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21. Feb 2024 - 12:10 Uhr

Bauwirtschaft Baden-Württemberg blickt auf schwieriges Jahr 2023 zurück - Uneinheitliche Entwicklung der Bausparten - Wohnungsbau bricht ein

Foto: Bauwirtschaft Baden-Württemberg
Foto: Bauwirtschaft Baden-Württemberg

Die baden-württembergische Bauwirtschaft zieht eine gemischte Bilanz für das Baujahr 2023. Zwar stieg der baugewerbliche Umsatz – bezogen auf Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten - gegenüber 2022 nominal um 4,9 %. Preisbereinigt entspricht dies jedoch einem leichten Rückgang. Vor allem der Wohnungsbau entwickelte sich äußerst unbefriedigend. Die Umsätze in dieser Bausparte legten nominal nur noch um 1,6 % zu – nach +9,3 % im Vorjahr. Von Juli bis Dezember 2023 war die Umsatzentwicklung von Monat zu Monat kontinuierlich rückläufig. „Die Krise im Wohnungsbau hat das Baujahr 2023 regelrecht verhagelt. Hohe Material- und Energiepreise, gestiegene Bauzinsen sowie eine deutlich verschlechterte staatliche Wohnungsbauförderung haben zu einem drastischen Nachfrageeinbruch in dieser wichtigen Sparte geführt“, erklärt Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg.

Auch der Wirtschaftshochbau, der Straßenbau und der Sonstige Tiefbau verzeichneten enttäuschende Umsatzergebnisse. Dagegen sorgten der Bau von Stromtrassen und der Ausbau der Schienenwege im Zuge der Energie- und Mobilitätswende für eine positive Umsatzentwicklung im Wirtschaftstiefbau. Der öffentliche Hochbau konnte ebenfalls deutlich zulegen.

Auftragseingänge im Wohnungsbau stark rückläufig – dringender politischer Handlungsbedarf:
Einen Ausblick auf die kommenden Monate geben die Auftragseingänge. Hier schneidet der Wohnungsbau im Vergleich der Bausparten mit Abstand am schlechtesten ab: Die Ordereingänge gingen 2023 nominal um 20,3 % zurück, im vergangenen Dezember betrug das Minus sogar 32,8 %. In fast allen anderen Sparten verlief die Auftragsentwicklung dagegen positiv. „Die Lage im Wohnungsbau ist vor allem vor dem Hintergrund des anhaltenden Wohnraummangels katastrophal. Die Wohnungsnot droht sich weiter zu verschärfen. Gleichzeitig leiden die in diesem Bereich tätigen Bauunternehmen – trotz des hohen Baubedarfs - unter Auftragsmangel. Wenn sich die Situation nicht bald bessert, müssen wir mit steigenden Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen in der Bauwirtschaft rechnen“, warnt Möller.

Angesichts des dramatischen Abwärtstrends im Wohnungsbau sieht die Bauwirtschaft vor allem die Politik in der Pflicht: „Bund, Land und Kommunen müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Trendwende herbeizuführen. Wir brauchen dringend die angekündigte degressive Abschreibung im Mietwohnungsbau. Gleichzeitig muss die Grunderwerbsteuer ausgesetzt werden. Außerdem gilt es, die KfW-Förderprogramme und die soziale Wohnraumförderung bedarfsgerecht auszubauen. Nicht zuletzt ist ein umfassender Abbau von Bürokratie und Regulierungen zur Beseitigung von Hemmnissen beim Bauen unerlässlich“, fordert Thomas Möller.

Aktionstag „Lasst uns wieder Wohnungen bauen“ am 1. März in Stuttgart:
Um auf den dringenden politischen Handlungsbedarf aufmerksam zu machen, veranstaltet das Bündnis „Impulse für den Wohnungsbau“ am 1. März 2024 in Stuttgart den Aktionstag „Lasst uns wieder Wohnungen bauen – Mehr Förderung für den Wohnungsbau!“ Beteiligt sind 16 Organisationen der Baubranche, darunter auch die Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Geplant ist eine Sternfahrt mit anschließender Kundgebung auf dem Karlsplatz.

Weitere Informationen unter: https://www.lasst-uns-wieder-bauen.de/.

(Presseinfo: Bauwirtschaft Baden-Württemberg, 21.02.2024)


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