GRATIS! Internet-Tageszeitung für alle, die in der Regio „etwas zu sagen haben“! Einfach „Hier schreiben Sie!“ benutzen! Mehr…

RegioTrends

Titelseite » > RegioNotizen » Textmeldung

Gesamte Regio - Stuttgart

29. Dec 2013 - 12:45 Uhr

Landesregierung fördert Forschung zu Tierversuchs-Alternativen mit 400.000 Euro - Verbraucherminister Alexander Bonde: „Die Förderung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch ist ein bedeutender Beitrag zum Tierschutz in Baden-Württemberg“

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Gezielte Forschung schafft die Grundlagen, um Tierversuche zukünftig zu reduzieren“

„Ziel der grün-roten Landesregierung ist es, die Zahl der Tierversuche und die Belastung von Versuchstieren weiter zu verringern. Als forschungsstarker Standort nehmen wir unsere Verpflichtung zur Reduzierung von Tierversuchen ernst. Die mit 400.000 Euro dotierte Forschungsförderung für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch ist ein bedeutender Beitrag zum Tierschutz in Baden-Württemberg“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Sonntag (29. Dezember) in Stuttgart.

„Auf Tierversuche kann nicht vollständig verzichtet werden, zahlreiche Versuche sind im Rahmen von Sicherheitsprüfungen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb sind Tierversuche im Rahmen der strengen tierschutzrechtlichen Vorschriften zulässig. Die gezielte Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch schafft die notwendigen Grundlagen, um Tierversuche zukünftig zu reduzieren“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Bonde und Bauer dankten allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich beworben hatten, für deren großes Engagement zum Wohl der Versuchstiere. Auch die Bewertungskommission habe hervorragende Arbeit geleistet. Die als förderfähig ausgewählten Projekte werden von der Landesregierung über einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren finanziert.

Hintergrundinformationen:

Im Rahmen der Ausschreibung wurden 12 Förderanträge eingereicht. Die mit Vertreterinnen und Vertretern von Tierschutz und Wissenschaft besetzte Bewertungskommission hat daraus vier Projekte ausgewählt, die die Förderung erhalten:

1. Entwicklung eines In-vitro-Kultursystems für unkultivierbare hämotrophe Mykoplasmen mit Mycoplasma suis als Modellorganismus

Prof. Dr. Ludwig E. Hölzle, Umwelt- und Tierhygiene, Universität Hohenheim

Mykoplasmen sind sehr kleine, intra- und extrazellulär lebende Bakterien, die beim Menschen, Tieren und Pflanzen zahlreiche Krankheiten verursachen können. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein In-vitro-Kultursystem für bisher nicht kultivierbare Mykoplasmen zu entwickeln. Damit könnte auf die Verwendung von Tieren zur Anzüchtung dieser Bakterien und für nachfolgende Versuche verzichtet werden.

2. Wirksamkeits-Testung von Botulinum-Toxin B in vitro

Dr. med. Veit-Simon Eckle, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Tübingen

Wesentliche Wirkung des von bestimmten Bakterien produzierten Botulinum-Toxins ist eine Muskellähmung. Das Toxin wird als Arzneimittel, vielfach aber auch zu kosmetischen Zwecken (Glättung von Hautfalten) eingesetzt. Zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit der produzierten Chargen werden immer noch Mäuse in einem sehr belastenden Testverfahren verwendet. Im Rahmen des Projektes sollen Nerven-Muskel-Zellkulturen als In-vitro-Alternativmethode etabliert werden, damit bei der Testung von Botulinum Toxin B auf den Tierversuch verzichtet werden kann.

3. Automatisierte Verhaltensanalyse zur quantitativen Erfassung von Belastungen nicht-humaner Primaten

PD Dr. Matthias H. J. Munk, Max-Planck-Institut für biol. Kybernetik, Tübingen

Das Projekt will ein 3D-Videosystem zur Überwachung von Primaten in Tierversuchseinrichtungen einschließlich einer automatisierten, computergestützten Auswertung des Tierverhaltens entwickeln. Ziel ist die Verbesserung der Haltungsbedingungen sowie eine verbesserte Überwachung der Tiere nach dem Einsatz in Experimenten.

4. Organotypische Kultur von polarisierten humanen Hepatozyten in Alginatkapseln zur Messung systemischer Toxizität

Prof. Dr. Andreas K. Nüssler, Siegfried Weller Institut für unfallmedizinische Forschung, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Bei dem Projekt soll ein neues In-vitro-Modell zur Messung chronischer und/oder systemischer Toxizität unter Verwendung menschlicher Leberzellen entwickelt werden. Das System soll die Funktion der menschlichen Leber – einschließlich wichtiger Umbauvorgänge der zu testenden Substanzen – so nachbilden, dass verwertbare Aussagen ohne die Verwendung von Tieren möglich werden.

Nähere Informationen zum Thema sind beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz abrufbar unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de

(Presseinfo: Christa Krause, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Pressestelle, 29.12.2013)


Weitere Beiträge von Medienmitteilung (01)
Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei REGIOTRENDS! Oben auf den roten Namen hinter „Weitere Beiträge von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung.


QR-Code
> Weitere Meldungen aus Stuttgart.
> Weitere Meldungen aus der Rubrik "> RegioNotizen".
> Suche
> Meldung schreiben



P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends!

Twitter Facebook studiVZ MySpace Google Bookmarks Linkarena deli.cio.us Digg Folkd Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo Yigg






















Schwarzwald, Lokalzeitung, Wochenzeitung EMMENDINGER TOR, WZO, Wochenzeitungen am Oberrhein, Der Sonntag, Markgräfler Bürgerblatt, Primo Verlag, Freiburger Wochenbericht, Kurier, Freiburger Stadtkurier, Zeitung am Samstag, Zypresse, Kaiserstuhl, Breisgau,RegioTrends, RegioZeitung, Freiburg, Emmendingen, Waldkirch, Endingen, Kenzingen, Herbolzheim, Breisach, Lahr, Offenburg, Müllheim, Bad Krozingen, Staufen, Weil, Lörrach, Denzlingen, Feldberg, Kaiserstuhl, Breisgau, Ortenau, Markgraeflerland, Schwarzwald