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RegioTrends

Ortenaukreis - Europa-Park

22. Jun 2012 - 15:23 Uhr

"Lebende Werkstatt" im Europa-Park – Traditionelles Handwerk boomt

Die drei erfolgreichen, jungen Handwerker (v.l.): Andreas Schenk, Andreas Fichter und Alexander Weber.
Foto: Europa-Park
Die drei erfolgreichen, jungen Handwerker (v.l.): Andreas Schenk, Andreas Fichter und Alexander Weber.
Foto: Europa-Park
Im Rahmen der Badischen Bau- & Ausbautage präsentierten Holzbau Baden, der Fachverband Ausbau und Fassade Baden sowie Schreiner Baden am 22. Juni 2012 im Europa-Park direkt vor der Holzachterbahn „WODAN – Timburcoaster“ eine „Lebende Werkstatt“: Erfolgreiche Junggesellen des Zimmerer-, Stuckateur- und Schreinerhandwerks zeigten traditionelle Handwerkstechniken. An der Aktion beteiligt waren der Zimmerer-Europameister Andreas Fichter aus St. Georgen, der Stuckateur Matthäus Schenk aus Ehingen und der Schreiner Alexander Weber aus Elzach.

Die drei Junghandwerker haben sich durch die erfolgreiche Teilnahme an Leistungswettbewerben auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene hervorgetan. So errang Andreas Fichter bei der Zimmerer-Europameisterschaft im vergangenen Februar in Stuttgart den 1. Platz in der Einzelwertung und in der Nationenwertung. Im Jahr 2010 belegte er den 1. Platz beim Bundesleistungswettbewerb im Zimmererhandwerk. Andreas Schenk qualifizierte sich im September 2011 über einen Auswahlwettbewerb als Mitglied der Stuckateur-Nationalmannschaft. Damit gehört er zu den zehn besten Jung- Stuckateuren Deutschlands. Alexander Weber errang im Oktober 2011 mit seinem Gesellenstück „wandhängendes Sideboard“ den 2. Preis im Wettbewerb „Die gute Form“ des Verbandes Schreiner Baden. Im März 2012 war er Teilnehmer des Bundeswettbewerbs „Die gute Form“ bei der Internationalen Handwerksmesse in München.
Gezeigt wurden im Rahmen der „Lebenden Werkstatt“ im Europa-Park traditionelle Handwerkstechniken wie das Schiften mit Japansägen, das Ziehen von Stuckstäben und klassische Holzverbindungen. Die Arbeit der Gesellen demonstrierte auch wie aufwändig der Bau der gigantischen Holzachterbahn „WODAN – Timburcoaster“ im Europa-Park war. Hier werden 1000 m³ Holz mit 2.000.000 Nägeln und 100.000 Schraubverbindungen zusammengehalten.
Bei einem Interview teilten die drei Junggesellen den Besuchern von Deutschlands größtem Freizeitpark Näheres über ihren Beruf, ihre Ausbildung und ihre Wettbewerbserfolge mit. Ziel der „Lebenden Werkstatt“ war es, die hohe Leistungsfähigkeit der Unternehmen des Zimmererhandwerks, des Stuckateurhandwerks und des Schreinerhandwerks zu demonstrieren. Darüber hinaus sollte der Öffentlichkeit die hohe Qualität der Ausbildung in den Bauhandwerksberufen vor Augen geführt werden. Verbandsdirektor Michael Hafner hob in seiner Ansprache die zahlreichen Vorteile der Bauberufe hervor. „Die günstigen beruflichen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zählen zu den Pluspunkten einer Ausbildung am Bau“, unterstrich Hafner. Wegen des hohen Baubedarfs seien qualifizierte Fach- und Führungskräfte in der Bau- und Ausbauwirtschaft auf viele Jahre hinaus sehr gefragt.
„Daher ist eine Ausbildung in einem Bauberuf auch heute eine ausgezeichnete Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft“, so der Verbandsdirektor abschließend.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss äußerten sich Michael Bleich, Vorsitzender der FAF, Rolf Kuri, Präsident Holzbau Dabden e.V., Michael Hafner, Verbandsdirektor, Gerhard Rümmele, Präsident Schreiner Baden e.V. sowie Gregor Gierden, Pressereferent Bauwirtschaft Südbaden.
Rolf Kuri beschrieb die gute Auslastung der Betriebe und betonte den Fachkräftemangel, der in Zukunft noch größer werden wird.
Auch sprach er ein aktuelles Problem an – während Schweizer Unternehmen die gut ausgebildeten deutschen Fachkräfte durch hohe Bezahlungen abwerben, müssen sich die deutschen Handwerksbetriebe dem Preiskampf mit Handwerkern aus dem Ostblock stellen.
Michael Hafner betonte die großen Übernahmechancen für Azubis, bei guter Leistung in der Ausbildung.
Auch Aufträge für deutsche Betriebe im Ausland waren ein Thema – so wird den Unternehmern die Expansion ins benachbarte Frankreich von den Behörden leicht gemacht, während sie in der Schweiz immer zu kämpfen haben. Hier werden die Firmen regelrecht „terrorisiert“, so Hafner.

Die Lage wurde von allen Beteiligten als gut, wenn auch problematisch bezeichnet. So mussten Betriebe bereits Aufträge ablehnen, da der Mangel an Fachkräften sich nicht auf die Qualität auswirken soll und darf. Die Unternehmen wollen dem hohen Anspruch, den sie sich aufgebaut haben auch weiterhin gerecht werden.
Die Chancen für Berufseinsteiger sind im Handwerk groß – ein Berufszweig, der nie aussterben wird und sich aktuell steigender Nachfrage erfreut.


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