Das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) hat am 22. November mit einem Jubiläumsfachtag sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Der Fachtag bot den rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe- sowie Bildungssystem eine besondere Gelegenheit, die Erfolge der vergangenen Jahre zu reflektieren und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.
„Zehn Jahre PNO sind nicht nur ein Meilenstein für unser Netzwerk, sondern auch ein wichtiger Schritt in der nachhaltigen Gestaltung der Sozialen Teilhabe und der gesundheitlichen Prävention von Kindern, Jugendlichen und Familien in der Ortenau. Wir haben in dieser Zeit vieles erreicht, aber die Zukunft hält noch viele spannende Herausforderungen und Chancen für uns bereit“, erklärte Sozialdezernent Heiko Faller.
Seit der Gründung des PNO als Praxisforschungsprojekt im Jahr 2014 hat sich das Netzwerk zu einer wichtigen Infrastruktur für die Gesundheitsförderung und Prävention von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien im gesamten Ortenaukreis entwickelt. „Das PNO hat sich vor allem mit seinen umfassenden Angeboten für Kindertageseinrichtungen und Schulen über die Jahre hinweg etabliert. Mit einer nahezu flächendeckenden Erreichung aller Kitas und Schulen haben wir eine beeindruckende Reichweite erzielt, die vor allem durch unsere maßgeschneiderten Setting-Angebote unterstützt wird“, erläuterte Angela Schickler, Sachgebietsleiterin der Kommunalen Präventionsstrategie in ihrem Vortrag zum zehnjährigen Tätigkeitsbericht. Besonders hervorzuheben ist der hohe Erreichungsgrad in sozioökonomisch belasteten Einrichtungen, die durch die PNO Setting-Angebote gezielt unterstützt werden konnten. Die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen an Ortenauer Einrichtungen hat zu nachhaltigen Veränderungen und Verbesserungen auf mehreren Ebenen geführt – bei den Kindern, den Eltern, den Fachkräften und in den Institutionen selbst.
Das PNO blickt somit auf eine erfolgreiche Bilanz zurück und setzt weiterhin auf nachhaltige Präventionsarbeit, die in der Region weit über das bestehende Netzwerk hinaus positive Auswirkungen zeigt.
Im Mittelpunkt des Jubiläumsfachtages standen weitere spannende Vorträge und Workshops, die einen Blick auf die zukünftige Arbeit des Netzwerks warfen. Eva Maria Bitzer, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, bewertete aus der Perspektive der Wissenschaft die Arbeit des Präventionsnetzwerks und lobte sehr die Struktur, die Angebote und die erreichten Erfolge. „Prävention ist nicht nur ein Thema für Fachkräfte, sondern eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Die Anstrengungen der letzten zehn Jahre haben viel bewirkt, doch die Vernetzung und der Wissensaustausch müssen weiter intensiviert werden, um langfristig positive Veränderungen für Kinder und Familien zu erreichen“, so Bitzer.
In einem Podiumsinterview wurde den kooperierenden Sozialversicherungsträgern, der AOK, der TK und der UKBW für die Unterstützung der vergangenen Jahre gedankt, ohne die die weitreichenden Erfolge nicht möglich gewesen wären. Auch sie betonten den Wert der erfolgreichen Zusammenarbeit, sich gemeinsam für das gesunde Aufwachsen der Ortenauer Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien einzusetzen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich Schule, Jugendamt und Gesundheitsamt betonten aus ihrer Perspektive die Notwendigkeit einer solchen Unterstützungsstruktur und die für sie spürbare Unterstützung, die sie durch PNO über die Jahre hinweg erfahren haben.
Ein weiterer Höhepunkt des Fachtages war der Vortrag „Übergänge im Kindes- und Jugendalter“ von Professorin Silke Kaiser. Sie erläuterte die Bedeutung von Übergängen für die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Sie betonte, dass eine gute Begleitung in Übergangsphasen entscheidend für eine gesunde und stabile Entwicklung junger Menschen ist. „Übergänge sind nicht nur Übergangsphasen. Sie sind Wendepunkte im Leben der Kinder und Jugendlichen, an denen sie Unterstützung benötigen, um mit den Veränderungen umgehen zu können. Wir müssen als Fachkräfte sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche bei ihren Übergängen nicht nur begleitet, sondern auch gestärkt werden, sei es von der Krippe in die Kita, von der Schule in den Beruf oder auch bei kleinen Übergängen wie von der Spielsituation zur Essensituation“, so Kaiser.
Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in praxisorientierten Workshops konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. In diesen Workshops wurden verschiedene Aspekte der Übergangsarbeit behandelt, darunter die Eingewöhnung in Kitas, der Übergang von der Schule in den Beruf und die Zusammenarbeit mit Eltern. Die Fachkräfte konnten sich in intensiven Diskussionsrunden und anhand von Fallbeispielen mit Kolleginnen und Kollegen austauschen und ihre eigenen Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Netzwerks einfließen lassen.
„Das Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen“, erklärte Moritz Schulz, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste. „Die Zukunft des PNO liegt in der Weiterentwicklung und Verstetigung von bestehenden Strukturen sowie in der Weitergabe von Wissen und Erfahrung an die nächste Generation von Fachkräften. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Jahren mit innovativen Ideen und verstärktem Engagement einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der sozialen Teilhabe und der Prävention im Ortenaukreis leisten werden.“
Der Jubiläumsfachtag hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark das Netzwerk mittlerweile in der Region verankert ist und wie wichtig der kontinuierliche Austausch zwischen Fachkräften und Institutionen für den Erfolg von Präventionsmaßnahmen ist.
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Ortenaukreis - Offenburg
26. Nov 2024 - 16:03 UhrJubiläumsfachtag feiert 10 Jahre Präventionsnetzwerk Ortenaukreis - Besondere Gelegenheit, die Erfolge der vergangenen Jahre zu reflektieren und gemeinsam in die Zukunft zu blicken

Von links: Susanne Peter (Moderatorin), Heiko Faller (Dezernent für Jugend, Bildung, Arbeit und Soziales), Fabian Singler (AOK), Ullrich Böttinger (Ehemalige Amtsleitung Amt für Soziale und Psychologische Dienste), Martin Beck (Techniker Krankenkasse / TK), Prof Dr. Eva Maria Bitzer (Professorin PH Freiburg), Alexander Seeger (Unfallkasse Baden-Württemberg / UKBW, Bernd Sandhaas (Schulrat staatliches Schulamt Offenburg, Melanie Maulbetsch-Heidt (Amtsleitung Jugendamt), Moritz Schulz (Amtsleitung Amt für Soziale und Psychologische Dienste), Angela Schickler (Sachgebietsleitung Kommunale Präventionsstrategien / KPS), Dr. Silke Kaiser (Professorin der EH Freiburg) | Fotonachweis: Landratsamt Ortenaukreis
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