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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

30. Jun 2020 - 16:04 Uhr Trinationaler Atomschutzverband TRAS feiert die Abschaltung des Atomkraftwerkes Fessenheim.
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Ein Tag der Freude - Trinationaler Atomschutzverband TRAS feiert Abschaltung des Atomkraftwerkes Fessenheim in Freiburg und warnt gleichzeitig vor erhöhten Gefahren im Falle eines Atomunfalls

„Freiburg freut sich sehr über die Abschaltung des Atomkraftwerks in Fessenheim“, bekannte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik bei der heutigen Pressekonferenz des Trinationalen Atomschutzverbands TRAS zur Abschaltung des ältesten Atommeilers Frankreichs. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass sich der Gemeinderat der Stadt bereits im Jahr 1986 erstmals für einen Atomausstieg der Stadt ausgesprochen hatte. Selbst die damals größte Fraktion im Stadtrat, die CDU, hatte geschlossen dafür gestimmt.

2005, als der TRAS gegründet wurde, habe die Stadt trotz Verbots des Gemeinderates kostenpflichtige Mitgliedschaften einzugehen, Wege gefunden, in das Bündnis einzutreten.
Erschüttert zeigte sich die Bürgermeisterin über die Aggression aus dem Elsass, die der Stadt aufgrund der Schließung von Fessenheim entgegenschlage. Man habe zwar Verständnis für die prekäre Lage der Arbeitnehmer in Fessenheim und Umgebung, wolle aber auch Wege aufzeigen, um die drohende Arbeitslosigkeit zu überwinden.

Auch TRAS-Präsident Jürg Stöcklin sprach von einem Freudentag. Er erinnerte an die Arbeit des TRAS und die Erfolge, die zur Abschaltung von Fessenheim geführt hätten. Gutachten und Klagen des Verbands hätten letztendlich die Gefahren des Atommeilers aufgezeigt und zur jetzigen Abschaltung geführt.

Dr. André Herrmann warnte vor den Gefahren, die auch nach der Abschaltung des Kernkraftwerks weiter bestünden. Genau genommen erhöhe sich das Risiko sogar, da die Brennstäbe in den nächsten Jahren das einigermaßen sichere Reaktorgebäude verlassen und dann außerhalb gelagert würden. „Die Möglichkeit eines Atomunfall wird zwar geringer, die Folgen eines solchen Unfalls sind jedoch erheblich größer“, so Dr. Herrmann.

Neue Gefahren entstünden durch die nicht im Reaktorgebäude befindlichen Abklingbecken, die durch Erdbeben oder Terroranschläge wesentlich stärker gefährdet seien. Auch hält der Experte den Rückbauplan von Betreiber EDF als zu ambitioniert. „Ich fürchte, der Zeitplan zur Entsorgung der Brennstäbe kann nicht eingehalten werden“, so Herrmann.
Die Gefahr werde erst geringer, wenn sämtliche Brennstäbe aus Fessenheim abtransportiert seien. Das soll in den nächsten drei Jahren passieren.

TRAS-Vizepräsident Axel Mayer sprach von einem Grund zur Freude, aber keinen für Triumpf. Er erinnerte daran, dass die Naturschutzorganisationen in den letzten 45 Jahren drei Atomkraftwerke (Kaiseraugst, Gerstheim und Wyhl) in der Regio verhindert und nun die Abschaltung von Fessenheim erreicht hätten. Besonders erwähnte Mayer die Gewaltfreiheit.
Unser Protest hat zum Erfolg geführt!“, so Mayer. Jetzt sei der Blick auf die Kraftwerke in Beznau und Leibstadt gerichtet.

TRAS-Vizepräsident Claude Ledergerber stellte fest, dass es in 50 Jahren Kernkraft fünf Kernschmelzen gegeben habe. „Das ist ein Unfall alle zehn Jahre“, rechnete der Elsässer vor.
Fukushima sei 2012 der letzte gewesen, gab er zu bedenken. Es sei Zeit, die Software für die Energiegewinnung zu wechseln, forderte der Aktivist.

Derzeit findet die Generalversammlung des TARS statt, an der auch Alt-Umweltminister Jürgen Trittin teilnimmt.
Am frühen Abend wird vor dem Stadttheater mit einer Kundgebung die Abschaltung von Fessenheim gefeiert.

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