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Kreis Emmendingen - Waldkirch

14. Sep 2018 - 14:28 Uhr

London, Paris, Rom, Waldkirch – Die Stadt der Orgelbauer ist jetzt die 549. Fairtrade-Town

Die Stadt der Orgelbauer ist jetzt 549. Fairtrade-Town - Von links: Wirtschaftsförderin Melanie Grehl-Moser, Landtagsabgeordneter Alexander Schoch, Carina Bischke (Fairtrade-Referentin), Michael Rees (Frischemarkt Rees, Oberbürgermeister Roman Götzmann, Frank Dehring (Geschäftsführer WABE), Gemeinderätin Barbara Thien.
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Fair Trade – fairer Handel ist längst aus der Öko-Nische herausgerückt und im Bewusstsein der Verbraucher angekommen. Was mit fair gehandeltem Kaffee begann, umfasst heute schon ein breites Spektrum an Waren, zumeist Lebensmittel. Und auch die Einstellung der großen Handelskonzerne scheint sich zu wandeln. Fair Trade ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen!

Die Stadt Waldkirch, in diesem Jahr eher wegen der erfolgreich durchgeführten Heimattage in den Schlagzeilen, hat sich mit dem Thema beschäftigt und nach Gemeinderatsbeschluss vom September vergangenen Jahres daran gemacht, die Kriterien für den Titel Fairtrade-Town zu erfüllen.
Heute im Rahmen des dritten Wirtschaftsforums der Stadt, wurde die Ernennungsurkunde durch FAIRTRADE Deutschland überreicht.

„Mit der Erfüllung der Kriterien für eine Fairtrade-Town erfüllt die Stadt den Auftrag ihrer Bürger, der ihr mit dem Leitbild der Stadt Waldkirch gegeben wurde“, erklärte Oberbürgermeister Roman Götzmann in seiner Begrüßung zum dritten Wirtschaftsforum der Stadt. Götzmann selbst war es, der die Bewerbung um den Titel „Fairtrade-Town“ angeregt und den entsprechenden Gemeinderatsbeschluss auf den Weg gebracht hatte.
Daraufhin bildete sich eine sechsköpfige Steuerungsgruppe, die die verschiedenen Kriterien für die Erlangung des Gütesiegels in die Stadt trug und für deren Erfüllung warb.

Die Kriterien

Voraussetzung für den Titel Fairtrade-Town:
- Ein Ratsbeschluss des Gemeinderates zur Unterstützung des fairen Handels. Dieser beinhaltet auch, dass bei öffentlichen Sitzungen und in der Verwaltungsspitze nur fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus dem fairen Handel angeboten werden darf.

- Die Bildung der Steuerungsgruppe, die in Waldkirch aus dem Landtagsabgeordneten Alexander Schoch, der Wirtschaftsförderin Melanie Gehl-Moser, dem WABE-Chef Frank Dehring, der Gemeinderätin Barbara Thien, dem Pfarrgemeinderat Edwin Dreher und dem Einzelhändler Michael Rees besteht.

- Mindestens fünf Geschäfte und drei Gastronomen, die jeweils mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten.

Alle Kriterien hat die Stadt erfüllt. Es gibt sogar wesentlich mehr Einzelhändler und Gastronomen in der Stadt, die faire Produkte anbieten. Auch haben sich eine Kirche, das Gymnasium und ein Verein dem Fairtrade-Konzept verschrieben.

Die Verleihung

Zuerst stellte sich die Steuerungsgruppe vor. Alexander Schoch sprach stellvertretend und verlas die persönlichen Motivationen der einzelnen Mitglieder. Alle Mitglieder nannten die soziale Verantwortung als einen der Hauptgründe für ihr Engagement.
Sowohl Schoch als auch Wirtschaftsförderin Melanie Grehl-Moser betonten, dass mit der Ernennung das Engagement der Gruppe nicht beendet sei. Vielmehr wolle man sich weiter engagieren und den Anteil des fairen Handels in der Stadt weiter ausbauen.
Man wolle mit anderen Fairtrade-Towns Netzwerke bilden und voneinander lernen und Erfahrungen weitergeben.

Carina Bischke, externe Fairtrade-Referentin im Auftrag von TransFair e.V. erklärte, dass Waldkirch sich nun mit Fairtrade-Towns wie London, Paris, Rom, San Francisco oder Quito (Ecuador) in bester Gesellschaft befände und als 549. Fairtrade-Town geführt werde. Waldkirch sei die 109. Kommune in Baden-Württemberg, die die Kriterien zur Ernennung erfülle.

Bemerkenswert nannte Bischke, dass der Oberbürgermeister selbst die Anregung zur Bewerbung gegeben hätte. Sie lobte das besondere Engagement der Steuerungsgruppe und überreichte Oberbürgermeister Roman Götzmann die Ernennungsurkunde unter großem Applaus der Gäste.
„Die Stadt Waldkirch ist nicht nur Vorbild für ihre Bürger, sondern auch für andere Kommunen“, betont Bischke.

Geplante Aktionen

Im Roten Haus findet in Kürze ein Kochkurs speziell mit fair gehandelten Produkten statt. Einzelhändler wie Rewe, Edeka und Aldi weisen mit Sonderverkaufsflächen auf fair gehandelte Produkte hin. Im neuen Jahr wird es ein Teeseminar im Weltladen geben und für Schüler finden mehrere Informationsaktionen statt.


Fair Trade

Jeder Deutsche gibt derzeit 18 Euro jährlich für fair gehandelte Produkte aus. Nur fünf Tassen Kaffee von 100 werden mit fair gehandeltem Kaffee gebrüht. Der Verein TransFair e.V. versucht, mit der Kampagne Fairtrade-Towns das Bewusstsein für fairen Handel weiter in die Kommunen zu tragen.

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