auch tagsüber sehr aggressiv.

Präventionsmaßnahmen der Verwaltung:
Zur Unterstützung plant die Verwaltung die Firma Icybac zu beauftragen, vor Ort einzuschreiten: Voraussichtlich Anfang Juni werden Eiablagefallen aufgebaut, die regelmäßig auf Befall geprüft werden. Zusätzlich zum Monitoring startet Anfang Juni die Haus-zu-Haus-Prävention. Mitarbeitende werden in Gebieten, in denen vorherige Funde bekannt sind, Haushalte direkt ansprechen, aufklären und Bti-Tabletten sowie Regentonnennetze verteilen. Im August ist eine zweite Vor-Ort-Bekämpfung mit Hausbesuchen geplant. Dann werden die Gebiete mit mehr Tigermückenfunden beziehungsweise Brutstätten priorisiert.

Für die Hausbesuche müssen sich die Icybac-Mitarbeitende ausweisen.

Zu Fuß-Bekämpfung die effektivste Lösung:
Bei einem massiven Befall, wie teils schon am Mittelrhein, wird eine Verteilung des Mittels per Befliegung mit dem Hubschrauber nötig. Da diese wesentlich teurer und weniger zielgerichtet ausfällt als die vorzeitige Bekämpfung „zu Fuß“, bittet die Stadt Lörrach die Bevölkerung um Mithilfe und dankt allen Teilnehmenden für ihre Unterstützung.

Zuständigkeiten von Stadt und Landratsamt:
Das Infektionsschutzgesetz sieht die Zuständigkeit bei den jeweiligen Gemeinden mit dem Ordnungsamt und der Ortspolizeibehörde. Jede Gemeinde ist nur für ihre eigene Gemarkung zuständig. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Lörrach kann im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit oder mit einem Monitoring auf Landkreisebene tätig werden. Ebenso steht das Gesundheitsamt als Ansprechpartner den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

(Presseinfo: Stadt Lörrach, 13.05.2026)

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