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Kreis Emmendingen - Riegel

21. Feb 2019 - 14:26 Uhr Kunsthalle Messmer in Riegel zeigt Werke der drei Generationen der Schweizer Künstlerfamilie Bill
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Dreifach Bill zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum - Kunsthalle Messmer in Riegel zeigt vom 23. Februar bis 14. Juni Werke der drei Generationen der Schweizer Künstlerfamilie

(KM/RT) Max, Jakob und David, drei Künstler aus der Schweizer Familie Bill, die sich allesamt der konkreten Kunst im Bauhaus-Stil verschrieben haben. Zum 100-jährigen Jubiläum dieser Kunstform zeigt die Kunsthalle Messmer in Riegel ausgesuchte Werke aller drei Künstler. Dieser Generationenvergleich ist schon deshalb spannend, weil alle drei Künstler Arbeiten im Bauhaus-Stil geschaffen haben.
Heute gaben Jürgen A. Messmer gemeinsam mit Künstler Jakob Bill, der die Ausstellung kuratiert hat, erste Einblicke in die, bis 14. Juni dauernden Ausstellung.

„Der Bauhausstil war für mich prägend“, so Jürgen A. Messmer, der überzeugt ist, dass das Design seiner Schreibgeräte auch auf diesen Kunststil zurückzuführen ist. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kunsthalle Messmer in Riegel das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum zum Anlass nahm, eine Bauhaus-Ausstellung zu planen.
Für Messmer, der schon seit vielen Jahren mit Jakob und Chantal Bill ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, lag es deshalb nahe, Werke der Schweizer Künstlerfamilie in einer eigens eingerichteten Ausstellung zu zeigen.

Die Ausstellung beinhaltet zum großen Teil Gemälde von Max und Jakob Bill sowie Skulpturen von David.
„Natürlich hat mich mein Vater durch seine Kunst beeinflusst“, so Jakob Bill, dessen Werke erst auf den zweiten Blick von denen seines Vaters schon zu unterscheiden sind. Während Vater Max mit reinen Farbflächen arbeitete, experimentiert Sohn Jakob mit Farbverläufen. Die Arbeiten von David Bill hingegen sind dreidimensional und spielen zum größten Teil mit den Kontrasten zwischen schwarz und weiß.

Alle drei eint, dass sie ihre Werke gerne „auf die Spitze treiben“, also ihre Werke so drehen, dass eine Ecke nach oben und eine nach unten zeigt.

Max Bill ist ein Universalgenie, tätig als Architekt, Künstler, Designer, Grafiker und Publizist. Er gilt als der wichtigste Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten. Ab 1927 ist er einige Jahre am Bauhaus, wo zu dieser Zeit Josef Albers, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer lehren. Max Bills künstlerischer Werdegang nimmt hier seinen Lauf. Seine Kunst orientiert sich nicht an der Natur oder basiert auf Abstraktionen. Seine Werke unterliegen stattdessen mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und werden somit unter strengen Vorgaben entworfen. Seine Gestaltungsmittel sind Farbe, Raum, Licht und Bewegung, durch deren Formen neue Realitäten entstehen. Meist arbeitet er dabei in monochromen Farben. In der Ausstellung werden sowohl die monochrom konzipierten, als auch Gemälde in farbiger Vielfalt des Künstlers gezeigt.

Max Bill ist ebenso als Lehrender und Theoretiker tätig. Bereits 1929 reift in ihm die Idee heran, eine eigene Kunstschule für Studierende der Kunst und des Designs zu konzipieren. 1951 gründet er die Hochschule für Gestaltung in Ulm (HfG), dessen Gebäude er entwirft und deren Rektor er wird. Darüber hinaus sichert er sich als Designer einen hohen Stellenwert: seine Stuhl- und Tischprodukte sowie die bekannten Uhren, die er für Junghans designt, sind aufgrund ihrer schlichten Zeitlosigkeit noch heute erhältlich und ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Jakob Bill, der einzige Sohn von Max und Binia Bill, ist bekannt für seine Siebdrucke, Multiples und auch Wandbilder im öffentlichen Raum. Der promovierte Archäologe stellt bereits 1957, mit gerade einmal 15 Jahren, das erste Mal seine Gemälde im Club Bel Etage in Zürich aus. Die erste Einzelausstellung im Ausland folgt 1965 in der damals von Hans Mayer neu eröffneten (Op)Art Galerie in Esslingen. Somit tritt Jakob in die Fußstapfen seines berühmten Vaters. Allerdings weiß er sich von diesem abzusetzen. Jakob Bill arbeitet in seiner Malerei zwar, wie auch sein Vater, mit einem geometrischen Formenkanon, der jedoch entgegen der klassisch konkreten Malweise, welche auf Schattierungen verzichtet, äußerst feinsinnige Farbverläufe aufweist. Diese verleihen seinen Werken eine lichte Transparenz, die kennzeichnend für die Werke des Schweizer Künstlers sind. Die Farbverläufe erzeugen vibrierende Farbräume. Diese kinetische Qualität sowie die starke räumliche Wirkung seiner Gemälde ist in der Ausstellung zu bestaunen.

Der Bill in dritter Generation ist David, Sohn von Jakob und Chantal Bill. Als gelernter Schmied beginnt David sich bereits im jungen Alter autodidaktisch mit Kunst auseinanderzusetzen. David sagt selbst, dass das Werk seines Großvaters und seines Vater Ursache und Reaktion für seinen Werkbeginn waren. Bekannt ist David für seine Skulpturen und Wandobjekten aus Stahl, die meist nur in Schwarz und Weiß gehalten sind und sein solides Handwerk sowie seine hohe Präzision aufzeigen. David fertigt die Bleche für seine Stahlskulpturen selber - nach seiner Vorstellung und ohne Skizze - an, schweißt diese zusammen und legt eine Einbrennlackierung auf.

In seinen Werken behandelt er den Raum, der geteilt, eingeteilt und strukturiert wird. Die Flächen von Objekten werden neu zusammengefügt und durch Farbkontraste hervorgehoben. Die Theorie zu seinem Werk, zu der er eigenständig fand, bezeichnet er als „Raumkontrastverhältnisse". Seine Skulpturen bauen stets auf geometrischen Grundelementen auf. Im Mittelpunkt steht dabei der Kubus. David Bills theoretischer und emotionaler Kraftpunkt ist das schwarze Quadrat von Kasimir Malewltsch. So ist in der Ausstellung ein schwarz-weißer Kubus mit dem Titel „Hommage 6 Malevich" zu sehen. Einige wenige Skulpturen bieten durch ihre Farbigkeit, die David erst ab 2017 in sein Werk aufnimmt, eine besondere Abwechslung.

In dieser hochkarätigen Ausstellung sehen Sie spannende und eindrucksvolle Werke dreier Generationen im Vergleich, die sicherlich nicht nur Bauhaus-Liebhaber begeistern!

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