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Kreis Emmendingen - Landkreis Emmendingen

13. Mai 2026 - 12:10 Uhr

Landrat Hanno Hurth hat zwei bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wiederbestellt - Claus Liebing und Mirco Bahr setzen Arbeit im Landkreis Emmendingen fort

Landrat Hanno Hurth hat zwei bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wiederbestellt.
Von links: Die Bezirksschornsteinfeger Claus Liebing und Mirco Bahr bekamen bei der Wiederbestellung ihre Urkunden von Landrat Hanno Hurth überreicht. 

Foto: Landratsamt Emmendingen
Landrat Hanno Hurth hat zwei bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wiederbestellt.
Von links: Die Bezirksschornsteinfeger Claus Liebing und Mirco Bahr bekamen bei der Wiederbestellung ihre Urkunden von Landrat Hanno Hurth überreicht.

Foto: Landratsamt Emmendingen

Ab dem 01. Mai und dem 01. Juni 2026 setzen zwei schwarz gekleidete Glücksboten ihre Arbeit im Landkreis Emmendingen fort: Landrat Hanno Hurth hat am gestrigen Dienstag, 12. Mai 2026 Claus Liebing und Mirco Bahr als bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wiederbestellt.

Claus Liebing ist für den Kehrbezirk Landkreis Emmendingen Nr. 04 zuständig, der Endingen-Stadt mit den Ortsteilen Amoltern, Kiechlinsbergen, Königschaffhausen und einen Anteil von Forchheim sowie Jechtingen und Leiselheim umfasst. Mirco Bahr betreut den Kehrbezirk Landkreis Emmendingen Nr. 01. Dieser umfasst einen Anteil der Stadt Emmendingen, die Ortsteile Kollmarsreute, Maleck, Wasser und Windenreute sowie Freiamt außer Mundinger Höfe.

Beide Schornsteinfeger werden ihre Tätigkeit für weitere sieben Jahre in ihrem bisherigen Kehrbezirk ausüben, denn die Bestellung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger ist auf diesen Zeitraum befristet. Danach wird die Stelle neu ausgeschrieben. Landrat Hanno Hurth überreichte Claus Liebing und Mirco Bahr ihre Bestellungsurkunden und dankte ihnen für die Bereitschaft, das Amt für weitere sieben Jahre zu übernehmen.

Warum gelten Schornsteinfeger als Glücksbringer?:
Dieser Volkglaube geht auf die wichtige Funktion des Schornsteinfegers zurück, Menschen und Häuser vor gefährlichen Bränden zu bewahren. Früher waren Gebäude durch die dichte Bebauung und Konstruktionen aus Holz und Lehm besonders leicht entzündlich. Daher galt es als Glück, wenn es zwischen den jährlichen Besuchen des Schornsteinfegers nicht gebrannt hatte.

Die traditionelle Uniform mit Zylinder tragen Schornsteinfeger heute meist nur zu besonderen Anlässen. Die schwarze Arbeitskleidung ist beim Fegen jedoch nach wie vor sinnvoll. Ursprünglich war der Zylinder den Meistern vorbehalten – alle anderen trugen lediglich eine schwarze Mütze.

Hintergrund-Infos:
Was unterscheidet bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger von anderen Schornsteinfegerbetrieben?:
Seit der Liberalisierung des Schornsteinfegerhandwerks gibt es neben den sogenannten „hoheitlichen“ auch die „freien“ Tätigkeiten.

Freie Tätigkeiten: Schornsteinfeger dürfen privatwirtschaftliche Leistungen wie das Messen, Reinigen und Überprüfen von Feuerstätten sowie Energie- und Förderberatungen anbieten. Die Preise unterliegen keiner Gebührenordnung, sondern dem freien Wettbewerb.

Hoheitliche Tätigkeiten: Diese dürfen ausschließlich von bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern ausgeführt werden. Dazu zählen die Feuerstättenschau, die Ausstellung und Änderung des Feuerstättenbescheids, das Führen des Kehrbuchs sowie Bauabnahmen nach Landesrecht. Diese Aufgaben dienen der Brandverhütung und Gefahrenabwehr. Hierfür gelten bundesweit einheitliche, gesetzlich festgelegte Gebühren.

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