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RegioTrends

Stadtkreis Freiburg - Freiburg

3. Apr 2025 - 15:19 Uhr

Neue Klimaanpassungsstrategie in Freiburg vorgestellt - Von Grünoasen bis zu Notfallplänen - Über 300 Maßnahmen von 34 Ämtern - Umfassender Aktionsplan sorgt dafür, dass Freiburg lebenswerte Stadt bleibt


Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit: „Die Klimakrise und ihre Folgen müssen auch in politisch instabilen Zeiten ein Top-Thema bleiben“


Rekordtemperaturen, Tropennächte, starke Niederschläge und immer längere Trockenperioden – der Klimawandel ist kein Phänomen der Zukunft, sondern bereits heute Realität in Freiburg. Deshalb hat die Verwaltung in den letzten zwei Jahren eine neue und umfassende Klimaanpassungsstrategie erarbeitet, um gut auf die immer spürbareren Folgen vorbereitet zu sein. Denn darunter leiden Menschen, Tiere, Infrastruktur und die Umwelt gleichermaßen.

Die neue Klimaanpassungsstrategie hat Umweltbürgermeisterin Christine
Buchheit am heutigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt und dabei bekräftigt: „Die Klimakrise und ihre Folgen müssen für uns auch in politisch instabilen Zeiten ein Top-Thema bleiben. Das zeigt nicht nur die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, sondern auch der Starkregen hier in Freiburg im August 2023. Mit unserer neuen Strategie haben wir als Stadtverwaltung einen guten und umfassenden Fahrplan der Klimaanpassung für die nächsten Jahre erarbeitet. Dabei geht es darum, heute und in Zukunft die Folgen des Klimawandels zu erkennen, zu berücksichtigen und – wenn möglich – zu vermeiden. Unsere neue Klimaanpassungsstrategie ist ein gemeinsamer Kraftakt aller Ämter, Dienststellen und unserer Töchterunternehmen gewesen – vielen Dank an alle Beteiligten.“

Auf über 170 Seiten befasst sich die neue Klimaanpassungsstrategie mit den zentralen Fragen: Wie ist die Situation heute? Womit müssen wir in Zukunft rechnen? Was tun wir bereits? Wo müssen wir aktiver werden? Was ist unser Ziel? Und wie kommen wir dahin? Bei der Erstellung wurden neueste Prognosen und Modellierungen herangezogen, um abzuwägen, wo Freiburg besonders betroffen ist und um Stärken sowie Schwächen in den bisherigen Klimaanpassungsmaßnahmen zu finden.

Herzstück ist der neue Aktionsplan Klimaanpassung, der alle städtischen Bemühungen dazu nach Zeithorizont, Wirkungsgrad und Priorität gliedert. Über 300 bereits laufende oder neue Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass Freiburg eine lebenswerte Stadt bleibt. Dabei wurden insgesamt 18 besonders wichtige Maßnahmen, sogenannte Leuchttürme, identifiziert: Dazu gehören komplexe Vorgänge wie bessere Vernetzung von Fachdaten, aber auch konkrete Projekte wie Grünoasen, klimaangepasste Schulhöfe durch mehr Schatten oder ein flächendeckender Biotopverbund sowie Notfallpläne bei Niedrig- oder Hochwasser.

Was beinhaltet die Strategie?:
Die Basis für zukünftiges Handeln ist eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands. In einem ersten Schritt wurde deshalb herausgearbeitet, wie der Klimawandel Freiburg aktuell und zukünftig betrifft. Anschließend wurde diese Betroffenheit für alle Lebensbereiche, gegliedert in zehn Handlungsfelder, bewertet: Gesundheit, Freizeit, Kultur und Sport, Stadtgrün, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität, Wasserhaushalt, Gebäude, Wirtschaft und Tourismus, technische Infrastruktur und übergeordnete Querschnittsaufgaben.

Darauf aufbauend hat die Projektgruppe Klimaanpassung ein Leitbild für die Klimaanpassung mit konkreten Zielen und Maßnahmen, um diese zu erreichen, erarbeitet. So belasten beispielsweise immer heißere Sommer die Stadtgesellschaft, was zu Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und sogar schweren Herz-Kreislaufkrankheiten führen kann. Zunehmende Hitze betrifft unter anderem die Handlungsfelder Gesundheit, Gebäude oder Stadtgrün. Bereits laufende oder künftige Projekte sind hier der Hitzeaktionsplan für menschliche Gesundheit, begrünte Gebäude oder mehr Bäume in Freiburg.

Abschließend wurde neben einem Verstetigungskonzept auch Empfehlungen für die laufende Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit formuliert.

Wie geht es weiter?:
Bereits bevor die Stadtverwaltung die neue Klimaanpassungsstrategie erstellt hat, wurden viele Projekte zur Klimaanpassung umgesetzt. Um diesen Kurs beizubehalten, stellt die neue Klimaanpassungsstrategie nun den neuen Fahrplan für die Klimaanpassung in Freiburg für die nächsten Jahren dar. Dabei ist genau festgelegt, welche Dienststelle verantwortlich ist, welche weiteren Dienststellen beteiligt sind, wie lange es dauert und welche Ressourcen benötigt werden. Für viele Projekte des Aktionsplans sind bereits Mittel im neuen Doppelhaushalt enthalten; über andere Maßnahmen muss der Gemeinderat erst noch entscheiden. Das Umweltschutzamt steuert und koordiniert den Gesamtprozess in enger Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Klimaanpassung.

Die neue Klimaanpassungsstrategie – ein gesamtstädtisches Projekt der letzten zwei Jahre:
Klimaanpassung betrifft naturgemäß viele Themen und ist deshalb eine echte Querschnittsaufgabe. An der Erarbeitung waren – unter Federführung des Umweltschutzamtes – insgesamt 34 Ämter und Dienststellen, das spezialisierte Fachgutachterbüro Infrastruktur und Umwelt (Darmstadt), die städtischen Gesellschaften und weitere Institutionen beteiligt. Eine Onlinebeteiligung der Öffentlichkeit im Frühjahr 2024 ergänzte die Sicht der Fachleute. Die Freiburger*innen und Verbände haben dabei bewertet, wo und wie sie durch den Klimawandel betroffen sind. Dabei sind, neben allgemeinen Hinweisen zur Klimaanpassung in Freiburg, 350 konkrete Vorschläge eingebracht worden.

Die Verwaltung beschäftigt sich schon länger mit zunehmender Hitze und Trockenheit sowie der steigenden Gefahr von Starkregen- und Hochwasserereignissen. Bereits 2003 gab eine erste Stadtklimaanalyse Aufschluss über die Hitzebelastung in Freiburg. Die neue Strategie löst die städtische Anpassungsstrategie aus dem Jahr 2013 ab und baut auf allen seither bereits realisierten oder laufenden Klimaanpassungsmaßnahmen und Fachkonzepten auf. Dazu zählt beispielsweise der Bau der Hochwasserrückhaltebecken Bohrertal und Breitmatte oder das städtische Förderprogramm „GebäudeGrün³“ zur Gebäudebegrünung. Als neue, städtebauliche Fachkonzepte bilden die Klimaanpassungskonzepte für das Handlungsfeld Hitze aus dem Jahr 2018 und Regenwasser aus dem Jahr 2024 weitere wichtige Planungsgrundlagen.

Die neue Anpassungsstrategie erfüllt schon heute etwaige künftige gesetzliche Vorgaben an die Kommunen zur Erstellung solcher Anpassungskonzepte und ist auch die Grundlage, um weitere Drittmittel von Bund und Land für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen einzuwerben.

(Presseinfo: Stadt Freiburg, 03.04.2025)


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