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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

2. Apr 2025 - 11:42 Uhr

Long-COVID-Forschung bei Kindern am Universitätsklinikum Freiburg wird weiter ausgebaut - 5,4 Millionen Euro für fünf Projekte - Forschung zu Diagnostik, Aufbau einer Bioprobenbank und Evaluation neuer Versorgungsstrukturen


Das Universitätsklinikum Freiburg erhält vom Bundesgesundheitsministerium 5,4 Millionen Euro für die Erforschung und Versorgung von Long COVID bei Kindern und Jugendlichen. Gefördert werden Projekte im deutschlandweiten Konsortium PEDNET-LC, das insgesamt 41 Millionen Euro erhält. Die Freiburger Projekte reichen von der Untersuchung genetischer Risikofaktoren und bildgebender Verfahren bis zur Evaluation einer neuen Versorgungsstruktur, die bundesweit etabliert werden soll. Auf diese Weise sollen Betroffene schneller Zugang zu spezialisierten Ambulanzen finden, die über Expertise in dem Krankheitsbild verfügen. Auch der Aufbau einer zentralen Bioprobenbank wird von Freiburg aus mitgestaltet. Damit bringt der Standort sowohl wissenschaftliche als auch versorgungspraktische Perspektiven in das Projekt ein.

„Das Besondere an PEDNET ist die enge Verzahnung von klinischer Versorgung, Grundlagenforschung und Versorgungsforschung auf Bundesebene – das Universitätsklinikum Freiburg bringt in allen drei Bereichen substanzielle Beiträge ein“, betont Prof. Dr. Thorsten Langer, Koordinator der Freiburger Teilprojekte und Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg.

PEDNET-LC („Pädiatrisches Netzwerk zur Versorgung und Erforschung von postakuten Folgen von COVID-19, ähnlichen postakuten Infektions- und Impfsyndromen sowie ME/CFS“). Ziel des bundesweiten Netzwerks ist der Aufbau interdisziplinärer Versorgungszentren, die Entwicklung einheitlicher Leitlinien sowie die Durchführung klinischer Studien und Datenauswertungen.

Hochmoderne Bildgebung und Genetik:
Zwei translationale Forschungsprojekte unter der Leitung von Dr. Roland Elling widmen sich der Frage, wie sich Long COVID bei Kindern und Jugendlichen auf neurobiologischer Ebene zeigt. Mithilfe modernster MRT-Verfahren wird untersucht, ob entzündliche Prozesse im Gehirn der Betroffenen nachweisbar sind. Parallel dazu sollen genomische Analysen genetische Risikofaktoren identifizieren, die mit der Erkrankung assoziiert sind. Ziel ist es, neue diagnostische Ansätze und potenzielle therapeutische Angriffspunkte zu entwickeln.

Bioproben für ganz Deutschland:
Das Zentrum für Biobanking – FREEZE der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und des Universitätsklinikums Freiburg, geleitet von Prof. Dr. Alexandra Nieters, übernimmt eine zentrale Rolle bei der einheitlichen Erhebung und Bereitstellung hochwertiger Bioproben. Gemeinsam mit der Biobank des Universitätsklinikums Dresden wird eine bundesweite, standardisierte Sammlung und Verarbeitung von Proben betroffener Kinder und Jugendlicher aufgebaut. Diese Biobank-Infrastruktur bildet die Grundlage für zahlreiche begleitende Forschungsprojekte innerhalb des PEDNET-LC-Verbunds.

Versorgungsstrukturen aufbauen und den Austausch fördern:
Mit PEDNET sollen in jedem Bundesland Koordinationsstellen für die Betroffenen und Behandler*innen entstehen. Einerseits können hier Patient*innen versorgt bzw. weitervermittelt werden. Andererseits sollen sie die Kooperation zwischen Kinderkliniken, Kindarztpraxen, Therapeut*innen und ggf. Jugendämtern unterstützen. Für Baden-Württemberg liegt diese Koordinationsstelle beim Sozialpädiatrischen Zentrum unter Leitung von Thorsten Langer. „Wichtig ist außerdem die Einbindung kinder- und jugendpsychiatrischer Abteilungen in die Versorgungsstruktur. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen KJP und SPZ weiter gestärkt“, so Langer. Darüber hinaus unterstützt das Freiburger Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) die bundesweite Vernetzung der SPZ durch Fortbildungen und digitale Fallkonferenzen. Es stellt damit die Schnittstelle zwischen nationalen Empfehlungen und regionaler Umsetzung dar.

Versorgungsrealität verstehen, Versorgung verbessern:
Unter Federführung der Sektion Versorgungs- und Rehabilitationsforschung (Leitung: Prof. Dr. Manuela Glattacker) wird untersucht, wie erfolgreich die geplanten regionalen Koordinierungszentren in den einzelnen Bundesländern aus Sicht der beteiligten Behandelnden sind – und welche Faktoren dies begünstigen oder behindern. „Gerade bei komplexen, schwer fassbaren Krankheitsbildern wie Long COVID im Kindesalter brauchen wir wissenschaftlich fundierte Modelle – und einen bundesweiten Austausch darüber, was in der Praxis funktioniert“, so Langer.

(Presseinfo: Universitätsklinikum Freiburg, 02.04.2025)


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