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Kreis Emmendingen - Vörstetten

1. Oct 2025 - 23:56 Uhr

Vollbesetzte Heinz-Ritter-Halle bei der Kandidatenvorstellung in Vörstetten – Die vier Bürgermeister-Anwärter stellten sich rund 500 Besuchern für die Wahl am 12. Oktober vor

Kandidatenvorstellung in Vörstetten 

Die vier Kandidaten. Von links: Adrian Geigenbauer, Morten Dernedde, Marco Capobianco, Kevin Schüller.

Foto: Jens Glade / Internetzeitung REGIOTRENDS
Kandidatenvorstellung in Vörstetten

Die vier Kandidaten. Von links: Adrian Geigenbauer, Morten Dernedde, Marco Capobianco, Kevin Schüller.

Foto: Jens Glade / Internetzeitung REGIOTRENDS
Am heutigen Mittwochabend stellten sich die vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Vörstetten den Wählern in der vollbesetzten Heinz-Ritter-Halle vor. Der amtierende Rathauschef Lars Brügner, der nach zwei Amtszeiten selbst nicht mehr antritt, moderierte die zweistündige Veranstaltung. Der noch amtierende Bürgermeister zeigte sich vom großen Zuspruch der Vörstetter hocherfreut. Die vier Kandidaten erhielten jeweils Redezeit, um ihr Programm vorzustellen und danach im Rahmen einer Fragerunde, auf Fragen der Bürger einzugehen.

Die Modalitäten:
Jeder Kandidat erhielt in der Reihefolge des Eingangs ihrer Bewerbung jeweils 12 Minuten Redezeit. Die anderen Kandidaten mussten währenddessen den Saal verlassen. Im Anschluss an die Redebeiträge bestand für die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Kandidaten erhielten jeweils die Möglichkeit, zu antworten. Für die Fragerunde wurde eine Stunde eingeplant.

Die Redebeiträge:
Es kristallisierte sich schnell heraus, das alle vier Kandidaten während des Wahlkampfes den Vörstettern zugehört hatten. Die Themenauswahl aller vier Anwärter war bis auf Nuancen deckungsgleich. Eine zweite Arztpraxis, die Stärkung des Ehrenamts, die Umsetzung der Ganztagesbetreuung für Schüler ab dem Schuljahr 2026/2027 und der fehlende Geldautomat war Thema aller vier Redebeiträge. Unterschiedlich war jedoch die jeweilige geplante Herangehensweise.

Als erster bekam Kevin Schüller (45 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, wohnhaft in Vörstetten) die Gelegenheit, sich und sein Programm vorzustellen. Als er vor sieben Jahren von Freiburg nach Vörstetten zog, sei er sich gar nicht sicher gewesen, ob das der richtige Wohnort sei. Davon habe er sich aber schnell überzeugen lassen, denn die Vörstetter hätten ihn und seine Familie schnell integriert. Und zwar so, dass er jetzt Bürgermeister des Dorfs werden wolle. Schüller stellte seine Kompetenz und Erfahrung in der Verwaltung heraus und stellte in Aussicht, hier die Digitalisierung vorantreiben zu wollen. Dabei soll der persönliche Austausch selbstverständlich weiterhin möglich sein – für alle, die die digitalen Angebote nicht nutzen möchten oder können. Darüber hinaus will er zusätzliche niederschwellige Gesprächsangebote außerhalb des Rathauses einzuführen, um die Nähe zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Bürgermeister noch zu stärken.
Kinder und Jugendliche lägen ihm genauso am Herzen wie die Familien und älteren Mitbürger.
Um die landschaftlichen Vorzüge der Gemeinde herauszuheben, könne er sich einen Erlebnispfad vorstellen. Sein Programm wolle er Schritt für Schritt mit dem Gemeinderat umsetzen. Am Ende seiner Redezeit, die Schüller perfekt einhielt, rief er die Bürger zur Nutzung des Wahlrechts auf und dankte seiner Familie für die Unterstützung seiner Kandidatur.

Marco Capobianco (32 Jahre, Lebensgefährtin, eine gemeinsame Tochter, wohnhaft in Denzlingen) betonte, in Vörstetten aufgewachsen zu sein. Er sei im Fußballverein aktiv und habe dort auch seine Lebensgefährtin kennengelernt. Vörstetten sei seine Heimat und sein Lieblingsplatz.
Im Fall seiner Wahl wolle er für Ordnung sorgen und erst einmal einen Kassensturz machen. Laufende Projekte wolle er offenlegen und mit dem Gemeinderat eine Prioritätenliste erstellen. Der Austausch mit den Bürgern sei ihm wichtig und er wolle für verständliche Finanzberichte sorgen. Neben dem von allen Kandidaten geforderten Geldautomat und der zweiten Arztpraxis könne er sich langfristig die Ansiedlung eines Kinderarztes vorstellen. „Weniger Stein, mehr Grün“, war sein Schlagwort bei der Gestaltung des Neubaugebiets Krummacker. Dort wolle er auch für eine faire und transparente Grundstücksvergabe eintreten. Mit den Gewerbetreibenden wolle er in regelmäßigen Austausch treten und den Jugendlichen wolle er einen Jugendtreff mit WLAN einrichten. Er sehe sich als Brückenbauer zwischen Bürgern, Gemeinderat, Gewerbetreibenden, Vereinen und Verwaltung.

Morten Dernedde (34 Jahre, Lebensgefährtin, wohnhaft in Berlin) betonte seine Heimatverbundenheit. Er sei in Gundelfingen aufgewachsen und käme nach einem Ausflug in die weite Welt wieder zu den Wurzeln zurück. Er verfüge über Führungsstärke und traue sich zu, Entscheidungen zu treffen und zu vertreten.
Die drei Themen Ganztagesbetreuung, Nahversorgung und Verkehrssicherheit sei eine Herzensangelegenheit. Um die Ausbildungsplätze der heimischen Gewerbebetriebe besetzen zu können, sei bezahlbarer Wohnraum notwendig. Dabei brachte er das Modell von Azubi-WGs ins Gespräch.
Themen wie die fehlende zweite Arztpraxis, der fehlende Bankautomat und die fehlende Apotheke seien derzeit im Ort allgegenwärtig. Die Jugendarbeit in der Gemeinde halte er für ausbaufähig, die Kommunikation zwischen Vereinen und Verwaltung ebenfalls. Mit „Auch in einer kleinen Gemeinde kann man groß denken“, zitierte er sein Wahlprogramm.

Adrian Geigenbauer (32 Jahre, Lebensgefährtin, geboren und wohnhaft in Vörstetten) betonte sein ehrenamtliches Engagement im Roten Kreuz und im SPD-Ortsverein. Er zeigte sich überwältigt von der Resonanz auf die Kandidatenvorstellung. Neben den drei gemeinsamen Themen Arztpraxis, Geldautomat und Ganztagesbetreuung blickte er auch als Einziger explizit auf Schupfholz. Er wolle sich dort für einen Zebrastreifen einsetzen und sich für Geschwindigkeitsregulierungen und -kontrollen stark machen.
Wie seine Vorredner halte er einen Jugendtreff für notwendig und mehr ÖPNV-Schnellverbindungen nach Freiburg für wichtig. Geigenbauer wolle sich auch dafür einsetzen, dass die Postfiliale in Vörstetten bleibe. „Die Versorgung darf nicht von einem Auto abhängig sein“, betonte er. Er wolle sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz starkmachen und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben.

Fragerunde:
Wichtigste Maßnahme nach Amtsantritt und deren Finanzierung.

Schüller: Ganztagesbetreuung, Geldautomat, 2. Arztpraxis.
Capobianco: Ganztagesbetreuung, Geldautomat, 2. Arztpraxis.
Dernedde: Jugendbeteiligung
Geigenbauer: Ganztagesbetreuung, Geldautomat, 2. Arztpraxis, Erhalt Postfiliale.

Zusammenarbeit auf Verwaltungsgemeinschafts- und Kreisebene.

Capobianco: will im Kreistag vertreten sein, guter sinnvoller Austausch.
Dernedde: gute Arbeit von Amtsinhaber Brügner weiterführen.
Geigenbauer: gute Arbeit von Amtsinhaber Brügner weiterführen.
Schüller: Weiterhin Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft und im Kreis vertreten.

Frage nach Nähe zu Parteien.

Alle vier Kandidaten betonen ihre unabhängige Kandidatur.
Dernedde: Keine Nähe zu einer Partei. Themen aller demokratischen Parteien im Programm.
Geigenbauer: Nähe zur SPD, deren Mitglied er ist.
Schüller: Parteiprogramme seien im kommunalen Bereich unwichtig. Handeln im Sinne der Bürger.
Capobianco: Fühlt sich der CDU am nächsten.

Ehrenamtliches Engagement.

Geigenbauer: Jugendrotkreuz, DRK, Schöffe am Amtsgericht Emmendingen.
Schüller: Immer dabei, wenn Hilfe benötigt wird. Ohne konkretes Ehrenamt.
Capobianco: 15 Jahre in der freiwilligen Feuerwehr.
Dernedde: Kein konkretes Ehrenamt.

Unterstützung der Vereine

Schüller: Unterstützung bei leeren Kassen neu denken. Sponsoren, Sachleistungen.
Capobianco: Finanzlage berücksichtigen, Einnahmen aus Gewerbesteuer und Neubaugebiet investieren.
Dernedde: Weist darauf hin, dass nur fünf Prozent des Gemeindebudgets für freiwillige Leistungen zur Verfügung stehen. Rechnet mit harten Diskussionen im Gemeinderat.
Geigenbauer: Wll keine weiteren Kürzungen zu Lasten der Vereine. Finanzlage durch Neuansiedlung von Gewerbe und durch Sponsoren verbessern.

Frage nach der Entwicklung der Pflegesituation

Dernedde: Lobt Situation in Vörstetten. Viel ehrenamtliches Engagement.
Geigenbauer: Häusliche Pflege ermöglichen. Hält zusätzliche stationäre Angebote für unnötig.
Schüller: Erreichtes weiterdenken und generationenübergreifende Angebote schaffen.
Capobianco: Weist auf Angebot "Vörstetten miteinander" hin.

Auf die Frage bezüglich Behinderung von Rettungsfahrzeugen durch Falschparker wollen Geigenbauer, Dernedde und Capobianco notfalls mit Strafzetteln durchgreifen, Schüller will die Situation mit schriftlichen Verwarnungen lösen.

Der rückläufigen Bereitschaft, sich im Ehrenamt zu engagieren, wollen alle vier Kandidaten mit Gesprächsbereitschaft und Netzwerken entgegentreten. Capobianco schlägt vor, schon Kinder für das Ehrenamt zu begeistern.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Bürgermeister Brügner für das rege Interesse und bittet noch einmal darum, am 12. Oktober vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.


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