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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

8. Sep 2022 - 12:43 Uhr

Ab 9. September: Augustinermuseum Freiburg präsentiert Gemäldeausstellung „Faszination Italien“ im sanierten Dachgeschoss - Neueröffnung nach fast vier Jahren Umbau

Ab 9. September: Augustinermuseum Freiburg präsentiert Gemäldeausstellung „Faszination Italien“ im sanierten Dachgeschoss.
Ausstellungsansicht, Augustinermuseum - Städtische Museen Freiburg.

Foto: Stadt Freiburg - Patrick Seeger
Ab 9. September: Augustinermuseum Freiburg präsentiert Gemäldeausstellung „Faszination Italien“ im sanierten Dachgeschoss.
Ausstellungsansicht, Augustinermuseum - Städtische Museen Freiburg.

Foto: Stadt Freiburg - Patrick Seeger
La dolce Vita: Italien ist berühmt für sein besonderes Lebensgefühl. Nach zwei Jahren Bauzeit, in denen das städtische Gebäudemanagement (GMF) den Dachstuhl des Kirchenschiffs saniert und die dazugehörige Technikzentrale instandgesetzt hat, präsentiert das Augustinermuseum ab dem morgigen Freitag, 9. September, die Ausstellung „Faszination Italien“ in der wieder eröffneten Gemäldegalerie.

Sonnige, mediterrane Landschaften, kräftige Farben und ein ganz anderer Lebensstil als in Deutschland – die Kunstschaffenden des 19. Jahrhunderts waren fasziniert und inspiriert vom „Land, in dem die Zitronen blühen“. Gerne nutzten sie es als Inspirationsquelle für ihre oftmals idealisierten Werke. Die Ausstellung zeigt 34 Gemälde von Künstlern wie Franz Xaver Winterhalter, Anselm Feuerbach, Emil Lugo, Johann Baptist Kirner oder Max Wilhelm Roman. Allesamt folgten sie der Sehnsucht nach Italien, bereisten das Land und hielten es auf unterschiedliche Weise fest. Besuchende sind eingeladen, die Sichtweise der Maler auf das Land zu ergründen.

Die Ausstellung widmet sich der Faszination der Künstler unter drei Schwerpunkten: Alltag, Landschaft und Menschen. Künstler wie Johann Baptist Kirner hatten während ihres Aufenthalts großes Interesse an Traditionen, farbenfrohen Trachten und dem Alltagsleben. Sie waren begeistert von Leichtigkeit und Lebendigkeit der italienischen Bevölkerung. Ausflüge führten sie in die Umgebung Roms, die Sabiner Berge oder an die Küste Neapels. Sie skizzierten flirrende Hitze, knorrige Olivenbäume, von Pinien gesäumte Wege oder auch wilde und raue Küstenlandschaft bei schlechtem Wetter. Es entstanden zahlreiche Zeichnungen, die, wie etwa bei Bernhard und Ernst Fries, erst im Atelier in Deutschland zu Landschaftsgemälden fertig gestellt wurden. Eine Faszination übten auch die Menschen aus, die den Sehnsuchtsort Italien bevölkerten. Es entstanden zahlreiche Porträts, für welche die Künstler auch italienische Modelle engagierten.

Präsentiert wird die neue Gemäldeausstellung im Dachgeschoss des Augustinermuseums, das für Besuchende fast vier Jahre lang nicht zugänglich war. Im Zuge des Bauunterhalts hatte das GMF Ende 2018 akuten Sanierungsbedarf im historischen Dachstuhl festgestellt. Der weiße Porenschwamm hatte etliche Balkenköpfe befallen und teilweise zerstört. Erst nach umfangreichen Sondierungen durch einen Holzfachexperten konnte ein eigens dafür aufgestelltes Planungsteam mit Mitgliedern aus den Bereichen Architektur, Haustechnikplanung und Bauphysik einen Sanierungsplan erstellen und die erforderlichen Arbeiten öffentlich ausschreiben.

Diese wurden größtenteils an ortsansässige Firmen vergeben. Sämtliche Arbeiten wurden bei laufendem Museumsbetrieb durchgeführt. Um Lüftung und Feuchtigkeitsregulierung für das Museumsklima sicher zu stellen, wurde im Nordteil des Dachgeschosses eine provisorische Technikzentrale mit Heizung eingerichtet. Von September 2020 bis Januar 2022 musste für statische Maßnahmen zur Balkensanierung zusätzlich die Empore Süd geschlossen bleiben, und von Juni bis Oktober 2021 wurde die Empore Nord renoviert.

Auch die beengten Räumlichkeiten der komplexen Technikzentrale wurden neu strukturiert. Der Bodenaufbau ist nun wasserdicht, vielfältige Brandschutzanforderungen wurden baulich und technisch umgesetzt und Technikkomponenten ausgetauscht oder modernisiert. Mit der Wiedereröffnung des Dachgeschosses kehrt die Gemäldegalerie, eine Erweiterung der Dauerausstellung mit ganz besonderem Flair, endlich zurück.

Das Augustinermuseum am Augustinerplatz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises und mit Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei.


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