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Schweiz - Laufenburg

24. Feb 2023 - 12:14 Uhr

Geschäftsjahr 2022: Energiedienst Holding AG erzielt höheren EBIT - Operatives Ergebnis geht zurück

Foto: Energiedienst Holding AG
Foto: Energiedienst Holding AG

Kapitalmarkteffekte heben EBIT auf 103,4 Mio. Euro; Adjusted EBIT reduziert sich auf 59,8 Mio. Euro - Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vor, die Dividende bei 0,85 CHF je Aktie zu belassen - Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2022 am heutigen Freitag veröffentlicht


Die Energiedienst Holding AG hat im Geschäftsjahr 2022 einen EBIT, also ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern, in Höhe von 103,4 Mio. Euro erreicht. Der Wert liegt damit rund 14 Mio. Euro über dem Vorjahreswert und den Erwartungen. Zum Halbjahr hatte Energiedienst noch mit einem EBIT in Höhe von über 70 Mio. Euro gerechnet. Die Steigerung resultierte aus der Kapitalmarktentwicklung, die zu ergebniswirksamen Bewertungseffekten bei der Personalvorsorge Deutschland geführt hat. Die Energiedienst Holding AG publiziert ihre Geschäftszahlen nach Swiss GAAP FER. Daher werden diese Effekte direkt im EBIT gebucht.

Beim Adjusted EBIT erreichte die Energiedienst-Gruppe ein deutlich geringeres Ergebnis als im Vorjahr. Der Adjusted EBIT, der die operative Ergebnisentwicklung widerspiegelt, lag 2022 bei 59,8 Mio. Euro und damit über 8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Geschäftsjahr 2022 war vor allem am Hochrhein von einer sehr schlechten Wasserführung geprägt. Die negativen Effekte aus der deutlich geringeren Produktion konnten zwar durch höhere Preise für die Vorvermarktung und die Vermarktung eines Pumpspeicheranteils kompensiert werden. Das Vorjahr 2021 war jedoch durch positive Einmaleffekte vor allem im Netzbereich beeinflusst, die in diesem Umfang im Geschäftsjahr 2022 nicht anfielen.

Der Jahresgewinn der Energiedienst-Gruppe summierte sich auf rund 99,3 Mio. Euro, rund 15 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Die Finanzstabilität der Energiedienst-Gruppe ist weiterhin sehr robust. Dies zeigt sich im Eigenkapitalanteil von rund 57 Prozent (Vorjahr: 52 Prozent). Der Free Cashflow lag im Geschäftsjahr 2021 bei -162 Mio. Euro (Vorjahr: 199 Mio. Euro). Diese Kennzahl war vor allem durch erhaltene Margin-Zahlungen im Zusammenhang mit der Absicherung von Stromhandelsverträgen im Geschäftsjahr 2021 und die Rückführung dieser Zahlungen im Geschäftsjahr 2022 beeinflusst. Das Nettofinanzguthaben ist mit rund 80 Mio. Euro weiterhin gut.

Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, sagt: „Das Geschäftsjahr 2022 hat nie dagewesene Herausforderungen und hohe Unsicherheit gebracht. Gerade die Auswirkungen der Gasknappheit auf die Beschaffungskosten auch am Strommarkt und die grossen Preisschwankungen betreffen Energiedienst. Positiv zu verzeichnen ist, dass Energiedienst insbesondere im zweiten Halbjahr 2022 und in Folge einer guten Preispolitik einen deutlichen Kundenzulauf verzeichnen konnte. Insgesamt hat Energiedienst im Geschäftsjahr 2022 nachhaltig gut gewirtschaftet und seine gesellschaftlichen Aufgaben als zuverlässiger Energieproduzent und -versorger sowie als wichtiger Arbeitgeber in der Region erfüllt. Dies alles ermöglicht es uns, weiter intensiv in erneuerbare Energien zu investieren und die Energiewende vor Ort voranzutreiben. Hierbei helfen uns auch die breite Diversifizierung der Geschäftssparten sowie unsere Bi-Nationalität, das Geschäft auch in schwierigeren Phasen auszubalancieren.“

Unternehmensstrategie 2030 weist den Weg:
Die aktuellen Unternehmensergebnisse und auch die Strategierevision im Jahr 2022 zeigen, dass die Energiedienst-Gruppe mit der Unternehmensstrategie 2030 den richtigen Weg eingeschlagen hat. In den drei Säulen der Strategie – Kundennahe Energielösungen, Systemrelevante Infrastruktur und Erneuerbare Erzeugungs-Infrastruktur – zielt die Energiedienst-Gruppe weiter auf Wachstum.

Jörg Reichert erklärt dazu: „Mit der Strategie 2030 sehen wir uns weiterhin auf Kurs. Die Anforderungen an Energieversorger steigen stetig an und eine strategische Strombeschaffung wird zum unabdingbaren Erfolgsfaktor. Die konservative Beschaffungsstrategie der Energiedienst-Gruppe zahlt sich nun auf langfristige Sicht aus. Der Druck, in erneuerbare Energien zu investieren, war noch nie so gross.“

Entwicklung des Geschäfts in den drei Wachstumssäulen:

Kundennahe Energielösungen:
Der Energieabsatz der Energiedienst-Gruppe verringerte sich um 2,6 Prozent auf 8.462 Mio. kWh. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere durchlaufende Stromhandelsmengen und einen rückläufigen Vertriebsabsatz bei Gasprodukten zurückzuführen. Gegenläufig entwickelte sich der Absatz unserer Stromprodukte an unsere Kunden. Dieser stieg um insgesamt 31 Mio. kWh bzw. 0,8 Prozent an. Innerhalb unserer Stromprodukte sehen wir eine deutliche Steigerung unseres Produkts NaturEnergie.

Der Vertrieb Strom und Gas verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine deutliche Ergebnisverschlechterung von rund 6 Mio. Euro. Das massiv gestiegene Niveau sowie die volatile Entwicklung der Stromhandelspreise führte insbesondere auf Ebene der Industriekunden zu deutlich rückläufigen Deckungsbeiträgen. Das Endkundengeschäft Photovoltaik sowie die Projekte im Wärme- und Energielösungsbereich verbesserten sich insgesamt um rund 3 Mio. Euro. Insgesamt steht ein deutliches Minus beim Adjust EBIT des Segments Kundennahe Energielösungen zu Buche.

Systemrelevante Infrastruktur:
Während 2021 positiv durch die zeitversetzte Weitergabe von Personalzusatzkosten aus den Vorjahren sowie durch vorgelagerte Netzkosten beeinflusst war, blieben solche Effekte im Geschäftsjahr 2022 weitestgehend aus. Positiv gegenüber dem Vorjahr machen sich deutlich höhere regulatorische Erträge aus der intensiven Investitionstätigkeit im Netzbereich bemerkbar, die jedoch wiederum höheren Unterhaltskosten, insbesondere aufgrund der gestiegenen Inflation in Deutschland, gegenüberstehen. In Summe fällt das Adjusted EBIT in diesem Segment geringer aus als im Vorjahr.

Erneuerbare Erzeugungs-Infrastruktur:
Die 54 eigenen und teileigenen Wasserkraftwerke der Energiedienst-Gruppe erzeugten 2022 rund 3 Mrd. kWh Ökostrom. Aufgrund der fast durchgängig niedrigen Wasserführung am Hochrhein, mit den grossen Laufwasserkraftwerken, lag die Produktion 14,7 Prozent unter dem 10-jährigen Mittel. Im Wallis rangierte der Wert 1,6 Prozent unter dem 10-jährigen Mittel. Die verwertbare Produktion lag 2022 um insgesamt 215 GWh tiefer als im 10-jährigen Mittel. Im Vorjahr lag die Produktion um 34 GWh unter dem 10-jährigen Mittel.

Durch die höheren Preise für die Vorvermarktung der produzierten Energie sowie durch die Vorvermarktung eines Pumpspeicheranteils konnte die am Hochrhein sehr schlechte Wasserführung kompensiert werden. Damit weist der Adjusted EBIT in diesem Segment für 2022 ein leichtes Plus auf.

Investitionen:
Die Nettoinvestitionen betrugen 2022 rund 75 Mio. Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahr (rund 57 Mio. Euro). Gut zwei Drittel der Investitionen wurden im Geschäftsfeld Systemrelevante Infrastruktur – dazu gehört unter anderem der Netzbetrieb – getätigt. Weitere Investitionen flossen in Projekte für Wärme- und Energielösungen, in bestehende Produktionsanlagen sowie in die Ertüchtigung und den Neubau von Kleinwasserkraftwerken in Deutschland und der Schweiz.

Dividende bleibt konstant:
Der Verwaltungsrat der Energiedienst Holding AG schlägt der Generalversammlung am 25. April 2023 vor, die Dividende stabil zu halten. Sie soll weiterhin eine Höhe von CHF 0,85 je Aktie betragen und entspricht damit einer Ausschüttungsquote von 55 Prozent auf den um Bewertungseffekte bereinigten Jahresgewinn.

Ausblick:
Die Diskussionen rund um Klimaschutz und Energiewende werden in der Politik, Gesellschaft und Wirtschaft weiter anhalten und in den kommenden Jahren den Wachstumskurs der Energiedienst-Gruppe unterstützen. Gleichzeitig herrscht jedoch aktuell eine grosse Unsicherheit darüber, welche mittelfristigen Auswirkungen die Eingriffe der Regierung – Stichwort Energiepreisbremsen und Mehrgewinnabschöpfung – auf den Strom- und Gasmarkt haben werden. Diese Markteingriffe beinhalten ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, den Ausbau der erneuerbaren Energien und damit die Energiewende insgesamt zu verlangsamen.

Die Auswirkungen des massiven Anstiegs der Grosshandelspreise für Strom und Gas und der angespannten Lieferketten werden voraussichtlich auch das Geschäftsjahr 2023 deutlich beeinflussen. Eine konkrete und verlässliche Abschätzung der Auswirkungen auf das Ergebnis der Energiedienst-Gruppe lässt sich aus heutiger Sicht nicht treffen.

Die Energiedienst-Gruppe bewegt sich in einem Marktumfeld, das zum einem durch einen intensiven Wettbewerb geprägt ist und zum anderen auch politischen und regulatorischen Einflüssen ausgesetzt ist. Massgeblichen Einfluss auf den EBIT haben unter anderem die Wasserführung am Hochrhein und im Wallis, die Entwicklung der Grosshandelspreise, der Wettbewerb um Kundinnen und Kunden und Netzkonzessionen, das Zahlungsverhalten unserer Kunden sowie die regulatorische Kostenanerkennung. Weitere bedeutende Faktoren sind die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Schweizer Franken und Euro sowie des Kapitalmarktes, was wiederum Auswirkungen auf die Personalvorsorge hat. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir ein EBIT-Niveau in Höhe von 70 Mio. Euro.

(Presseinfo: Energiedienst Holding AG, 24.02.2023)


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