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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

18. Jun 2019 - 16:23 Uhr badenova nutzt EU-Forschungsprojekt um Energiewende in der Region voranzutreiben - Von links: badenova-Vorstand Dr. Thorsten Radensleben, Simone und Frank Zimmermann.
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Speicherprojekt mit privaten Energiepionieren – badenova nutzt EU-Forschungsprojekt um Energiewende in der Region voranzutreiben

(Bad/RT) Batteriespeicher nehmen aufgrund ihrer Flexibilität für ein zukünftiges Energiesystem eine immer wichtigere Schlüsselrolle ein: Durch sie kann die unstete Erzeugung aus Solar- und Windstrom ausgeglichen werden. badenova testet derzeit mit privaten „Energiepionieren" die Vernetzung von PHOTOVOLTAIK­ Batteriespeichern zu einem so genannten „Sehwarmspeicher". badenova ist damit Teil eines internationalen EU-Forschungsprojekts namens „INVADE". Ziel ist es, die Energiewende in der Region weiter voranzutreiben.

„Wir müssen überschüssigen Strom zwischenspeichern können, damit wir bei der Energiewende einen Schritt weiter kommen", so Dr. Thorsten Radensleben, der Vorstandsvorsitzende von badenova. Private Haushalte werden im heutigen Energiesystem verstärkt zu Erzeugern, etwa in dem sie auf dem eigenen Hausdach Solarstrom produzieren.

Und immer mehr Verbraucher entscheiden sich zusätzlich für einen privaten Heimspeicher. Das Projekt der badenova sieht vor, die einzelnen Batteriespeicher kommunikationstechnisch zu vernetzen. Dadurch entsteht ein virtueller „Großspeicher" - auch „Sehwarmspeicher" genannt. Vorteile sind u.a. eine Entlastung des Stromnetzes und damit mehr freie Kapazitäten für neue regenerative Erzeugungsanlagen (Solar-, Wind-, Wasserkraftanlagen etc.). „Über das Thema Netzausbau wird in Deutschland viel diskutiert. Je mehr Speichermöglichkeiten wir aber haben, die intelligent miteinander kommunizieren, desto weniger neue Stromautobahnen müssen gebaut werden“, so fasst Dr. Thorsten Radensleben den Zweck des badenova­ Projekts zusammen.

Während der Projektlaufzeit werden die Batteriespeicher der privaten Energiepioniere durch die zentrale „INVADE"-Plattform geregelt. An Hand von Wetter-, Last-, Strompreis- und Netzzustandsprognosen wird ein optimierter Fahrplan für den Speichereinsatz erstellt und ins System des Energiepioniers zurückgespielt. „Alle Daten stehen dem Energiepionier in einem eigenen Portal zur Verfügung", berichtet Malte Thoma, der seitens badenova das Projekt verantwortet. Durch die Steuerung können die Batteriespeicher mehr Nutzen generieren und schneller wirtschaftlich werden. Die „Energiepioniere" profitieren von der Teilnahme am Projekt, da ein Teil ihrer Stromkosten von badenova übernommen wird.

Frank Zimmermann aus Freiburg ist einer der Energiepioniere: „Die Energiewende betrifft uns alle. Für mich ist dies daher eine Selbstverständlichkeit, der badenova Zugriff auf meine Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher zu gewähren. Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Pilotprojekt Grundlage sind, dass zukünftig noch mehr Solaranlagen in die bestehenden Stromnetze integriert werden können", begründet er seine Teilnahme.

Das Haus der Familie Zimmermann steht im Freiburger Ortsteil Günterstal an einem Nordhang und beherbergte früher das Ärztehaus der längst geschlossenen Riedbergklinik. 2004 erwarben Simone und Frank Zimmermann das Gebäude und statteten das Haus mit einer Photovoltaikanlage aus. Mit Hilfe von intelligenter Technik produzieren die Zimmermanns mehr Strom, als sie verbrauchen. Was aktuell im Haus benötigt wird, wird entweder zwischengespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist.
Damit ist die Familie Zimmermann im hohen Maße stromautark. Lediglich in den Wintermonaten nutzen die Zimmermanns Strom aus dem öffentlichen Netz. Dass die Familie trotzdem noch rund 200 Euro Stromkosten pro Jahr an die badenova bezahlen, liegt an der Preisdifferenz zwischen geliefertem und eingespeistem Strom.

Neben der bereits stattfindenden Selbstoptimierung für den Stromverbrauch im Haushalt können die Batteriespeichersysteme durch die „INVADE"-Steuerung zusätzlich netzdienlich eingesetzt werden und damit das Stromnetz an sich entlasten. „Perspektivisch ist außerdem die Vermarktung der Speicherkapazität an der Strombörse möglich“, sagte Dr. Thorsten Radensleben. Ziel des Pilotprojekts
ist es jedoch primär, einen neuen Anwendungsfall zu untersuchen, bei dem die Vernetzung und externe Steuerung von Batteriespeichersystemen in Privathaushalten zu einer Verringerung von Leistungsspitzen in den Stromverteilnetzen führen soll. Fakt ist nämlich: Stromnetze werden entsprechend den zu erwartenden Spitzenlasten dimensioniert. Um den Spitzenlasten gerecht zu werden, müssen Netzbetreiber wie die badenova Tochter bnNETZE Kapazitäten in den Stromnetzen weit über die durchschnittlich benötigte Leistung hinaus bereithalten. Das bedeutet einen hohen lnvest, denn das Netz muss entsprechend stark dimensioniert werden. Die dadurch entstehenden
Kosten werden über die Netznutzungsentgelte abgedeckt. Der Einsatz von Speichern kann in Zukunft zur Reduzierung der Netznutzungsentgelte führen.

badenova arbeitet bei der technischen Umsetzung mit der coneva GmbH zusammen. coneva ist eine Tochtergesellschaft der SMA Solar Technology AG, einem global führenden Spezialisten für Photovoltaik-Systemtechnik. coneva bietet digitale Lösungen zum Monitoring, der Steuerung und dem Management von Energie an, damit Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen ihre Energiekosten deutlich reduzieren können.

badenova nutzt das Batteriespeicherprojekt mit den „Energiepionieren" zudem für das Testen weiterer Energieprodukte: Sie wurden unter anderem mit den ersten am Markt verfügbaren intelligenten Stromzählern, so genannten „Smart Metern", sowie im Fall eines vorhandenen Elektrofahrzeugs mit einer fernsteuerbaren Ladevorrichtung ausgestattet. Damit testet badenova die neuesten Entwicklungen auf dem deutschen Strommarkt.

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