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19. Mar 2025 - 12:10 Uhr

Zukunftstag Bauwirtschaft bei BetonTagen in Ulm: Bauwirtschaft Baden-Württemberg und solidUNIT rückten Innovationen in den Fokus - Verschiedene Handlungsfelder für CO2-Reduktion und Ressourcenschonung wurden beleuchtet

Zukunftstag Bauwirtschaft bei BetonTagen in Ulm: Bauwirtschaft Baden-Württemberg und solidUNIT rückten Innovationen in den Fokus.
Von links: Alexander Rother (Netzwerkmanager solid UNIT Baden-Württemberg), Tobias Riffel (Vize-Präsident Bauwirtschaft Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzender solid UNIT Deutschland), Thomas Auer (Technische Universität München), Stefan Leupertz (Geschäftsführer 3D2L GmbH), Wiebke Zuschlag (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit solid UNIT) und Ulrich Lotz (Geschäftsführer FBF Betondienst GmbH).

Foto: Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. - Armin Buhl
Zukunftstag Bauwirtschaft bei BetonTagen in Ulm: Bauwirtschaft Baden-Württemberg und solidUNIT rückten Innovationen in den Fokus.
Von links: Alexander Rother (Netzwerkmanager solid UNIT Baden-Württemberg), Tobias Riffel (Vize-Präsident Bauwirtschaft Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzender solid UNIT Deutschland), Thomas Auer (Technische Universität München), Stefan Leupertz (Geschäftsführer 3D2L GmbH), Wiebke Zuschlag (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit solid UNIT) und Ulrich Lotz (Geschäftsführer FBF Betondienst GmbH).

Foto: Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. - Armin Buhl

„Die Frage lautet nicht: Müssen wir uns verändern? Sondern: Wo lohnt es sich, als erstes anzupacken? Transformation braucht Menschen, die vorangehen!“, betonte Tobias Riffel, Vize-Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. und Vorstandsvorsitzender von solid UNIT Deutschland, beim Zukunftstag Bauwirtschaft der Ulmer BetonTage.

Der Zukunftstag, organisiert von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg und solid UNIT Baden-Württemberg in Kooperation mit der FBF Betondienst GmbH, beleuchtete die verschiedenen Handlungsfelder für CO2-Reduktion und Ressourcenschonung in der Bauwirtschaft. Neben innovativen Ansätzen standen dabei Themen wie die Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden, der Gebäudetyp E und die Optimierung von Ausschreibungsprozessen im Fokus.

Prof. Dr. Thomas Auer (TU München) sprach über „Einfach bauen - Paradigmenwechsel von der Energieeffizienz zur Ökobilanz“. Anhand von Beispielen wie dem Manitoba Hydro Place in Winnipeg, Kanada, sowie den Forschungshäusern in Bad Aibling zeigte er, wie einfache physikalische Prinzipien und optimierte Gebäudeausrichtungen bei extremen klimatischen Bedingungen zu signifikanten Energieeinsparungen führen können.

Prof. Stefan Leupertz (3D2L GmbH) ging in seinem Vortrag „Vergabesystem ‚neu gedacht‘“ auf praxisorientierte Lösungen zur Optimierung von Ausschreibungen ein. Er plädierte für individuell angepasste Vertragsmodelle, die den spezifischen Bedürfnissen jedes Projekts gerecht werden.

Dipl.-Ing. Dr. Martin Röck (RISE Labs / KU Leuven) erläuterte Benchmarks und Zielwerte für CO2-Emissionen im Lebenszyklus von Gebäuden. Er betonte die Bedeutung des Umstiegs auf klimafreundliche Baustoffe und die schrittweise Einführung strengerer Grenzwerte zur Reduktion von „Embodied Carbon“-Emissionen.

Dr. Stefanie Weidner (Werner Sobek AG) verdeutlichte in ihrem Vortrag „Planen und Bauen im Zeitalter des Klimawandels“ die Notwendigkeit für ein Umdenken in der Bauplanung. Ein entscheidender Hebel könnten Emissionsgrenzen für Gebäude sein, wie sie bereits in Dänemark gesetzlich festgelegt sind. Bei deren Nichteinhaltung wird dort keine Baugenehmigung erteilt.

Dr. Sebastian Tschöpe (GOLDBECK Bauelemente GmbH) gab einen Einblick in die „Treibhausgas-orientierte Ausschreibung“ und zeigte am Beispiel des Siemens-Campus Erlangen, wie durch optimierte Prozesse und die Berücksichtigung von CO2-Emissionen in Ausschreibungen eine nachhaltigere Bauweise erreicht werden kann.

Bei einer Pitch-Runde präsentierten die Start-ups CarStorCon® Technologies GmbH, Sonocrete GmbH und alcemy GmbH neue Ansätze zur Optimierung des CO2-Fußabdrucks im Bauwesen. Unter dem Thema „Nachhaltigkeit neu denken“ ging es um die Reduktion von Emissionen und Ressourcenschonung.

„Wir können innovativ und ressourcenschonend bauen“, bilanziert Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, „und das nicht erst seit gestern.“

Die Bauwirtschaft bleibt am Ball.

(Presseinfo: Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V., 19.03.2025)


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