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Gesamte Regio - Bräunlingen

6. Mar 2026 - 18:20 Uhr

Perspektiven der jungen Generation standen bei Landesbauerntag in Bräunlingen im Mittelpunkt - Junge Landwirte diskutieren über Zukunft, Herausforderungen und Perspektiven

Perspektiven der jungen Generation standen bei Landesbauerntag in Bräunlingen im Mittelpunkt.
Jasmin Schwer und Robin Schönegg.

Foto: Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.
Perspektiven der jungen Generation standen bei Landesbauerntag in Bräunlingen im Mittelpunkt.
Jasmin Schwer und Robin Schönegg.

Foto: Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.
Im Rahmen des Landesbauerntags des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes am heutigen Freitag (6. März) in Bräunlingen standen die Perspektiven der jungen Generation im Mittelpunkt. In einer interaktiven Podiumsdiskussion tauschten sich vier junge Landwirtinnen und Landwirte über Chancen, Herausforderungen und Erwartungen an die Landwirtschaft aus – offen, ehrlich und sehr persönlich.

Auf der Bühne diskutierten Landwirtschaftstechnikerin Jasmin Schwer (23) aus dem Schwarzwald, Winzermeisterin Magdalena Kiss (23) aus Ihringen am Kaiserstuhl, Robin Schönegg (23) aus dem oberen Linzgau sowie Landwirt Oskar Ketterer (22) aus dem Elztal über ihre Erfahrungen und Perspektiven im Beruf.

Die Diskussion zeigte: Junge Landwirtinnen und Landwirte stehen heute vor doppelten Herausforderungen. Wirtschaftliche Unsicherheiten durch steigende Kosten und Preisdruck einerseits, wachsende gesellschaftliche Erwartungen an Nachhaltigkeit, Tierwohl und Regionalität andererseits. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Praxisnähe in der jungen Generation ausgeprägt sind. Klar wurde auch: Wer die Landwirtschaft für die Zukunft sichern will, muss jungen Menschen Vertrauen schenken, sie bei Betriebsführung und Weiterbildung unterstützen und ihnen Austauschplattformen bieten, auf denen sie sich vernetzen und ihre Ideen einbringen können.

Abschließend ging es um die Rolle des Bauernverbands: Die jungen Landwirtinnen und Landwirte wünschen sich niedrigschwellige Formate und gezielte Angebote für junge Mitglieder, um sich einzubringen, Netzwerke aufzubauen und die eigene berufliche Entwicklung zu fördern. Trotz aller Herausforderungen zeigten sich die jungen Landwirtinnen und Landwirte stolz auf ihre Arbeit und den Beitrag, den sie für Umwelt, Region und Gesellschaft leisten. Als Botschaft an die ältere Generation formulierten sie: „Hört auf unsere Perspektive, lasst uns Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Wir wollen die Landwirtschaft weitertragen.“

Jasmin Schwer, 23, Landwirtschaftstechnikerin aus dem Schwarzwald:
„Was mich an der Landwirtschaft begeistert, ist das starke Gemeinschaftsgefühl. Gleichzeitig brauchen junge Menschen mehr Möglichkeiten, sich zu vernetzen, weiterzubilden und auch neue Wege zu gehen. Gerade auch für diejenigen, die keinen eigenen Hof zuhause haben.“

Robin Schönegg, 23, aus dem oberen Linzgau:
„Viele junge Landwirte fragen sich, ob ihre Zukunft noch in der Landwirtschaft liegt. Zwischen steigenden Kosten, unsicheren Preisen und wachsendem politischen Druck geht es für uns um eine grundlegende Frage: Können wir mit unserer Arbeit auch künftig unseren Lebensunterhalt sichern und ist das, was wir leisten, gesellschaftlich und politisch überhaupt noch erwünscht?“

Oskar Ketterer, 22, Landwirt aus dem Elztal:
„Wir produzieren hochwertige Lebensmittel direkt vor der Haustür. Die Herausforderung ist, die Verbraucher auch zu erreichen und ihnen zu zeigen, warum regionale Produkte ihren Wert haben.“

Magdalena Kiss, 23, Winzermeisterin aus Ihringen am Kaiserstuhl:
„Die Lage im Weinbau ist angespannt, und dieser Druck ist auch bei uns jungen Betriebsnachfolgerinnen und Betriebsnachfolgern deutlich spürbar. Gleichzeitig gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als jeden Tag mit und in der Natur zu arbeiten und am Ende die Ernte einzufahren und zu sehen, wofür man das ganze Jahr gearbeitet hat. Das zeigt mir jeden Tag aufs Neue: Winzerin zu sein ist für mich der schönste Beruf der Welt.“

Ergänzende Informationen:
Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 waren rund 23 % der Leitungspersonen jünger als 45 Jahre, während 77 % älter waren; darunter befanden sich etwa 12 % über 65 Jahre. Im Vergleich zu 2010 zeigt sich eine klare Verschiebung hin zu älteren Betriebsleitenden: Damals gehörten noch 32 % zur Gruppe der unter 45-Jährigen, während 68 % älter waren.

(Presseinfo: Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V., 06.03.2026)

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Mehr dazu:
Landesbauerntag 2026: Südbadens Landwirtschaft zwischen globalen Krisen und gesellschaftlicher Verantwortung - Zentrale agrarpolitische Fragen wurden in Bräunlingen in den Fokus gerückt

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