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Schwarzwald-Baar-Kreis - Bad Dürrheim

14. Oct 2021 - 17:19 Uhr

Bernhard Fehrenbach zum neuen Vorsitzenden gewählt - Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Alemannische Heimat in Bad Dürrheim

Regierungspräsidium Freiburg

RT-Archivbild
Regierungspräsidium Freiburg

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Der Arbeitskreis Alemannische Heimat e.V. hat bei seiner diesjährigen Mitgliederversammlung im Narrenschopf Bad Dürrheim Bernhard Fehrenbach aus Simonswald zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 62-jährige Fehrenbach folgt auf Martin Obert aus Ihringen, der bereits im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz niedergelegt hat.

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des als Dachverband für die Heimatpflege im Regierungsbezirk Freiburg tätigen Arbeitskreises waren zahlreiche Verbände und Vereine vertreten, die sich mit Trachtenwesen, Mundart, Musik, Brauchtum Heimatgeschichte oder Literatur befassen.

Die Mitgliederversammlung beschloss, Siegfried Mager aus Zimmern ob Rottweil, der seit 1991 im Vorstand der Alemannischen Heimat mitgearbeitet hat, zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Die Vorstandswahlen führten zu folgendem Ergebnis:
Bernhard Fehrenbach (Vorsitzender, für Martin Obert); Ursula Hülse (wie bisher: Stellvertreterin); Dr. Hans-Peter Widmann (Stellvertreter, für Helmut Steinmann); Uschi Isle (Beisitzerin, für Franz-Josef Winterhalter); Helmut Steinmann (Beisitzer, für Siegfried Mager); Susanne Radetzky (Schatzmeisterin und Geschäftsführerin, für die verstorbene Gerlinde Brutschin).

Bernhard Fehrenbach war von 2011 - 2019 Bürgermeister von Ballrechten-Dottingen und engagiert sich aktuell vor allem im Brauchtumsverein Simonswäldertal e.V.. Zu seinen wichtigsten Aufgaben als Vorsitzender zählt er die Vernetzung der südbadischen Heimatpflege mit landesweiten Aktivitäten wie zum Beispiel den Heimattagen sowie die Unterstützung der Mitgliedsvereine vor Ort.

Als Dachverband bündelt der Arbeitskreis die Interessen der Mitglieder in der Heimatpflege. Deshalb wird für den neuen Vorsitzenden zunächst das Kennenlernen der Mitglieder in ihren Hauptversammlungen und das Abfragen der Interessen Vorrang haben. In einem ersten Schritt kann dies vorab über die jeweiligen Vorstände erfolgen. Insgesamt wird damit eine Basis für einen gegenseitigen Austausch geschaffen. Darauf aufbauend können die gebündelten Interessen als „verstärkte Interessen“ durch den Arbeitskreis im Regierungspräsidium, in den zuständigen Ministerien und in der Öffentlichkeit vertreten werden.

Alle Mitgliedsverbände leisten sehr wertvolle Beiträge für eine erfolgreiche Heimatpflege. Als Dank und Wertschätzung dieser ehrenamtlichen Arbeit wird neben der Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg die Ehrennadel des Arbeitskreises Alemannische Heimat verliehen.

Bei der Mitgliederversammlung kam zur Sprache, dass viele der im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Vereine es zunehmend schwer haben, Nachwuchs zu finden und Vereinsämter zu besetzen. Aktuelle Entwicklungen wie ein geändertes Freizeitverhalten, neue Anforderungen im Arbeitsleben, Digitalisierung und demografischer Wandel stellen für viele Vereine eine große Herausforderung dar. Für Bernhard Fehrenbach werden weitere Fragen zu klären sein: Wie kann die Leistungsfähigkeit der Vereine erhalten werden? Welche Perspektiven gibt es in der Heimatpflege und wie kann die Öffentlichkeit besser erreicht werden?

Ansatzpunkte sieht Fehrenbach darin, mehr auf Kinder und Jugendliche zuzugehen. Eine Möglichkeit bieten die Ganztagsschulen mit ihren Arbeitsgruppen. Schon jetzt generieren Sport- und Musikvereine oder die Feuerwehr auch auf diesem Weg ihren Nachwuchs. Ähnliches gilt für die Ferienprogramme in verschiedenen Gemeinden. Dort könnten durch Aktionen an einem Tag Kinder und Jugendliche mit praktischem Anschauungsmaterial angesprochen werden, z.B. in einer historischen Mühle mit dem ganzen Räderwerk. Durch das Ansprechen von Kindern und Jugendlichen können dabei auch die Eltern erreicht werden.

Beim Pressegespräch ging der neue Vorsitzende Bernhard Fehrenbach näher auf den Begriff Heimat als zentralen Bestandteil des Arbeitskreises ein. Für den Begriff Heimat gibt es keine einheitliche Definition. Wie kann man diesen Begriff am besten umreißen?

Heimat hat für ihn auf jeden Fall mit Gemeinschaft zu tun. Denn was benötigt der einzelne Mensch neben Nahrung und Wohnung? Er braucht ein soziales Umfeld. Das hat diese Corona-Zeit sehr deutlich gezeigt. Menschen, die nicht mehr aus ihrer wohlversorgten Wohnung dürfen, vereinsamen und werden krank, selbst dann, wenn sie von zuhause aus arbeiten. Menschen brauchen einen gewissen Personenkreis um sich. Für das soziale Umfeld spielen dabei die Vereine eine sehr wichtige Rolle. Besonders identitätsstiftende Wirkung haben die Vereine im Bereich der Heimat- und Brauchtumspflege sowie der Heimatkunde.

Fazit: Heimat schafft Zufriedenheit!

Diese Corona-Zeit hat einen weiteren Aspekt der Heimat aufgezeigt. Reisen ins Ausland haben an Bedeutung verloren und die heimische Umgebung hat an Attraktivität gewonnen. Das gilt auch für Fehrenbach ganz persönlich. Letztes Jahr war er mehrere Tage auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel unterwegs und dieses Jahr auf dem Ostweg von Pforzheim nach Schaffhausen. Dabei haben ihn zwei Dinge besonders beeindruckt. Zum einen der Wechsel der Landschaften in unserer Heimat und zum anderen, wie viele junge Wanderer unterwegs waren. Heimat besteht also auch aus der uns umgebenden Natur.

Zusammen mit der sozialen Bedeutung der Heimat, also unserer Kultur kann man damit zu folgendem Ergebnis kommen: Heimat besteht aus Kultur und Natur.

Fazit: Heimat = Natur + Kultur

Einen dritten Aspekt der Heimat wollte Fehrenbach nicht vergessen. Die letzten Jahre sind sehr stark geprägt von Zuwanderung und Asylsuchenden. Dieses Thema ist im Grunde nichts Neues. Schon in den Nachkriegsjahren nach dem II. Weltkrieg waren Flüchtlingsströme unterwegs und die „Heimatvertriebenen“ haben eine neue Heimat finden müssen. Dieser gesellschaftlichen Herausforderung müssen wir uns jetzt wieder stellen. Flüchtlinge mussten ihre alte Heimat verlassen und brauchen für eine erfolgreiche Integration eine neue Heimat. Heimat ist deshalb sowohl regional als auch global von Bedeutung.

Fazit: Heimat ist brandaktuell!

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand im Narrenschopf noch die Verleihung der Ehrennadel des Arbeitskreises zusammen mit Regierungspräsidentin Schäfer statt.

Weitere Informationen:

Der Arbeitskreis Alemannische Heimat e.V. ist ein 1984 gegründeter Dachverband für im Regierungsbezirk Freiburg auf dem Gebiet der Heimatpflege tätigen Verbände und Vereine. Der satzungsmäßige Zweck des Arbeitskreises ist die Förderung der Heimat- und Brauchtumspflege sowie Heimatkunde. Seine Mitglieder befassen sich u.a. mit dem Trachtenwesen, Mundart, Musik, Heimatgeschichte und Literatur und wirken bei den jährlichen Heimattagen Baden-Württemberg mit.


Zum Arbeitskreis: http://www.alemannischeheimat.de/


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