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RegioTrends

Stadtkreis Freiburg - Freiburg-Landwasser

12. Jan 2018 - 16:59 Uhr

Brandstiftung mit schwerwiegenden Folgen: Albert-Schweitzer-Schule II in Landwasser muss voraussichtlich für acht Wochen geschlossen werden - 200 Schülerinnen und Schüler betroffen

Dank exzellenter Kooperation in Freiburgs Schullandschaft gibt es bereits räumliche Ersatzlösungen

Die Brandstiftung am vergangenen Sonntag an der Albert-Schweitzer-Realschule (ASS II) in Landwasser hat deutlich schwerwiegendere Folgen als zunächst erhofft. Nach einem Ortstermin mit einem Brandschadensgutachter des Instituts für Schadensvorsorge und Schadensverhütung aus Stuttgart steht fest: Das betroffene Schulgebäude muss voraussichtlich für 8 Wochen geschlossen werden.

Von der Schließung betroffen sind 200 Schülerinnen und Schüler in 10 Klassen. Vorübergehend werden sie in anderen Gebäuden auf dem ASS-Campus unterrichtet. Ab Mitte kommender Woche greifen dann räumliche Ersatzlösungen, die die ASS-Leitung in Windeseile mit der Wentzinger-Realschule und der Adolf-Reichwein-Schule in Weingarten vereinbaren konnte. Unter Umständen wird ein weiterer Standort benötigt. Da die Ersatzlösungen längere Fußmärsche von Landwasser entfernt sind, wird die Frage des Schülertransports vom Fachamt situativ gelöst.

In diesem Zusammenhang lobten Bildungsbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Baubürgermeister Martin Haag die beeindruckende Fähigkeit der Schulen, schulübergreifend sehr kurzfristig und unbürokratisch Lösungen für solch einen Notfall zu finden. In Freiburgs Schullandschaft sind dieser Brandfall und seine Folgen zumindest in den vergangenen Jahrzehnten einzigartig.

Nach einem Ortstermin am Mittwoch hatten Vertretern des städtischen Gebäudemanagements (GMF) und des Amtes für Schule und Bildung (ASB) noch gehofft, die Folgen des Brandes vom Sonntag durch Abkleben der abgehängten Decken in drei Klassenzimmern im Erdgeschoss sowie in den drei Räumen darüber auffangen zu können. Entsprechend hatte diese Woche außer in den gesperrten Räumen noch „normaler“ Unterricht stattgefunden. Nach Einschätzung des Gutachters bestand keine Gesundheitsgefährdung für Schüler oder Lehrkräfte.

Da der Brandgeruch aber im gesamten Gebäude nicht vollständig weichen wollte, haben GMF und ASB bei einem erneuten Treffen heute vor Ort entschieden, das Gebäude für voraussichtlich acht Wochen komplett zu schließen und den Schulbetrieb auszulagern. Unterrichtet werden die 200 betroffenen Schüler in den nächsten zwei Wochen vorerst weiterhin auf dem Schul-Campus, in den Gebäuden ASS I, ASS III und im Ganztagsgebäude. Ab Ende Januar greifen dann die Hilfsangebote der erwähnten anderen Schulen.

Nach Angaben des GMF sollen die abgehängten Decken in den nächsten acht Wochen im gesamten Schulgebäude, also auch in den Fluren und im Treppenhaus, vollständig und ersatzlos demontiert werden. Diese Arbeiten erlauben keinen Schulbetrieb. Die drei vom Brand betroffenen Räume werden längerfristig nicht zu nutzen sein.

Alle ASS-Schüler können am kommenden Montag, 15. Januar, wie gewohnt ihre Schule besuchen und werden dann vor Ort den verschiedenen Ausweichräumen zugewiesen.

Den Brand am Sonntagabend hatte die Freiburger Feuerwehr zwar gegen 20 Uhr gelöscht. Bis dahin hatte er aber bereits die Holzwand des erdgeschossig in das Schulgebäude eingeschobenen Holzbaus zerstört, ein ca. 1 Quadratmeter großes Loch in dieser Wand führte zu Beschädigungen in den dahinter liegenden Klassenzimmern. Im erwähnten Holzbau, hinter einem 2,60 Meter hohen Zaun, sind die vier Müllcontainer der Schule untergebracht. In zweien dieser Container hatten bislang unbekannte Täter ein Feuer entfacht, das auf die Fassade dahinter übersprang.

Beim Brand entstand Sachschaden im sechsstelligen Euro-Bereich; genauer lässt sich die Schadenshöhe erst in etwa zwei Wochen beziffern. Die Schäden umfassen neben dem Müllcontainer und der Holzwand auch das auskragende Holzdach. Zudem haben die Täter durch ein aufgedrücktes Fenster Böller in den Bio/Chemieraum geworfen, was zu Verschmutzungen führte, und die Oberlichtkuppeln der Turnhalle beschädigt. Die Polizei hat den Schaden aufgenommen und kriminaltechnische Untersuchungen angestellt.


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