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Kreis Lörrach - Weil am Rhein

8. Oct 2019 - 15:40 Uhr Es ist angefeuert: Heizzentrale der Stadtwerke Weil am Rhein in Betrieb.
Über ein "Lagerfeuer" der etwas größeren Art freuen sich (von links): Siegfried Pflüger (Technischer Leiter der Stadtwerke), Bürgermeister Rudolf Koger, Planer der Anlagentechnik Daniel Weiß von den Elektrizitätswerken Schönau und Markus Indlekofer (Kaufmännischer Leiter der Stadtwerke). 
Nicht auf dem Bild ist Julian Schmidt (Projektingenieur der Stadtwerke).

Foto: Stadtwerke Weil am Rhein
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Es ist angefeuert: Heizzentrale der Stadtwerke Weil am Rhein in Betrieb - Effektive Anlage sichert gestiegenen Wärmebedarf auch in Zukunft - Tag der offenen Tür am 27. Oktober

Rechtzeitig zum Start der Heizperiode konnte in diesen Tagen das Feuer in der neuen Heizzentrale an der Römerstraße angefacht werden. Mit der neuen Anlage sind die Stadtwerke Weil am Rhein dafür gewappnet, den deutlich gestiegenen Wärmebedarf auch in den kommenden Jahren abdecken zu können - und das auf umweltfreundliche Weise. Neben den technischen Finessen war ein wichtiges Anliegen beim Bau, am westlichen Ortseingang zur Kernstadt ein ansprechendes Gebäude zu realisieren. „Die Gestaltung mit großen Glasflächen soll Offenheit und Transparenz ausstrahlen“, erklärt Bürgermeister Rudolph Koger. Neben Wärmekunden sollen weitere Bürgerinnen und Bürger sich eingeladen fühlen, sich mit dem Zukunftsthema Energiewende zu beschäftigen: der Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen. Zum Auftakt können sich Interessierte gleich beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 27. Oktober, ab 14:00 Uhr die Gelegenheit nutzen, sich vom komplexen Innenleben der Anlage einen Eindruck zu verschaffen.

"Wir wollen auch den letzten Rest Wärme aus dem Holz herausholen":
Die Stadtwerke Weil am Rhein ergänzten die vorhandenen Wärmequellen um einen Holzhackschnitzelkessel zur Nutzung von regionalem Restholz. Eingebaut ist eine ganz besondere Kesselanlage, wie der verantwortliche Planer Dr. Daniel Weiß von den Elektrizitätswerken Schönau erläutert: „Wir wollen auch noch den letzten Rest Wärme aus dem Holz herausholen“. Aus diesem Grund ist ein Zusatzwärmetauscher installiert, welcher die Rauchgase soweit abkühlt, dass auch der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert. Bei modernen Gaskesseln ist dieses Vorgehen Standard, bei Holzfeuerungen sind solche Anlagen technisch deutlich aufwändiger und daher bisher nur sehr wenig verbreitet. Der Wirkungsgrad der Kesselanlage steigt um zehn bis fünfzehn Prozent. Zusätzlicher optischer Nebeneffekt der Technik: Beim Schornstein ist keine Abgasfahne mehr sichtbar.

Holzhackschnitzel aus regionalem Restholz:
Bei der Erschließung des Baugebietes "Hohe Straße" wurden Wärmeleitungen so verlegt, dass alle neuen Gebäude problemlos die umweltfreundliche Wärme aus dem Netz beziehen zu können. Zusätzlich wird das bestehende Wärmenetz weiter ausgebaut. Im kommenden Jahr werden Gebäude in der Schillerstraße, das Rathaus sowie das Kant-Gymnasium an das Wärmenetz angeschlossen werden.

Die eingesetzten Holzhackschnitzel werden aus Restholz der Wälder im Landkreis Lörrach hergestellt. Holz setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie der Baum bei dessen Wachstum gebunden hat. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ergibt sich mit der Energieholznutzung ein geschlossener CO2-Kreislauf. Ein weiterer Vorteil von Holz als Energieträger ist: Die regionale Wertschöpfung wird gesteigert. Es ist schlichtweg unwirtschaftlich, Energieholz über weite Strecken zu transportieren. Deshalb sind regionale Lieferanten im Vorteil und sorgen dafür, dass die Wertschöpfung aus der Energiebereitstellung vollständig in der Region bleibt.

Hintergrund-Info:
Das Wärmenetz der Stadtwerke Weil am Rhein wird laufend ausgebaut und umfasst derzeit eine Länge von 3,6 Kilometern. In den vergangenen Jahren wurde das vorhandene Blockheizkraftwerk erneuert und gegen ein leistungsstärkeres Modul ausgetauscht. Zusätzlich zur Wärme für das Wärmenetz produziert das Blockheizkraftwerk Strom für mehr als 1.000 Haushalte, dies mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent. Um Lastspitzen zu vermeiden und das Blockheizkraftwerk möglichst flexibel einsetzten zu können wurde 2017 ein großer Pufferspeicher gebaut. Mit dem Neubau der Heizzentrale Römerstraße haben die Stadtwerke die Voraussetzungen geschaffen zukünftig mehr als 3.000 Wohnungen mit einem umweltfreundlichen Mix aus Holzenergie und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung zu versorgen. Mit dem Weiler Wärmenetz können mehr als 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Dies entspricht dem jährlichen Ausstoß von etwa 2.000 durchschnittlichen Autos. Die Erweiterung des Wärmenetzes ist ein wichtiger Baustein der Klimaschutzpolitik der Stadt Weil am Rhein.


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