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6. Dec 2018 - 15:07 Uhr

Erster Mireo-Zug für Rheintal wurde vorgestellt - Siemens Mobility startet umfangreiches Testprogramm - DB Regio betreibt ab 2020 das Rheintal-Netz - Rentabilität über den gesamten Lebenszyklus und mehr Fahrgastkomfort

Erster Mireo-Zug für Rheintal wurde vorgestellt 

Foto: Siemens Mobility GmbH
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Der erste Zug der neuen Regionaltriebzugplattform Mireo ist fertiggestellt. In den kommenden Monaten werden insgesamt acht Vorserienfahrzeuge im unternehmenseigenen Prüf- und Validationcenter (PCW) in Betrieb gesetzt. Bevor das Fahrzeug erstmals im deutschen Bahnnetz unterwegs sein darf, wird im PCW in Wegberg-Wildenrath ein umfangreiches Testprogramm absolviert. Der Mireo soll ab Juni 2020 den Betrieb im Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands aufnehmen, das von der Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn betrieben wird. Insgesamt hat die DB Regio AG 24 Mireo‑Züge bestellt. Für Siemens Mobility ist dies der erste Auftrag für die neuentwickelte Zugplattform.

„Ich freue mich sehr, dass in Baden-Württemberg ab Juni 2020 erstmalig das innovative und energieeffiziente Fahrzeugkonzept des Mireo umgesetzt wird. Dies bedeutet einen Komfortsprung für die Fahrgäste der Regionalbahn (RB) Offenburg – Basel und gleichzeitig einen Gewinn für die Umwelt“, so Verkehrsminister Winfried Hermann, Mitglied des Landtags.

„Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufgabenträger, Siemens Mobility und uns war und ist vertrauensvoll, partnerschaftlich und konstruktiv. Das zahlt sich für unsere Fahrgäste nun aus: Mit den modernen Fahrzeugen setzen wir gemeinsam neue Maßstäbe für den Komfort unserer Fahrgäste im Rheintal-Netz“, sagte David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der Region Baden-Württemberg der DB Regio AG.

„Bereits anderthalb Jahre nach Auftragserteilung können wir heute den ersten Mireo für das Rheintal präsentieren. Damit liegen wir voll im Zeitplan. Diese Liefergeschwindigkeit wird durch das modulare, intelligente Baukastensystem und die Standardkomponenten ermöglicht. Betreibern bieten wir mit diesem Fahrzeug Rentabilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Der Mireo wird als Regionalbahn (RB) auf der Strecke Offenburg – Freiburg – Basel/Neuenburg (Schweiz) sowie sonntags im Kaiserstuhl von Freiburg nach Endingen/Breisach eingesetzt. Die dreiteiligen Züge verfügen über 220 Sitzplätze. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Das Innendesign sorgt für ein großzügiges Raumgefühl mit Komfort und Sicherheit, unter anderem durch große Displays für Fahrgastinformationen, Internet an Bord sowie Sicherheitsüberwachungssysteme (CCTV). Fahrgäste profitieren von großzügigen Sitzabständen, einer CO2-Klimaanlage und multifunktionalen Mehrzweckbereichen mit ausreichend Platz für bis zu 27 Fahrräder. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste besteht rampenfreier Zugang zum Universal-WC. Alle Einstiege verfügen über einen Schiebetritt, der den Spalt zwischen Bahnsteigkante und Zug überbrückt und so das Einsteigen erleichtert.

Der Mireo ist besonders energiesparend und umweltfreundlich konzipiert. Grundlage hierfür bildet die selbsttragende, geschweißte Leichtbaustruktur in Aluminium-Integralbauweise. Auch die verbesserte Aerodynamik, die Energieeffizienz der Komponenten und das intelligente Bordnetzmanagement tragen zur Reduzierung von Ressourcen, Emissionen und Lärm bei. Insgesamt lässt sich mit dem Fahrzeug der Energieverbrauch um rund 25 Prozent reduzieren im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Aufgrund der verwendeten Materialien kommt der Mireo auf eine Recycling-Quote von 95 Prozent am Ende der Lebensdauer.

(Presseinfo: Siemens Mobility GmbH, 06.12.2018)

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