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15. Feb 2024 - 12:12 Uhr

"Lohn-Magnet" für den Bau in der Regio - Industriegewerkschaft BAU: „Inflation hat Löcher in die Bau-Lohntüten gefressen“ - 500 Euro mehr sollen Bau-Jobs attraktiver machen

"Lohn-Magnet" für den Bau in der Regio.
Hält nicht nur das Geld am Kühlschrank, sondern auch die Arbeiter auf dem Bau – der „Lohn-Magnet“: Deswegen fordert die IG BAU 500 Euro mehr Lohn. Denn Deutschland stehe vor einer Sanierungsoffensive, um das Land für die Zukunft fit zu machen. Und dafür brauche es fair bezahlte Fachkräfte, so die IG BAU Südbaden.

Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
"Lohn-Magnet" für den Bau in der Regio.
Hält nicht nur das Geld am Kühlschrank, sondern auch die Arbeiter auf dem Bau – der „Lohn-Magnet“: Deswegen fordert die IG BAU 500 Euro mehr Lohn. Denn Deutschland stehe vor einer Sanierungsoffensive, um das Land für die Zukunft fit zu machen. Und dafür brauche es fair bezahlte Fachkräfte, so die IG BAU Südbaden.

Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Auf dem Bau geht es um vollere Lohntüten: Bauarbeiter in der Regio sollen mehr verdienen. Das will die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) jetzt bei Tarifverhandlungen durchsetzen. „Es geht um einen Fixbetrag für alle: um 500 Euro pro Monat mehr im Portemonnaie. Egal, ob für den Bauhelfer oder für den Polier – für den Kranführer, Straßenbauer oder für die Büroangestellte im Bauunternehmen“, sagt Ilse Bruttel.

Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Südbaden spricht von einem „Lohn-Plus, das bei allen ankommt“.
Insgesamt gibt es nach Angaben der Gewerkschaft im Landkreis Emmendingen rund 1.910 Bau-Beschäftigte, in Freiburg rund 1.200 Bau-Beschäftigte, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald rund 2.980 Bau-Beschäftigte, im Ortenaukreis rund 6.120 Bau-Beschäftigte, im Landkreis Lörrach rund 1.740 Bau-Beschäftigte, im Landkreis Waldshut rund 2.940 Bau-Beschäftigte und im Schwarzwald-Baar-Kreis rund 2.180 Bau-Beschäftigte.
Die IG BAU Südbaden beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die bundesweiten Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe starten noch im Februar.

„Wichtig ist, dass alle Lohntüten demnächst um den gleichen Euro-Betrag dicker werden. Das bringt gerade denen einen ordentlichen Schub, die bislang weniger auf dem Bau verdienen“, so Bruttel. Wer auf dem Bau bei Wind und Wetter arbeite, mache einen harten Job. Das Lohn-Plus sei deshalb vor allem auch eine Frage des Respekts.

„Außerdem hat die Inflation in den letzten zwei Jahren richtige Löcher in die Lohntüten gefressen. Und der Preisdruck ist nach wie vor hoch – Miete, Heizen, Einkaufen, Autoreparatur … – das Leben spielt sich auf einem anderen Preisniveau ab. Und darauf muss der Bau jetzt reagieren“, so Ilse Bruttel. Die Branche habe „lange genug Lohndisziplin“ geübt. Jetzt sei ein „Nachholeffekt beim Bau-Lohn“ fällig.

Über zu wenig Arbeit könne sich der Bau übrigens nicht beklagen. Im Gegenteil: „Ob in der Infrastruktur, beim Wohnungsbau oder der Energiewende – der Bau hat gut zu tun, um Deutschland für die Zukunft fit zu machen. Wer will, dass Bauarbeiter weiter zur Stange halten und volle Kraft auf den Baustellen geben, der muss sie jetzt auch besser bezahlen“, so die IG BAU Südbaden.

Für Carsten Burckhardt als Verhandlungsführer der IG BAU ist das Lohn-Plus vor allem auch eine Frage der „Job-Attraktivität der Branche“: „500 Euro mehr im Portemonnaie – das ist der Lohn-Magnet, den der Bau jetzt braucht. Sonst laufen ihm die Leute weg. Die Bauarbeiter wissen schließlich genau, was woanders los ist – was da zu holen ist.“ Burckhardt ist im Bundesvorstand der IG BAU für die Bauwirtschaft zuständig. Am Verhandlungstisch trifft er auf die Tarifpartner vom Bauhandwerk und von der Bauindustrie.

(Presseinfo: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Südbaden, 15.02.2024)


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