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18. Nov 2020 - 15:48 Uhr Amazon gefährdet regionalen Handel! - Vereinigung Badischer Unternehmerverbände: Viele Käufer bedenken oft nicht die fatalen Folgen ihrer Bestellung.
Michael Hafner (Hauptgeschäftsführer Vereinigung Badischer Unternehmerverbände e.V.)

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Amazon gefährdet regionalen Handel! - Vereinigung Badischer Unternehmerverbände: Viele Käufer bedenken oft nicht die fatalen Folgen ihrer Bestellung

Viele südbadische Händler präsentieren ihr Angebot seit Beginn der Corona-Zeit auch online. Die Konkurrenz ist mit Amazon riesengroß, doch die kämpft mit unfairen Mitteln. Daran sollten die Verbraucher denken, wenn sie dort online bestellen, denn sie können auch regional im Internet einkaufen. Nur Umsatz vor Ort sichert auch Arbeitsplätze im Handel in der Regio. So profitiert ganz Südbaden!

Viele der kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Südbadens Einzelhandel haben in der Corona-Pandemie ihr Angebot auch online erweitert. Leider ist vielen Verbraucher aus der Regio noch nicht bekannt, dass sie lokal im Internet kaufen und sich die Ware nach Hause liefern lassen oder aber vor Ort abholen können. Viele Konsumenten kaufen stattdessen auf großen Online-Plattformen wie Amazon. Doch der Riese aus den USA spielt mit gezinkten Karten: Seit Jahren fährt Amazon eine Steuervermeidungsstrategie und zahlt nur minimal Steuern und Abgaben. Bis heute hat die EU keine richtige Gegenstrategie entwickelt.

Die Verbraucher haben es hier in der Hand und entscheiden mit ihrem Einkaufsverhalten über die Zukunft des regionalen Handels und damit auch der Infrastruktur der Städte und Gemeinden. Sie sollten sich unbedingt auch südbadische On- und Offline-Angebote des Einzelhandels näher ansehen, bevor sie ihre Bestellung absenden. Wer bei lokalen Einzelhändlern on- oder offline kauft, unterstützt die regionale Wirtschaft vor Ort und damit auch die Arbeitsplätze von Angestellten. Ansonsten bluten die innerörtlichen Dorf- und Stadtkerne aus.

Käufer, die sich nicht darum kümmern, was nach der Bestellung abläuft, brauchen sich nicht über Pleiten im Handel, zunehmende Arbeitslosigkeit und zurückgehende Steuereinnahmen der Kommunen zu wundern. Unterm Strich verlieren dadurch alle: der Handel, die Arbeitnehmer, Städte und Kommunen - Geschäfte schließen, Gemeinden und Städte veröden.

Noch ein wichtiges Detail: Während der südbadische Handel auf festangestellte Angestellte setzt, beschäftigt Amazon seit Jahren schlecht bezahlte Leiharbeiter. Nun ist bekanntgeworden, dass selbst der vor kurzem in Freiburg gestartete Lieferdienst des Online-Giganten nur auf Leiharbeiter im Bereich Sortierung und Selbstständigkeit der Fahrer setzt - ein Unding. Leiharbeit ist nicht per se zu verurteilen, wenn Sie seriös ist und dem Equal-Pay-Grundsatz folgt.

Bei den Fahrern des Lieferdienstes ist die Gefahr der Scheinselbstständigkeit gegeben. Ferner wird der Innenstadtverkehr durch den eigenen Lieferdienst zusätzlich mit höheren CO2-Emissionen belastet. Man wird auch sehen, ob die von Amazon angekündigte Elektromobilität umgesetzt wird.

„Verbraucher müssen jetzt massiv dabei helfen, der Entwicklung entgegenzusteuern: Wer in Südbadens Handelsgeschäften onoder offline einkauft, unterstützt die Wirtschaft vor Ort und sorgt dafür, dass die Regio lebenswert und gut entwickelt bleibt“, erklärt Michael Hafner, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Badischer Unternehmerverbände.

(Presseinfo: Vereinigung Badischer Unternehmerverbände e.V., 18.11.2020)

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