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Stadtkreis Freiburg - freiburg

14. Jan 2020 - 17:19 Uhr Neujahrsempfang 2020 der IHK Südlicher Oberrhein - IHK-Präsident Dr. Steffen Auer plädierte auf dem Neujahrsempfang der Kammer für nachhaltigeres und ressourcenschonenderes Wirtschaften.

Foto: Thomas Kunz für die IHK Südlicher Oberrhein
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„Wir müssen Deutschlands Nachhaltigkeitsregion sein!“ - IHK-Präsident Dr. Steffen Auer plädiert auf dem Neujahrsempfang der IHK Südlicher Oberrhein für nachhaltigeres und ressourcenschonenderes Wirtschaften

(rt/Oh) 1800 Gäste - Fünf starke Punkte für die Entwicklung in der Region - 90 Prozent der Gäste für Technologieoffenheit bei der Mobilitäts-Weiterentwicklung - Verschwindend geringe Zustimmung für den Fokus auf elektrische Mobilität - Konkreter Vorschlag für drastische Verbesserung der CO2-Bilanz - Kooperation aller Entscheider gefordert


Südbadens wirtschaftspolitische Großveranstaltung, der Neujahrsempfang der IHK Südlicher Oberrhein, stand am gestrigen Montag im Zeichen der Nachhaltigkeit für die Region. Dr. Steffen Auer betonte, welch wichtige Rolle der Wirtschaft hier zukommt. Für den IHK-Präsidenten muss die Wirtschaft dafür künftig einen noch stärkeren Fokus auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit beziehungsweise Ressourcenschonung setzen.

Bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang begrüßte die IHK Südlicher Oberrhein in diesem Jahr mehr als 1.800 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft mit einem bunten Cocktail und Live-Musik in der festlichen Atmosphäre des Konzerthauses in Freiburg.

Nach einem kurzen Gruß von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Salomon forderte IHK-Präsident Dr. Steffen Auer in seiner Festrede, dass Wirtschaft und Lebensqualität eine Einheit bilden müssen. „Wir in Südbaden gehören zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands und sind gleichzeitig in der Wissenschaft sehr gut aufgestellt. Darüber hinaus zeichnet unsere Region eine hohe Lebensqualität aus, was auch durch den Tourismus bestätigt wird“, beschrieb der Präsident zunächst die Ausgangslage.

„Gleichzeitig befinden wir uns in einer der größten Umbruchphasen seit der industriellen Revolution und der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung. Damit unser hoher Standard erhalten bleibt, müssen wir unsere Wirtschaft daher jetzt massiv umbauen und im Bereich Digitalisierung und Ressourcenschonung aktiver werden“, forderte Auer.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer Regionalstudie, die die IHK in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt hat und deren detaillierte Ergebnisse sie Ende Januar veröffentlichen wird. Die Studie zeigt unter anderem, dass sich die heute gute Situation in der Region nicht durch das Bewahren des Ist-Zustands erhalten lässt. Auer: „Im Gegenteil: Mit dem reinen Versuch, nur den aktuellen Status Quo zu bewahren, wird es einen signifikanten Rückgang von wirtschaftlicher Stärke und Lebensqualität in der Gesamtregion geben.“

Bei einer Live-Umfrage konnten die Gäste im Saal eine Antwort darauf geben, wer maßgeblich für die Entwicklung der Nachhaltigkeitsregion Südlicher Oberrhein verantwortlich ist.

Mehr als 45 Prozent der Anwesenden sahen diese Aufgabe bei der regionalen Politik und Verwaltung, etwa 40 Prozent fühlten sich selbst in der Verantwortung. Darüber hinaus wurden Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Forschungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen genannt. „In der aktuellen Phase, in der Unternehmen sich quasi neu erfinden müssen, muss die Politik visionär die strategischen Rahmenbedingungen setzen“, kommentierte der IHK-Präsident das Ergebnis.

Dazu gehören laut dem Geschäftsführer von Schwarzwaldeisen fünf Punkte: Erstens ein flächendeckendes Glasfasernetz sowie eine digitale Infrastruktur auf dem Land und in der Stadt. Zweitens Bürokratieabbau – besonders für Start-ups und kleine Unternehmen. Drittens die Qualifizierung von Menschen für den Arbeitsmarkt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Viertens ein einfacherer Zugang zur Finanzierung, damit für den Umbau der Wirtschaft Risikokapital leicht zugänglich gemacht wird. Fünftens Innovationsförderung, jedoch weniger durch starre, staatlich verordnete Innovationsprogramme, sondern über unbürokratische Methoden, beispielsweise Abschreibungsvorteile.

Den aktiven Part bei der Zukunftsgestaltung sah Auer jedoch klar bei der Wirtschaft selbst: „Wir als Unternehmerinnen und Unternehmer sind letztlich mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst dafür verantwortlich, unsere Firmen umzugestalten, damit wir den Erfolg für die Zukunft sichern können.“

„Wie sollen wir strategisch die Mobilität weiterentwickeln?“, fragte der Präsident als nächstes per digitalem Umfragetool in die Runde. Mehr als 90 Prozent der Gäste waren sich einig, dass der Weg der Zukunft in der Technologieoffenheit liegt. Der Rest sprach sich für einen Fokus auf elektrische Mobilität aus.

„Dieses Ergebnis zeigt klar: Es ist unerlässlich, dass wir zusätzlich zum elektrischen Antrieb einen Verbrennungsantrieb haben, welcher mit erneuerbar erzeugtem Kraftstoff angetrieben wird, zum Beispiel Wasserstoff, Methan oder Methanol“, betonte Auer.

Im Sinne der Nachhaltigkeitsregion lassen sich laut dem IHK-Präsidenten Themen der Mobilität jedoch auch direkt vor Ort umsetzen. Auf der einen Seite sei es eine der Aufgaben der IHK, schnellere Genehmigungsverfahren für Großprojekte im Infrastrukturbereich weiter zu fordern. „Es kann nicht sein, dass sich Planungs- und Bauzyklen wie der sechsspurige Ausbau der A5 oder der Ausbau der Rheintalbahn über mehr als ein halbes Jahrhundert erstrecken. Die Verkehrswege sind bereits jetzt völlig überlastet“, stellte Auer fest.

Auf der anderen Seite seien die Unternehmer selbst in der Verantwortung, beispielsweise bei der Verbesserung der Anbindung der Gewerbegebiete. „Wenn wir es erreichen würden, dass 50 Prozent der Beschäftigten eine Fahrgemeinschaft bildet zu je zwei Personen und zehn Prozent der Beschäftigten neu mit dem ÖPNV oder Fahrrad kommen, dann hat man die Verkehrsbelastung um zirka 35 Prozent reduziert. Der Stau wäre weg und die CO2-Bilanz wäre besser als es mit jeder e-Auto-Quote in Kürze zu erreichen wäre“, rechnete Auer vor.

Ein optimiertes und nachhaltiges Mobilitätskonzept verbessere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Firmen und leiste gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz, so sein Fazit. „Das alles können wir erreichen, wenn alle Beteiligten der Region zusammen an Lösungen arbeiten, also Kommunen, Gewerbevereine, Landkreise, Verbände, ÖPNV-Anbieter und Bahn sowie Unternehmen in der Region mit Unterstützung der Wissenschaft. Wir können nur dann Nachhaltigkeitsregion Südlicher Oberrhein sein, wenn wir alle kooperieren“, betonte der Präsident.

Im Anschluss an die Festrede blieb den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern noch viel Zeit, mit Vertretern von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung sowie Vereinen und Verbänden selbst in den Dialog zu treten und sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und zu Netzwerken.

(Info: IHK Südlicher Oberrhein)

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