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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

12. Mai 2022 - 12:43 Uhr

Ukraine-Krieg bremst den Aufschwung aus - IHK Südlicher Oberrhein stellte in Freiburg Ergebnisse der Frühsommer-Konjunktur-Umfrage vor

IHK Südlicher Oberrhein stellte in Freiburg Ergebnisse der Frühsommer-Konjunktur-Umfrage vor.

Grafik: IHK Südlicher Oberrhein
IHK Südlicher Oberrhein stellte in Freiburg Ergebnisse der Frühsommer-Konjunktur-Umfrage vor.

Grafik: IHK Südlicher Oberrhein
Corona-Pandemie, Rohstoffmangel und nun der Ukraine-Krieg: Die Wirtschaft rutschte in den letzten Monaten und Jahren von einer Krise in die andere.
Standen im Februar noch alle Zeichen auf Besserung, dämpft die russische Aggression gegenüber der Ukraine die Stimmung deutlich.

Am heutigen Donnerstagvormittag stellte die IHK Südlicher Oberrhein das Ergebnis ihrer Frühsommer-Konjunkturumfrage, in der die jüngsten Ereignisse abzulesen sind, im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor.

„Die Situation im Ist-Zustand ist noch nicht dramatisch, betrachtet man aber die Erwartungen der Unternehmen, zeichnen sich dunkle Wolken am Himmel ab“, beschrieb IHK-Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon die Ergebnisse der jüngsten Umfrage.

Es gehe dabei weniger um die aktuelle Geschäftslage, die 42 Prozent der Befragten immer noch als gut bezeichnen, sondern um die zukünftige Geschäftserwartung.
Hier blicken lediglich 19 Prozent der Unternehmen positiv in die Zukunft. Damit drehte dieser Index von positiven 21 zu negativen 12 Punkten. Diese Verunsicherung wird durch mögliche Lieferstopps von Energie aus Russland, Lieferengpässen bei Materialien und Vorprodukten, steigenden Erzeugerpreise und einer zu erwartenden Zinswende geschürt.
Erwartet werden auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Während viele Betriebe überhaupt Schwierigkeiten haben, geeignete Arbeitskräfte zu akquirieren, scheuen sich andere Unternehmen davor, in der jetzigen Situation neue Kräfte einzustellen.

IHK-Konjunkturklima-Index sinkt:
Der IHK-Konjunkturklim-Index, eine Kombination aus Geschäftslage und -erwartung, zeigt einen deutlichen Rückgang um 20 Punkte. Zwar liegt er mit 107 Punkten immer noch über der 100-Punkte-Marke und damit in dem Bereich, der Wachstum anzeigt, doch ist ein weiterer Rückgang und damit eine Rezession nicht auszuschließen.

Nachdem sich die getätigten und geplanten Investitionen auf Erholungskurs befanden, fällt auch dieser Index in der jüngsten Umfrage deutlich ab. Nur 29 Prozent aller Unternehmen will auch weiterhin mehr investieren, 18 Prozent ihre Investitionen zurückfahren.

Hohe Energie- und Rohstoffpreise Sorge Nummer eins:
Letztmalig 2011, sind steigende Rohstoff- und Energiepreise erstmals wieder die größte Sorge der Unternehmen. Vier von fünf Betrieben nannten diesen Faktor als besorgniserregend. Erst danach folgen der Fachkräftemangel und die Arbeitskosten.
Immerhin nannten über 60 Prozent der Befragten den Arbeitsmarkt als Risikofaktor.
Den dritten Rang belegen die gestiegenen Arbeitskosten. Immerhin 43 Prozent beschäftigt dieses Thema sehr.

Die Finanzlage der Unternehmen bleibt unproblematisch:
Die Frage nach der Finanzlage beantworteten die meisten Unternehmen ähnlich wie im Februar. Lediglich in der Gastronomie wirken die Folgen der Pandemie noch nach.
Ein Blick in die Branchen zeigt, dass, außer in der Gastronomie, die Geschäftslage durchgehend positiv bewertet wird.
Beim Blick auf die Geschäftserwartungen zeigt sich ein anderes Bild. Bis auf die Dienstleister erwarten alle Branchen Rückgänge. Besonders in der Baubranche scheint Unsicherheit zu herrschen. Das lässt sich auf steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie auf die Lieferengpässe zurückführen.

Andreas Schneider, Geschäftsführer der Schwarzwaldmilch, gab einen Überblick auf die angespannte Situation der Molkereien:
„Die derzeitige Situation beschäftigt uns in doppelter Hinsicht. Unsere Landwirte sind durch die steigenden Energie- und Düngerpreise betroffen und müssen deutlich höhere Produktionskosten hinnehmen. Die Molkerei, die einen sehr hohen Energieeinsatz hat, leidet natürlich ebenfalls. Wir müssen einerseits die Milch bei unseren Bauern abholen, andererseits sie dann verarbeiten und lagern“, so Schneider.
Außerdem habe man derzeit deutlich höhere Kosten für Verpackungen zu tragen: Ob Tetra-Paks, Glasflaschen oder Verschlusskappen und -deckel, alles sei teilweise um 100 Prozent teurer geworden.
Der Landwirt benötige derzeit mehr als 50 Cent pro Liter Milch, um zumindest kostendeckend zu produzieren. Preissteigerungen könne man aber dem Verbraucher nicht unbegrenzt weitergeben. Glücklicherweise habe man schon vor Corona energetisch viel in die Molkereien in Freiburg und Offenburg investiert, so dass man zumindest den Verbrauch bereits optimiert habe.
Neue Bauprojekte wie die geplante Käserei habe man aufgrund der gestiegenen Baukosten schon im letzten Jahr gestrichen.

„Derzeit regnet es nicht, aber es ziehen dunkle Wolken am Himmel auf“, fasste IHK-Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon die derzeitige Konjunkturlage am südlichen Oberrhein in einem Satz zusammen.


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