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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

13. Mar 2026 - 22:34 Uhr

Frauenfußball-Bundesliga: SC Freiburg gewinnt mit 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg - Mit Doppelpack zum verdienten Heimdreier - Beide Tore erzielte Nicole Ojukwu

Nicole Ojukwu

Foto: Jens Glade / Internetzeitung REGIOTRENDS
Nicole Ojukwu

Foto: Jens Glade / Internetzeitung REGIOTRENDS

Die Frauen des SC Freiburg haben zum Auftakt des 20. Spieltags in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Beide Tore für den Sport-Club erzielte Nicole Ojukwu (44./82., FE).

Drei Wochen hatte die Bundesliga wegen der ersten Länderspielperiode in diesem Jahr zuletzt pausiert. Mit einer Flutlichtpartie am heutigen Freitagabend eröffnete der Sport-Club gegen die Aufsteigerinnen aus Franken im Dreisamstadion den 20. Spieltag. Nach der 2:3-Niederlage im Hinrundenspiel fanden die SC-Frauen gegen den 1. FC Nürnberg diesmal einen besseren Zugriff auf den Gegner und revanchierten sich im Heimspiel erfolgreich – wenn auch mit einem ebenso knappen Sieg.

„Die erste Halbzeit war ausgeglichen, auch wenn wir mehr Ballbesitz hatten. Nürnberg hatte immer wieder seine Momente, weil sie ihr Ding durchziehen“, sagte Edmond Kapllani nach der Begegnung. „Wir haben immer wieder versucht, ins letzte Drittel zu kommen, aber es hat häufig der letzte Pass und die Präzision gefehlt. Trotzdem machen wir dann das Tor, das sehr gut herausgespielt war“, so der SC-Trainer. „Nach dem 2:0 darf eigentlich nichts mehr passieren und wir haben am Ende auch ein bisschen Glück, dass wir den Sieg nach Hause bringen. Trotzdem haben wir verdient gewonnen.“

Im Vergleich zur Niederlage bei Eintracht Frankfurt vor drei Wochen veränderte Edmond Kapllani seine Anfangsformation auf drei Positionen. Verteidigerin Alina Axtmann stand nach ihrer längeren Verletzungspause erstmals in dieser Saison in der Startelf und ersetzte Julia Stierli, die nach einer Gehirnerschütterung im WM-Qualifikationsspiel mit der Schweiz zunächst auf der Bank saß. Nicole Ojukwu, die zuletzt ihr Debüt für die österreichische A-Nationalmannschaft gegeben hatte, begann im zentralen Mittelfeld anstelle von Maj Schneider. Im Angriff spielte Svenja Fölmli diesmal von Beginn an.

Dass im SC-Tor erneut Rebecca Adamczyk stand, hatte auch einen erfreulichen Grund: Gestern wurde bekannt, dass Stammkeeperin Laura Benkarth noch in diesem Jahr erstmals Mutter wird und deshalb bis auf weiteres pausiert. Neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) fehlten bei den SC-Frauen außerdem Tessa Blumenberg (Kniebeschwerden) und Torhüterin Sarah-Lisa Dübel (Aufbautraining).

Gegen die Nürnbergerinnen, die mit einem 5:1-Sieg gegen den FC Carl Zeiss Jena in die Ligapause gegangen waren, startete der Sport-Club diesmal in einer 4-4-2-Formation. In der Abtastphase zu Beginn der Partie kam Fölmli aus der Distanz zu einem ersten Abschluss. Gefährlicher wurde es einig Minuten später auf der Gegenseite, als SC-Torhüterin Adamczyk einen Flachschuss von Emöke Pápai parierte (8.). Die SC-Frauen versuchten, gegen die kompakt agierenden und gut geordneten Gäste Räume zu finden, taten sich dabei aber zunächst schwer.

Nach gut 20 Minuten und mit forciertem Tempo wurden die Freiburger Angriffszüge zwingender. Die nächste Chance besaß nach einem Steckpass Luca Birkholz (27.), deren Schuss Torhüterin Lourdes Romero noch zur Ecke lenkte. Anschließend setzte Fölmli einen weiteren Distanzschuss über das Tor. Die auf Konter lauernden Nürnbergerinnen kamen durch Julia Pollak zu einem weiteren Abschluss, doch Adamczyk parierte den Heber sicher.

Auch einige Ungenauigkeiten im Passspiel und bei den Flanken vor das Nürnberger Tor verhinderten, dass der Sport-Club zu mehr klaren Chancen kam. Vor dem eigenen Tor musste die Mannschaft zudem vor den gefährlichen Nürnberger Standards auf der Hut sein. Ein konsequent ausgespielter Angriff brachte dann aber kurz vor der Pause die Führung für den Sport-Club. Nach einem öffnenden Pass von Selina Vobian auf den Flügel und einer Flanke von Lisa Kolb schoss die am zweiten Pfosten eingelaufene Nicole Ojukwu (44.) aus kurzer Distanz ein. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte lenkte Keeperin Romero außerdem einen Distanzschuss der Österreicherin gerade noch über die Latte.

Auch nach dem Führungstreffer und dem Anpfiff der zweiten Halbzeit sah sich der Sport-Club weiterhin gut organisierten Nürnberger Gegnerinnen gegenüber. Weil auch die Gastgeberinnen aufmerksam und konsequent verteidigten, ließen die nächsten Torchancen auf sich warten. Als Birkholz nach einer Stunde per Seitfallzieher traf, galt das sehenswerte Tor nicht, da die Stürmerin bei der Flanke zuvor knapp im Abseits gestanden hatte.

Mit Leela Egli und Sophie Nachtigall kamen kurz darauf zwei frische Flügelspielerinnen für Vobian und Kolb in die Partie. Weitere Torszenen kreierten beide zunächst aber noch nicht. Stattdessen war es wieder Ojukwu (75.), die mit einem Freistoß aus dem Halbfeld die Nürnberger Torhüterin in Verlegenheit brachte, doch Romero konnte gerade noch klären.

Dies galt allerdings unmittelbar darauf auch für die gerade eingewechselte Greta Stegemann. Nach einem Nürnberger Konter war Nastassja Lein bereits an Adamczyk vorbei und von der Seite Richtung Tor gezogen, doch ihren Schuss wehrte Stegemann gerade noch auf der Torlinie ab. Eine spektakuläre Rettungsaktion, die umso wichtiger war, weil kurz darauf Ojukwu mit ihrem zweiten Treffer vom Elfmeterpunkt für den Sport-Club erhöhte (82.). Zuvor war Lisa Karl im Strafraum zu Fall gebracht und Ojukwu überwand Romero mit einem platzierten Schuss in die rechte Ecke. Die Vorentscheidung war dies allerdings noch nicht, denn nur eine Minute später gelang Laura Miller (83.) nach einem Rückpass von Lein der Anschlusstreffer.

Birkholz (85.) wiederum setzte kurz darauf einen Kopfball knapp über das Tor, wodurch die Begegnung bis zum Ende spannend blieb. Beiden Mannschaften boten sich in einer lebendigen und umkämpften Schlussphase noch Gelegenheiten. Nachtigall konnte in der Nachspielzeit einen Abspielfehler von Romero nicht nutzen. Adamczyk reagierte bei einem Schuss von Lara Meroni noch einmal stark (90.+3). Am Ende blieb es beim hart erarbeiteten, aber verdienten Heimdreier und dem neunten Saisonsieg für die SC-Frauen.

„Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, denn jeden Sieg in der Bundesliga muss man sich erkämpfen“, ergänzte Edmond Kapllani. „Wir müssen noch reifer werden, um die Phasen, in denen wir die Spielkontrolle haben, effizienter zu nutzen.“

Zur nächsten Auswärtsbegegnung tritt der SC Freiburg am nächsten Wochenende bei RB Leipzig an. Das Spiel im RB-Trainingszentrum am Cottaweg wird am Sonntag, den 22. März, um 14 Uhr angepfiffen.

(Presseinfo: SC Freiburg, 13.03.2026)

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