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11. Sep 2025 - 20:12 Uhr

Bildungsgewerkschaft: Aufarbeitung des Lehrerstellen-Skandals bis Weihnachten - Entscheidungen zu „verschwundenen Stellen“ bis Anfang Februar 2026 im Landtag


Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet, dass die aktuelle Landesregierung noch in ihrer Amtszeit die „verschwundenen Stellen“ an die Schulen zurückgibt und bis Anfang Februar die entsprechenden Beschlüsse im Landtag fasst.

„Grüne und CDU haben umfassende Aufklärung versprochen und stehen deshalb auch in der Pflicht, dies in dieser Wahlperiode umzusetzen. Wir erwarten bis Weihnachten ein transparentes Konzept, wie alle eingesparten Gelder für die „verschwundenen Stellen“ für Lehrkräfte den Schulen zurückgegeben werden. Auf Kosten der Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern wurde gespart: Das muss in vollem Umfang wieder gut gemacht werden. In den nächsten Wochen muss alles unternommen werden, um auch die für dieses Schuljahr bereits genehmigten Stellen zu besetzen“, sagte am heutigen Donnerstag (11.09.) Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Stuttgart.

Kultusministerin Theresa Schopper hat am heutigen Donnerstag (11.09.) angekündigt, dass bis Weihnachten die Ursachen und die Dimension des „Lehrerstellen-Skandals“, mit dem Baden-Württemberg bundesweit Schlagzeilen produzierte, aufgearbeitet sein sollen.

„Die letzten Sitzungen des Landtags sind für Anfang Februar geplant. Die 1,5 Millionen Schüler*innen, ihre Eltern und die 140.000 Lehrkräfte werden die Parteien im Landtagswahlkampf daran messen, ob sie ihre Versprechen einlösen“, sagte Stein.

Die Bildungsgewerkschaft, die mit 51.000 Mitgliedern Lehrkräfte aller Schularten vertritt, erwartet, dass die Landesregierung sich an die Zusagen hält und der notwendige Zusatzbedarf für G9 nicht aus den „verschwundenen Stellen“, sondern einem eigenen Topf finanziert wird. Diese Stellen müssten daher spätestens zum übernächsten Schuljahr in den sonderpädagogischen Bereich, die Grundschulen und die Vertretungsreserve verschoben werden.

Gut 1,5 Millionen Schüler*innen in Baden-Württemberg – steigende Schüler*innenzahlen:
Im Schuljahr 2024/2025 besuchten die gut 3.500 öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg 1.038.000 Schüler*innen. Dazu kamen gut 110.000 an privaten Schulen. An den Beruflichen Schulen saßen 391.703 Jugendliche und junge Erwachsene (öffentliche und private Schulen) in den Klassenzimmern. Gut 140.000 Lehrkräfte unterrichten zwischen Main und Bodensee an etwa 4.500 Schulen. Die Schüler*innenzahlen sollen insgesamt bis 2035/36 auf 1,624 Millionen ansteigen (Vorausberechnung StaLa 2023).

(Quelle: Stat. Landesamt BW)

10 Punkte für die Landesregierung 2026-2031:
Die GEW mischt sich auch in den Landtagswahlkampf ein und hat klare Erwartungen an die neue Landesregierung zur Bildungspolitik zwischen 2026 und 2031:

„Wir wollen am Ende der nächsten Wahlperiode im Jahr 2031 über viele Themen nicht mehr sprechen. Unser Land braucht eine Landesregierung, die nach dem Reformstau der vergangenen Jahre zuerst einmal viele Baustellen eröffnet und innerhalb der nächsten fünf Jahre dafür sorgt, dass die Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg zukunftssicher und unsere Kinder fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden“, sagte Stein.

GEW-Erwartungen an die nächste Landesregierung:

1. Die ständige Vertretungsreserve beträgt 2031 3.300 Stellen, weil die Landesregierung ab 2026 den Stufenplan aus 2012 wieder umsetzt und jährlich 200 neue Stellen schafft.

2. Baden-Württemberg ist nicht mehr bundesweiter Spitzenreiter bei den arbeitslosen Lehrkräften im August, weil die etwa 4.000 fertigen Referendar*innen ab 2026 ihre Ferien wie alle anderen Arbeitnehmer*innen in BW gezahlt bekommen.

3. Grundschullehrkräfte pendeln nicht mehr von Ulm nach Neu-Ulm, weil BW wie 13 bzw. 15 (Hauptschulen) weitere Bundesländer die Grund- und Hauptschullehrkräfte nach A 13/E 13 bezahlt.

4. Für einen qualitativ hochwertigen Ganztag gibt es verbindliche Mindeststandards, angelehnt an die Hortstandards.

5. Eine langfristige Lehrkräftebedarfsplanung wird verbindlich und hat direkte Auswirkungen auf die Schaffung der entsprechenden Studienplätze, verbunden mit dem Ziel, dass alle Stellen in den 4.500 Schulen besetzt werden können.

6. Schulleitung ist ein begehrter Posten und es gibt eine Auswahl bei jeder Neubesetzung, weil mit Schulverwaltungsassistenzen und 14 Stunden Freistellung genügend Freiraum für die Schulentwicklung bleibt. Für Nachwuchsgewinnung gibt es ausreichend Fortbildungen zur Führungskultur.

7. Schulsozialarbeit ist verlässlich für Kommunen co-finanziert. Demokratiebildung ist in allen Schularten mit genügend Ressourcen unterlegt.

8. Fortbildungen orientieren sich an aktuellen Bedarfen und sind in ausreichendem Maße vorhanden. Es gibt das Berufsbild Aus- und Fortbildner*in, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und auf Dauer zu halten.

9. Für Technische Lehrkräfte und Fachlehrkräfte entspricht die Unterrichtsverpflichtung derjenigen der wissenschaftlichen Lehrkräfte an der jeweiligen Schulart.

10. Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte ist 2031 Standard.

(Presseinfo: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg, 11.09.2025)

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