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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

23. Nov 2022 - 11:21 Uhr

Wandel vom Müllberg zum Energiehügel – An der Freiburger Deponie Eichelbuck soll zukünftig grüner Wasserstoff produziert werden - Projekt wurde vom Innovationsfonds der Badenova mit dem Klimaheldenpreis 2022 ausgezeichnet

An der Deponie Eichelbuck soll zukünftig grüner Wasserstoff produziert werden

Das Projekt wurde heute vom Innovationsfonds der Badenova mit dem Klimaheldenpreis 2022 ausgezeichnet. Außerdem überreichte Heinz-Werner Hölscher des Förderungsbetrag von 150.000 Euro in Form eines symbolischen Schecks.

Von links: Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, ASF-Geschäftsführer Michael Broglin, BAdenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
An der Deponie Eichelbuck soll zukünftig grüner Wasserstoff produziert werden

Das Projekt wurde heute vom Innovationsfonds der Badenova mit dem Klimaheldenpreis 2022 ausgezeichnet. Außerdem überreichte Heinz-Werner Hölscher des Förderungsbetrag von 150.000 Euro in Form eines symbolischen Schecks.

Von links: Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, ASF-Geschäftsführer Michael Broglin, BAdenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Nach dem neuesten Beschluss des Freiburger Gemeinderates soll die Stadt bis 2035 klimaneutral sein. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die Anstrengungen, dies zu erreichen, deutlich verstärkt werden müssen. Ein Baustein wird es sein, den Fuhrpark der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) bis 2035 auf einen klimaneutrale Alternativantriebe umzustellen. Dafür soll der Müllberg Eichelbuck im Norden der Stadt zum Energiehügel werden.

Der Anfang ist längst gemacht. So wird nicht nur Biogas erzeugt, Solarmodule produzieren auch schon rund drei Megawatt Strom. In einem weiteren Schritt soll auf dem Eichelbuck nun grüner Wasserstoff erzeugt werden. Zusätzliche, bifaziale (beidseitig nutzbare) Solarmodule sollen den Ertrag auf bis zu fünf Megawatt erhöhen und damit die Energie für einen Elektolyseur zur Wasserstoffgewinnung liefern. Die Machbarkeitsstudie für die Anlage wird durch den Innovationsfonds des Energieversorgers Badenova gefördert.

Die Umstellung des Fuhrparks der ASF ist in vollem Gange. Bereits 2017 wurde die erste Elektrokehrmaschine in Betrieb genommen und inzwischen sind 41 Prozent des Fuhrparks auf Elektroantrieb umgestellt. Herausforderung bei der Umstellung ist es allerdings, die Schwerlastfahrzeuge mit sinnvollen Alternativantrieben auszustatten. Die Fahrzeuge verfügen über zusätzliche Anbauten, die den Energieverbrauch erheblich erhöhen.
Elektrische Antriebe stoßen hier schnell an ihre Grenzen.
Die Lösung heißt Wasserstoff. Der allerdings macht nur Sinn, wenn er klimafreundlich produziert wird.

Die ASF hat bereits erste Erfahrungen mit zwei Pilotfahrzeugen gesammelt. Ein drittes Fahrzeug wurde vor Kurzem in Betrieb genommen. Bis 2023 folgen mit Hilfe von Bundeszuschüssen 13 weitere. Aufgrund der fehlenden Wasserstofftankstellen hat sich die ASF entschlossen, den benötigten Wasserstoff selbst zu produzieren.

„Grüner Wasserstoff wird ein zentraler Baustein der Energiewende sein“, ist Freiburgs Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit überzeugt. Eine ambitionierte Aufgabe wird es sein, ihn hier lokal zu produzieren“, ergänzte sie. „Von der Studie soll nicht nur Freiburg profitieren. Sie soll Leuchtturm und Motivation für andere Kommunen sein“, so die Umweltbürgermeisterin.

„Die geplante Konzeptstudie soll zukünftige Fehlinvestitionen verhindern helfen und ist für uns deshalb ein Grund, sie mit 150.000 Euro aus unserem Innovationsfonds zu fördern.
Damit können rund 45 Prozent der in Auftrag gegebenen Studie des Fraunhofer-Instituts ISE finanziert werden“, erklärte Badenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher.
Die ASF sei bei der Umstellung auf die Wasserstofftechnologie ein wahrer Vorreiter und es gelte jetzt, möglichst viel Wasserstoff lokal und klimaneutral zu produzieren.

„Für unsere Müllabfuhrfahrzeuge ist Wasserstoff der ideale Treibstoff“. erläuterte ASF-Geschäftsführer Michael Broglin. „Das haben wir nun fast zwei Jahre erfolgreich getestet. Wir werden also auch zukünftig bei unseren Müllkraftwagen auf diese Technologie setzen“, so der ASF-Chef. Die Mitarbeiter seien begeistert und durch den leiseren Antrieb und die Emissionsfreiheit auch gesundheitlich weniger belastet.
Bis zum Jahr 2026 soll der Fuhrpark komplett auf die neue Technologie umgestellt sein.

Die geplante, rund 6,5 Millionen teure Anlage soll rund 120 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Das ist genügend, um konstant 50 Fahrzeuge klimaneutral zu betreiben.
Gefördert wird der Bau des Elektrolyseurs durch Bundesmittel und den Klimaschutzfonds der Stadt. Die entstehende Abwärme der Anlage kann von der ASF übrigens ebenfalls vor Ort genutzt werden. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant.

Die ASF sammelt jährlich rund 10 Millionen Tonnen Müll ein. Der Fuhrpark des Unternehmens umfasst rund 120 Fahrzeuge. Bis 2026 soll der Schwerlast-Fuhrpark komplett umgestellt sein. Lediglich die Fahrzeuge, die gewerbsmäßig im Umland unterwegs sind, werden aufgrund erhöhter Anforderungen, erst zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls auf Wasserstoff umgestellt.

„Mit Fertigstellung der Anlage wird die Umwandlung des ehemaligen Müllbergs zum Energiehügel dann fertiggestellt sein“, so Michael Broglin.

Das Projekt wurde heute vom Innovationsfonds der Badenova mit dem Klimaheldenpreis 2022 ausgezeichnet. Außerdem überreichte Heiz-Werner Hölscher des Förderungsbetrag von 150.000 Euro in Form eines symbolischen Schecks.


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