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Kreis Emmendingen - Emmendingen

20. Feb 2010 - 05:01 Uhr

Von der Feuerwehr zur Hilfeleistungs-GmbH: Jahreshauptversammlung der Emmendinger Feuerwehr

Stadtbrandmeister und Kommandant Karlo Rieth
Stadtbrandmeister und Kommandant Karlo Rieth
Der Emmendinger Feuerwehr geht die Arbeit nicht aus. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung gestern Abend deutlich. Im Gegenteil. Die Zahl der Einsätze steigt von Jahr zu Jahr. Mussten die Männer in blau 2008 noch 158 mal ausrücken, waren es 2009 schon 159 Einsatzfahrten. Das sind rund drei Alarmierungen pro Woche, bewältigt von Menschen, die hauptberuflich ganz anderen Tätigkeiten nachgehen.

Gleichzeitig wird der Aufgabenbereich immer vielfältiger. Zu Bränden wurde die Feuerwehr in 49 Fällen gerufen. In vier Fällen rückte die ABC-Gruppe aus und in 87 Fällen waren Hilfeleistungen aller Art gefragt. Dazu zählen beispielsweise Wassernotfälle, Mensch- und Tierrettung oder auch die Beseitigung von Schäden nach Stürmen. In drei Fällen setzte die Feuerwehr dabei die Drehleiter ein. Zehn Personen wurden im Laufe des Jahres gerettet. Eine konnte nur noch tot geborgen werden.

Eröffnet wurde die Versammlung von Kommandant Karlo Rieth, der neben den Aktiven der Feuerwehr, der Altersabteilung und der Jugendfeuerwehr auch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Kreisbrandmeister Jörg Berger, dessen Vorgänger Rudi Ringwald, den Leiter des Polizeireviers Achim Meier sowie Peter Zimmermann vom Deutschen Roten Kreuz begrüßen konnte. Außerdem eine stattliche Zahl von Vertretern aus dem Gemeinderat. Darunter Joachim Saar, Thomas Fechner, Christl Gräber, Bernd Müller-Bütow, Heinz Sillmann, Klaus Pleuler und Alfred Haas.

Anschließend führte Schriftführer Konrad Meicher mit einem humorigen Lichtbildvortrag durchs Jahr. Dabei wurde schnell klar, dass der Dienst in der Feuerwehr nicht nur wichtig ist sondern auch sehr viel Freude machen kann, zumindest bei Übungen. Und davon gab es 22 Stück, an denen im Schnitt 82 Prozent der Wehrmänner und Frauen teilgenommen haben. Für gute Laune bei der Wehr sorgte auch der Tag der offenen Tür bei den benachbarten Stadtwerken, wobei die Feuerwehr bei der Enthüllung des Brunnens mit der Drehleiter behilflich war.

Bei Notfällen geht es dagegen weniger lustig zu. Beispielhaft nannte Meicher einen Gebäudebrand in der Brunnenstraße, bei dem sich das Feuer fast über den gesamten Dachstuhl der Häuserreihe ausgebreitet hätte. Schwierig habe sich auch die Rettung einer 30jährigen Autofahrerin gestaltet, die am Ortseingang Teningen mit einem Linienbus kollidierte und mit der Rettungsschere befreit werden musste. Gelegentlich machen die Einsatzkräfte aber auch unerwartet unfreundliche Entdeckungen. So war aus einer Wohnung in der Roethestraße nur Rauchgeruch feststellbar. Als die Feuerwehr der Sache auf den Grund gehen wollte, fand sie einen toten Mann vor, so Meicher.

Auch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer erinnerte an einige Einsätze im vergangenen Jahr. Dabei hätte ihn einmal mehr beeindruckt, auf welch unterschiedliche Situationen sich die Feuerwehr blitzschnell einstellen muss. Positiv vermehrte Schlatterer, dass Wehr und Stadtwerke ein gut nachbarschaftliches Verhältnis pflegen. Er freue sich zudem, dass Karlo Rieth sich bereit erklärt habe, das aufwändige Amt des Kommandanten für weitere fünf Jahre zu übernehmen. Das die Emmendinger Feuerwehr funktioniert, so Schlatterer, lasse sich auch am Wachstum erkennen. Die Abteilung konnte immerhin 14 neue Aktive in ihre Reihen aufnehmen. Besonderen Dank richtete Emmendingen OB an die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter im Einsatzfall für die Feuerwehr freistellen Anschließend schritt Schlatterer zu einem besonders beliebten Programmpunkt - den Beförderungen.

Kreisbrandmeister Jörg Berger bedankte sich bei der Abteilung Emmendingen für die Atemschutzausbildung und hob die anspruchsvollen Aufgaben des ABC-Zugs hervor. In 2009 sei die Emmendinger Wehr auch in mehreren Fällen außerhalb ihres Territoriums angefordert worden, zu einem Großbrand in Endingen und zu einer Massenkarambolage auf der Autobahn. Ereignisse, so Berger, bei denen der Wunsch, dass alle wieder gesund nach Hause kommen, seine Berechtigung habe. Die Abteilung Emmendingen, so Berger weiter, überzeuge durch hundertprozentige Professionalität im Einsatz. Das sei nicht zuletzt auf die sehr gute Ausbildung schon bei der Jugendfeuerwehr zurückzuführen.

Auch Kommandant Karlo Rieth fand lobende Worte für seine Mannschaft: “Es ist schon gut, dass wir Euch haben und Betriebe, die das unterstützen.” Das Aufgabenspektrum werde immer breiter, so Rieth. Die Feuerwehr habe sich mittlerweile zur Hilfeleistungswehr entwickelt. Jetzt wo die Stadt eine neue Rechnungslegung einführt, werde daraus womöglich bald eine Hilfeleistungs-GmbH. Rieth bedankte sich bei den Vertretern der Stadt und des Gemeinderats für die Unterstützung. Das Interesse an der Feuerwehr habe gegenüber früher deutlich zugenommen.

Jahresberichten und Wahlen

Bei den Jahresberichten und Wahlen gab es keine Überraschungen. Schriftführer Konrad Meicher wurde einstimmig wiedergewählt. Rechner Sven Kaukerat wurde einstimmig entlastet. Kassenprüfer Jenne Raimund wurde ebenfalls wiedergewählt. Zum Nachfolger für den scheidenden Kassenprüfer Peter Schlenker wurde Dieter Kreiner bestimmt.

Förderverein im Aufwind

Im Anschluss fand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Emmendinger Feuerwehr statt. Dabei konnte der 2. Vorsitzende Ralf Kesselring gute Nachrichten überbringen. In 2009 ist die Zahl der Mitglieder von 145 auf 163 gewachsen. Damit stiegen auch die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, die der Verein für seine Tätigkeit braucht. Und die ist für die Feuerwehr wichtig. 2008 konnte der Förderverein beispielsweise ein Mannschaftsfahrzeug für die Wehr anschaffen und damit auch die Stadtkasse entlasten. 2009 war immerhin noch eine neue Ausstattung für die Jugendfeuerwehr drin, von den Stiefeln bis zur Mütze. Dennoch sind neue Mitglieder hochwillkommen, so Kesselring und auch Einzelzuwendungen kann der Förderverein gut gebrauchen.

Beförderungen

Im Rahmen der Versammlung beförderte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer Dominik Oesterle, Joschla Vetter, Alexander Lorei und Wilhelm Mehler zu Feuerwehrmännern. Tobias Siegel und Urs Volz wurden Oberfeuerwehrmänner. Zu Löschmeistern ernannt wurden Sergej Harsch, Waldemar Harsch und Fabio Matusche.


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